Per Cloud Zugriff auf Quantencomputing mit neutralen Atomen Quantencomputer von Pasqal finden zu Azure Quantum

Quelle: Pressemitteilung

Im Laufe dieses Jahres soll das Quantencomputing-System von Pasqal über „Microsoft Azure Quantum“ zur Verfügung stehen. Die Technologie steuert neutrale Atome, also Atome, die eine gleiche Anzahl von Elektronen und Protonen besitzen, mit optischen „Pinzetten“, nutzt also Laserlicht.

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Der Quantencomputer von Pasqal hat ungefähr die Größe eines Kiosks. Die grünen Punkte, die in verschiedenen Konfigurationen angeordnet sind, repräsentieren neutrale Atome. Diese Atome können zur Codierung von Qubits und zur Durchführung von Quantenberechnungen verwendet werden.
Der Quantencomputer von Pasqal hat ungefähr die Größe eines Kiosks. Die grünen Punkte, die in verschiedenen Konfigurationen angeordnet sind, repräsentieren neutrale Atome. Diese Atome können zur Codierung von Qubits und zur Durchführung von Quantenberechnungen verwendet werden.
(Bild: Pasqal)

Das Pasqal-System wird das erste mit einem neutralen Atom Quantenprozessor sein, das über einen Cloud-basieren Zugang auf „Azure Quantum“ zugänglich ist. Der Hersteller Pasqal baut Quantencomputer aus geordneten neutralen Atomen in 2D- und 3D-Arrays.

Diese sollen Kunden einen Vorteil bei der Lösung von rechenintensiven Problemen verschaffen, insbesondere bei der Quantensimulation und -optimierung. Das Unternehmen, das seinen Sitz in Palaiseau und Massy, südlich von Paris, hat wurde 2019 von Georges-Olivier Reymond, Christophe Jurczak, Professor Alain Aspect, Antoine Browaeys und Thierry Lahaye gegründet. Es konnte sich eine Finanzierung von mehr als 40 Millionen Euro sichern, die sich aus Eigenkapital und Mitteln von Quantonation, dem Defense Innovation Fund, Runa Capital, BPI France, ENI und Daphni zusammensetzt. Im Januar hat das Unternehmen eine Fusion mit Qu&Co in Aussicht gestellt, einem Unternehmen, das Quantencomputeralgorithmen und -software entwickelt.

Große Anordnungen von Atomen in quadratischen und dreieckigen Gitterkonfigurationen werden in den antiferromagnetischen Zustand gebracht (veröffentlicht in „Nature“ 595, 233-238)
Große Anordnungen von Atomen in quadratischen und dreieckigen Gitterkonfigurationen werden in den antiferromagnetischen Zustand gebracht (veröffentlicht in „Nature“ 595, 233-238)
(Bild: Pasqal)

Wenn das System von Pasqal im Laufe dieses Jahres auf Azure Quantum verfügbar sein wird, wird es Endnutzern eine Reihe neuer digitaler und analoger Quantenberechnungsmöglichkeiten bieten, die mit anderen Arten von Quantenprozessoren unmöglich sind. Nach Unternehmensangaben zeichnen sich diese Full-Stack-Prozessoren durch hohe Konnektivität und Skalierbarkeit aus. Die Quantenverarbeitungseinheiten seien zudem Software-agnostisch und können bei Raumtemperatur und mit geringem Energie-Aufwand arbeiten.

Aussicht auf 1000 Qubits

Im Einklang mit den angekündigten Roadmaps der fortschrittlichsten Quantenplattformen hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, bis Ende 2023 einen 1000-Qubit-Quantenprozessor auf den Markt zu bringen, um für Kunden in verschiedenen vertikalen Sektoren, darunter Finanzen, Energie und Supercomputing, einen Mehrwert zu schaffen.

Reymond, CEO und Gründer von Pasqal, fasst zusammen: „Die Ausführung von Algorithmen auf der Neutralatom-Hardware öffnet die Tür zu einzigartigen Fähigkeiten, die kein anderes Quantensystem bietet. Mit der Verfügbarkeit unseres Systems über Azure Quantum hoffen wir, die Quantenprogramme der Community von Quantenentwicklern und -forschern auf der Plattform zu beschleunigen und ihnen letztlich dabei zu helfen, reale Lösungen für die wichtigsten Herausforderungen der Welt zu finden.“

Krysta Svore, Distinguished Engineer, VP Quantum Software von Microsoft, setzt hinzu: „Azure Quantum ist ein einheitliches, offenes Cloud-Ökosystem für Quanteninnovationen, das Kunden in die Lage versetzt, mit einer vielfältigen Auswahl an Quanten-Hardware, -Software und -Lösungen Wirkung zu erzielen, Die Pasqal-Quantenprozessoren mit neutralen Atomen sind eine willkommene Ergänzung dieses Ökosystems und bieten Nutzern neue Berechnungsmöglichkeiten, einschließlich analoger Quantenberechnungen, die neue Wege für die Verfolgung realer Quanteneffekte eröffnen.“

Zu den Kunden von Pasqal gehören Johnson & Johnson, LG, Airbus, BMW Group, EDF, Thales, MBDA und Credit Agricole CIB. Außerdem hat das Unternehmen kürzlich eine Zusammenarbeit mit Aramco angekündigt, um Quantencomputing-Anwendungen für die Energiewirtschaft zu entwickeln.

Die Vorregistrierung für den frühzeitigen Zugang zu den Quantencomputern von Pasqal über Azure Quantum hat bereits begonnen. Interessenten melden sich unter der Adresse access@pasqal.com.

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