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Planung von Not-Ready-for-Sprint-Storys

Lebt das gesamte Unternehmen aktiv Scrum, profitieren vor allem die Entwicklungsteams. Dies wiederum wirkt sich auf Wirtschaftlichkeit und Qualität aus. Konkret helfen vor allem detaillierte Story-Definitionen, vordefinierte Use Cases und Abnahmen nach festgelegten Akzeptanzkriterien.
Scrum ist kein Allheilmittel. Aufwände werden durch Scrum nicht weniger und Fehler können immer passieren. Scrum hilft vielmehr, Fehlentwicklungen früh zu erkennen und lässt Probleme schneller zu Tage treten. Eine Gefahr geht jedoch von den agilen Vorgehensmodellen aus, wenn sie falsch verstanden werden. Am häufigsten werden in der Praxis angetroffen:
- Planung von Not-Ready-for-Sprint-Storys
- Die Konzeption tritt in den Hintergrund auf Grund von Aussagen wie: „Details können wir ja besprechen, wenn die Story in der Umsetzung ist.“
- Ständige Einflussnahme auf das Scrum-Team außerhalb der definierten Schnittstellen, zum Beispiel über den Product Owner während eines Sprints.
Lessons learned
Wird Scrum zu sehr modifiziert, entsteht Scrum-But („We have Scrum, but...“), welches Scrum-Elemente enthält, aber so verwässert ist, dass sich positive Aspekte des Modells nicht mehr entfalten können. Die Gefahr dieser Abwandlungen liegt darin, dass Unternehmen Prozesse und Verhaltensweisen nicht überdenken, sondern Scrum an das Unternehmen anpassen wollen.
Große Organisationen sollten bei der Einführung von Scrum Folgendes beachten:
- Das wichtigste Ziel sollte sein, Scrum so nah wie möglich an der Theorie anzulehnen. Jede Änderung daran sollte gut überlegt sein. Gerade in der Anfangsphase muss ausreichend Zeit für die Planung, Sprint Review und Retrospektive eingeplant werden. Die Aufwände werden im Laufe der Zeit sinken.
- Haben sich diese Treffen etabliert, ist das Scrum-Team in turbulenten Projektabschnitten bestens gerüstet.
- Von allen Projektbeteiligten einsehbare Dokumentation schaffen Transparenz.
- Feste Definitionen und Akzeptanzregeln müssen sein. (Unter welchen Umständen ist eine Story abgenommen?)
- Die Mitarbeitern haben neue Rollen zu akzeptieren und zu leben.
Der Autor:

Michael Huber ist Diplom-Medieninformatiker und arbeitet als Berater bei der der Arithnea GmbH.
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