Video-Tipp: Windows Admin Center

Server-Sicherheit mit dem Windows Admin Center

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Mit dem Windows Admin Center lassen sich Infos zu Servern abrufen und auch Sicherheitseinstellungen verbessern.
Mit dem Windows Admin Center lassen sich Infos zu Servern abrufen und auch Sicherheitseinstellungen verbessern. (© Sikov - stock.adobe.com)

Das „Windows Admin Center“ (WAC) ist ein Administrations-Tool von Microsoft für „Windows“ und „Windows Server“, mit dem sich die Verwaltung der Systeme vereinfachen lässt. Mithilfe des WAC können Administratoren zudem Sicherheitseinstellungen wie Firewall-Regeln, Updates und Sicherungen auf Servern überprüfen und bearbeiten.

Sobald das Windows Admin Center im Netzwerk installiert und eingerichtet ist, lassen sich mit einem Webbrowser die angebundenen Server verwalten und zahlreiche Sicherheitsoptionen stehen zur Verfügung. Dazu gehört es, Firewall-Regeln zu erstellen und zu überwachen, Updates zu installieren, Prozesse und Dienste zu verwalten und zu überwachen sowie Datensicherungen mit Microsoft Azure zu steuern.

Nach dem Verbindungsaufbau mit dem Server stehen über „Übersicht“ die wichtigsten Informationen zur Verfügung. Die Auslastung der CPU, des Arbeitsspeichers und der Festplatten ist zu erkennen sowie die aktuelle Datenübertragungen im Netzwerk. Die laufenden Prozesse sind ebenfalls ersichtlich. Das gilt auch für das Servermodell, das installierte Betriebssystem und vieles mehr.

Wie man mit dem Windows Admin Center die Sicherheit in Windows Server 2019 verbessert, zeigen der Video-Tipp und die Bildergalerie.

Zertifikate und Zertifizierungsstellen mit dem WAS konfigurieren

Über den Menüpunkt „Zertifikate“ werden die einzelnen Zertifikate des Servers überwacht und verwaltet. Hier ist auch zu sehen, ob Zertifikate abgelaufen sind und wann die nächsten ablaufen. Wird ein Zertifikat markiert, kann es neu angefordert oder exportiert werden. Im WAC lassen sich Zertifikate auch löschen und aktualisieren.

Windows-Updates über das Windows Admin Center steuern

Über den Menüpunkt „Updates” wird angezeigt welche für einen Server zur Verfügung stehen. Hier können die Updates auch gleich installiert werden. Außerdem kann mit „Online nach Updates suchen“ nach neuen Updates bei Microsoft gesucht werden. Im Rahmen der Installation kann auch ein Zeitpunkt festgelegt werden, wann der Server neu starten soll. Über den Menüpunkt „Einstellungen“ kann festgelegt werden, wie der Server nach neuen Updates suchen und diese installieren soll.

Über „Updateverlauf“ lässt sich prüften, welche Updates wann auf einem Server installiert wurden und somit erkennen, ob zum Beispiel aktuelle Sicherheits-Patches installiert wurden und wann die Installation erfolgt ist. Über das Windows Admin Center können Server auch an die „Azure“-Update-Verwaltung angebunden werden. In diesem Fall ist die Steuerung von Updates über Microsoft Azure automatisierbar.

Windows-Updates mit kostenlosen Tools im Griff

Tools für Updates und Installationspakete

Windows-Updates mit kostenlosen Tools im Griff

08.01.19 - Mit einigen praktischen und vor allem kostenlosen Zusatztools, auch von Microsoft, können Admins Probleme mit Windows Updates in Windows 10 ganz einfach beheben. Auch das Erstellen eigener Installationsmedien ist mit Zusatztools möglich. Wir geben einen Überblick zu den Möglichkeiten und stellen die besten Tools vor. lesen

Windows-Firewall im Griff

Über den Menüpunkt „Firewall“ wird bei „Übersicht“ zunächst angezeigt für welche Netzwerkprofile die Firewall aktiv ist und was die Standardeinstellung für unbekannten ein- und ausgehenden Verkehr ist. Über die Menüpunkte „Regeln für eingehende Verbindungen“ und „Regeln für ausgehende Verbindungen“ lassen sich die jeweils hinterlegten Firewall-Regeln anzeigen und bei Bedarf auch anpassen, löschen oder deaktivieren. Auch das Aktivieren von Firewall-Regeln ist an dieser Stelle möglich.

Prozesse und Systemdienste überwachen und steuern

Mit den beiden Menüpunkten „Prozesse“ und „Dienste“ lassen sich die Prozesse und Systemdienste des Servers überwachen, aber auch steuern. Mit „Spalten auswählen“ kann im Windows Admin Center ausgewählt werden, welche Informationen angezeigt werden sollen, wenn Prozesse verwaltet werden.

Speicherreplikate und Azure Backup konfigurieren

Mit dem Menüpunkt „Speicherreplikat“ lassen sich die Replikats-Einstellungen von Windows-Servern steuern. In „Windows Server 2019“ kann auch die Standard-Edition Volumes replizieren, allerdings nur ein Volume zu einem Ziel. Die Datacenter-Edition ist hier nicht eingeschränkt. Für beide Editionen kann die Verwaltung über den Menüpunkt „Speicherreplikat“ erfolgen, sogar die Installation der dazu notwendigen Serverrollen und -Features.

Über den Menüpunkt „Sichern“ erfolgt die Anbindung des Servers an „Azure Backup“. Hierüber lassen sich Server zu Microsoft Azure sichern. Wenn auf einem Server der Hypervisor „Hyper-V“ installiert ist, kann über das WAC auch die Replikation von VMs über Microsoft Azure gesteuert werden.

*Über den Autor

Thomas Joos schreibt als freier Autor IT-Bücher und -Artikel. Auf DataCenter-Insider füllt er seinen eigenen Blog mit Tipps und Tricks für Administratoren: „Toms Admin-Blog

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