VMware für Provider

SDDC aus jeder Cloud – mit VMware

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die „VMworld US“ in San Franzisko hat am 25. August begonnen und endet am 29. August 2019. Die kommende „VMworld Europe“ findet in Barcelona von 4. bis zum 7. November 2019 statt.
Die „VMworld US“ in San Franzisko hat am 25. August begonnen und endet am 29. August 2019. Die kommende „VMworld Europe“ findet in Barcelona von 4. bis zum 7. November 2019 statt. (Bild: VMware)

VMware stellt Techniken bereit, mit denen jeder Cloud-Anbieter ein Software-definiertes Rechenzentrum (SDDC) für eine einheitliche Infrastruktur und einen einheitlichen Betrieb in hybriden Umgebungen anbieten können. Sie sollen damit ihr Serviceportfolio erweitern und neue Möglichkeiten für Anwendungs- und Entwicklerservices erschließen können.

Bis zum 29. August läuft die VMware-Hausmesse „VMworld„ in San Franzisko noch. Traditionell stellt das Unternehmen zu diesem Anlass seine bedeutendsten Neuerungen vor. Die diesjährigen sollen es Cloud-Anbietern ermöglichen, Kunden auf ihre jeweilige Branche zugeschnittene Clouds von jedem Ort aus, seien es Kundenrechenzentren, Cloud-Provider-Rechenzentren oder VMware Cloud on AWS als Managed Service oder hyperskalierte Public Cloud bereitzustellen.

Rajeev Bhardwaj, Vice President of Products, Cloud Provider Software Business Unit, VMware, sagt: „Die Cloud Provider-Strategie von VMware zielt darauf ab, den Partnern die Flexibilität zu geben, die industrialisierte Hybrid Cloud, die auf einem Software-definierten Rechenzentrum von VMware basiert, von jedem Ort aus bereitzustellen, den der Kunde wünscht.“

Er fügt hinzu, dass heute laufen mehr als 10 Millionen VMs auf VMware Cloud Provider Clouds liefen. „Mit unserer ‚SDDC everywhere‘-Cloud Provider-Strategie unterstützen VMware und seine Cloud Provider Partner Unternehmen dabei, effizienter zu arbeiten und Mehrwerte durch die bedeutsame Einsparung von Kosten und Zeit für den täglichen Betrieb zu generieren.“

Die Adressaten

Derzeit gibt es mehr als 4.300 VMware-Cloud-Anbieter in mehr als 120 Ländern, die mehr als 10.000 Rechenzentren betreiben. Diese Cloud-Anbieter reichen von Hyperscalern wie AWS, Microsoft Azure, Google Cloud und IBM Cloud bis hin zu strategischen, regionalen Anbietern mit spezifischer geografischer oder vertikaler Branchenausrichtung oder Service-Expertise.

Dazu kommt die Anzahl der „VMware Cloud Verified“-Partner - eine Reihe strategischer Partner, die einen kompletten VMware SDDC as a Service sowie Mehrwertdienste anbieten. Die Zahl hat sich im letzten Jahr auf mehr als 60 weltweit vervierfacht. Die Bezeichnung ‚Cloud Verified’soll den Unternehmen die Sicherheit bieten, dass ihre Cloud Provider die umfassendsten und fortschrittlichsten VMware-Technologien mit einer konsistenten Infrastruktur und einem konsistenten Betrieb über Clouds hinweg anbieten.

Bereitstellung einer industrialisierten Hybrid Cloud

Grundlage der Services soll die „VMware Cloud Provider Plattform“ sein, deren Herzstück „VMware vCloud Director“ ist und vom Hersteller als „eine offene und erweiterbare Cloud-Service-Delivery-Plattform“ beschrieben wird. Das jüngste Release, vCloud Director 10, wird folgenden Neuerungen enthalten:

Einheitliche Darstellung von Hosted Private und Multi-Tenant Clouds

Cloud-Anbieter können ihr Cloud-Angebot um Multi-Tenant- und Private Cloud-Angebote mit der nativ integrierten Centralized Point of Management (CPOM)-Funktion in vCloud Director erweitern. Die neue Funktion wird die Herausforderungen und Kosten für Provider reduzieren, die mit der Entwicklung kundenspezifischer Tools zur Verwaltung mehrerer Arten von Cloud-Endpunkten verbunden sind. Cloud-Anbieter können somit von einer einheitlichen Darstellung des globalen Zustands des Rechenzentrums sowie der VMs über alle Cloud-Endpunkte hinweg profitieren.

Profile für die Arbeitsplatzgestaltung

Eine Arbeitsplatzgestaltung, die auf neuen „vCloud Director“-Rechenprofilen basiert, soll es Cloud-Anbietern ermöglichen, die Effizienz ihrer Cloud-Infrastruktur zu steigern. Cloud-Provider werden in der Lage sein können, so Vmware, die Selbstbedienung von mehrstufigen Berechnungen, die Durchsetzung hostbasierter Lizenzbeschränkungen und den vereinfachten Verkauf auf Workload-Grundlage anzubieten.

Automatisierung

Die künftige Version von vCloud Director wird Verbesserungen der Automatisierungsfunktionen bieten, einschließlich eines erweiterten „Terraform“-Provider, der die vollständige Definition der Rechenleistung und des Netzwerks als Code unterstützt. VMware Cloud Provider können nun auch Entwickler adressieren, die Open-Source-Tools in ihrer Cloud-Automatisierung einsetzen möchten.

Multi-Cloud Networking

In der Version 10 sind zahlreiche Netzwerk-Updates für „NSX-T“ integriert. Da bedeutet, dass eine stärkere Unterstützung von Multi-Clouds- und Container-Umgebungen kommt, die als Self-Service durch den vCloud Director bereitgestellt werden.

Developer-ready Cloud

Mit dem Container-Orchestrierungs-Tool „VMware Enterprise PKS“ können VMware Cloud Provider Container as a Service anbieten und sie über IaaS hinaus in Anwendungsdienste verschieben. Auf der VMworld wird zum Beispiel eine Technologievorschau der vCloud Director-Integration mit der Bitnami Community präsentiert, die einen der größten Kataloge mit Klicks zur Bereitstellung von Anwendungen und Entwicklungs-Stacks enthält. Eine Kombination aus Bitnami-Community und Enterprise PKS soll es VMware Cloud Providern ermöglichen, ihre Multi-Cloud-Services zu erweitern, um die DevOps-Bedürfnisse. Dann kann insbesondere für Test-/Dev-Umgebungen in ihren Clouds attraktiv sein.

Berechnen von Cloud Services

VMware will die Cloud Provider Plattform ausbauen, um verrechenbare Services bereitzustellen. Das dürfte dem Kundenbedürfnis entgegenkommen. Umgekehrt können Cloud Provider Partner mehr Services aufbauen und anbieten, die darauf aus sind, ihrem Cloud-Provider-Geschäft gesteigerten Mehrwert, Umsatz und verbesserte Margen bringen.

Das DraaS-Programm

Das „DraaS“-Programm besteht aus acht Cloud-Anbietern, die jetzt live und in Produktion sind und Disaster Recovery as a Service (DraaS) auf ihren VMware-basierten Clouds mit der neuesten Version von VMware vCloud Availability anbieten. cloud.vmware.com

Object Storage Extension für vCloud Director

Object Storage Extension für vCloud Director bietet ein nativ integriertes Speicherangebot. Alle Cloud-Anbieter könnten damit Kerndienstleistungen bereitstellen, die Kunden in der Public Cloud erwarten, so VMware. Nutzer des VMware vCloud Director können S3-konforme Objektspeicherdienste nutzen und betreiben, die vollständig in vCloud Director integriert sind, so dass sie unstrukturierte Daten innerhalb eines Unternehmens speichern und gemeinsam nutzen können.

Backup-Zertifizierung für vCloud Director

Die Backup-Zertifizierung für vCloud Director ist nun als Teil des „VMware Ready“-Programms verfügbar. Fünf Partner haben die Zertifizierung abgeschlossen: Cohesity, Commvault, Dell EMC, Rubrik und Veeam.

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