Vorschläge für die EU-Kommission Pakt für klimaneutrale Rechenzentren legt Wasserverbrauchsmetrik vor

Quelle: Pressemitteilung

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Der Pakt für klimaneutrale Rechenzentren (Climate Neutral Data Centre Pact - CNDCP), eine Selbstregulierungsinitiative von 74 Rechenzentrumsbetreibern und 23 Verbänden, hat der Europäischen Kommission in der vergangenen Woche seine erarbeiteten Metriken zur Wassereinsparung vorgeschlagen.

Zu den Kennzahlen, die der Climate Neutral Data Centre Pact nun der EU-Kommission vorgelegt hat, gehört 0,4 Liter Wasser pro Kilowattstunde Computerleistung.
Zu den Kennzahlen, die der Climate Neutral Data Centre Pact nun der EU-Kommission vorgelegt hat, gehört 0,4 Liter Wasser pro Kilowattstunde Computerleistung.
(Bild: gemeinfrei: pixel2013 / Pixabay )

Der Pakt für klimaneutrale Rechenzentren wurde 2021 mit Unterstützung von Frans Timmermans, European Commission Executive Vice-President for the European Green Deal, gegründet und trifft sich alle sechs Monate mit Mitgliedern der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien (GD CNECT ) und der Generaldirektion Umwelt (GD ENV) der Europäischen Kommission zu formellen Fortschrittsgesprächen. Das dritte dieser Treffen fand im Juni 2022 statt.

Der Schwerpunkt des Pakts erfordert Maßnahmen in einer Reihe von verwandten Umweltbereichen. In Übereinstimmung mit der Kommission wurden fünf Bereiche, einschließlich des Wasserschutzes, für Maßnahmen und als Schwerpunkt der Arbeit des Pakts festgelegt. Da die Leistung und Kapazität von Rechenzentren zunimmt, müssen die darin befindlichen Server gekühlt werden.

Es gibt verschiedene Technologien, aber die Wasserkühlung ist ein effizienter und zunehmend verbreiteter Ansatz, der weniger Energie verbraucht und weniger Treibhausgasemissionen erzeugt als elektromechanische Systeme. Da der Wasserstress in vielen Gebieten hoch ist und weiter zunimmt, muss die Rechenzentrumsbranche unbedingt handeln, um den Wasserverbrauch zu verringern.

Der vorgeschlagene Grenzwert von 0,4 Liter Wasser pro Kilowattstunde Computerleistung (0,4 l/kWh) trägt den unterschiedlichen Technologien, Klimazonen und Gebäudetypen von Rechenzentren Rechnung. Er soll einerseits sicherstellen, dass der Maßstab technologie- und standortneutral ist, andererseits dass die von den Unterzeichnern des Pakts betriebenen Rechenzentren hinsichtlich ihres Wasserverbrauchs zu den weltweit effizientesten gehören.

Das begleitende Weißbuch legt darüber hinaus zusätzliche Kennzahlen fest, die den regionalen Wasserstress und den prozentualen Anteil an nicht trinkbarem Wasser berücksichtigen. Darin heißt es, dass jedes Gebäude eines Rechenzentrums so behandelt werden sollte, als befände es sich in einem Gebiet mit hohem Wasserstress. Wichtig ist, dass die im Pakt vorgeschlagene Maßnahme durch die Unterscheidung zwischen Trink- und Brauchwasser die Verwendung von Grau- und Regenwasser für die Kühlung fördert.

Die neue Kennzahl muss von allen Rechenzentrumsbetreibern, die den Pakt unterzeichnet haben, bis 2040 erreicht werden. Damit wird dem Lebenszyklus aktueller Kühlsysteme und den eingebetteten Kohlenstoffkosten eines frühzeitigen Austauschs Rechnung getragen. Es schließt jedoch den Bau neuer Rechenzentren mit Wassertürmen aus, die nicht in der Lage wären, das vereinbarte Kriterium zu erfüllen.

Im Rahmen des Pakts wurden auch Aktualisierungen der Arbeitsgruppe für Überwachung und Berichterstattung vorgestellt. Diese Gruppe hat die Aufgabe, die Messung der Kennzahlen zu formalisieren und die Berichterstattung mit den bestehenden genehmigten Rahmenwerken abzustimmen. Es wurden Pläne angekündigt, die Metriken des Paktes mit der Norm ISO 30134 abzugleichen, die eine Reihe von Umweltmaßnahmen für Rechenzentren abdeckt. Das unabhängige Wirtschaftsprüfungsunternehmen Bureau Veritas wurde mit der Durchführung dieser Arbeit beauftragt.

Im Anschluss an das Treffen hat der Pakt zwei neue Arbeitsgruppen eingerichtet, die Ziele für Recycling und Wiederverwendung als Teil einer Kreislaufwirtschaft definieren und Messgrößen für die Energie-Effizienz festlegen sollen. Diese Arbeitsgruppen haben ihre Arbeit bereits aufgenommen und werden bei der nächsten aktualisierten Sitzung mit der Kommission, die für November 2022 geplant ist, über die Fortschritte berichten.

Der Vorsitzende des Paktes, Matt Pullen, kommentierte das Treffen wie folgt: Dies war das dritte unserer halbjährlichen Aktualisierungssitzungen mit der Kommission, und wir haben das Gefühl, dass wir bei der Bereitstellung relevanter, überprüfbarer Messgrößen, die einen wesentlichen Beitrag zur Beschleunigung des Übergangs unserer Branche zur Klimaneutralität leisten, wirklich in Fahrt kommen. Da mehr als 90 Prozent der europäischen Rechenzentrumskapazität von Unterzeichnern des Pakts repräsentiert werden, sind diese Treffen Meilensteine auf einer entscheidenden Reise für den Green Deal und die Digitale Agenda Europas.

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