Visionäre Datacenter-Architektur

Neue Design- und Prozess-Konzepte für Rechenzentren

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Der ICT Power Tower

Mit dem Konzept „ICT Power Tower“ (siehe: Abbildung 5 und 6) hat sich ICT Facilities in diesem Jahr für den Deutschen Rechenzentrumspreis beworben, Kategorie 1 „Visionäre Rechenzentrumsarchitektur“. Nach Darstellung der Unternehmenslenker ist das Konzept jedoch mehr als das.

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Der Tower (10x10x30 Meter) ist gedacht für Innenstädte, für Metropolen wo wenig Platz ist und zudem viel kostet. Die grundlegende Idee ist die eines vollautomatisierten Hochregallagers, in dem 50.000 Server-Einheiten Platz finden und Roboter an deren Backplanes heranfahren, um die zu warten oder auszutauschen.

Das Unternehmen schätzt das Potenzial auf 1 Milliarde Euro in den kommenden zehn Jahren. Denn zentrale Netzknoten in den Metropolen sind zunehmend der Standortfaktor neuer Rechenzentren. Also wird der Bedarf nach einem Rechenzentrum mit geringem Footprint - Gebäude und Carbon - steigen. Doch entsprechende Grundstücke sind teuer und rar. ICT Power Tower braucht wenig Platz, ist global einsetzbar und bietet eine Leistung vom mehr als 125 Kilowatt pro Quadratmeter.

Raum, Roboter, Racks

Das wird erreicht durch eine ausgezeichnete Raumnutzung. Um einen Kamin für die Kühlung, der unten und oben mit Ventilatoren bestückt ist, winden sich Regale auf Basis standardisierter Stahlprofile. Es bildet sich ein Endless-Rack- und Server-Stecksysteme. Die Kühlung, unterstützt durch Adibiatik und Kompressoren erlaubt eine hohe Varianz und arbeitet mit vergleichsweise hohen Temperaturen.

Doch durch die Konvektion, den Luftzug, den Kamineffekt lässt sich, so ICT Facilities etwa 20 Prozent Energie sparen, die ansonsten für die Kühlung aufgewendet werden müsste. Zudem sorgt der Kamin quasi immanent im Fall des Falles für die Entrauchung des Gebäudes. Diese Technik nennt der Anbieter „ICT Lead Air“.

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Über ICT Facilities

Die beiden Unternehmensgründer von ICT Facilities: Stephan Lang, Geschäftsführer, und Holger Zultner (rechts), Mitglied der Geschäftsleitung.
Die beiden Unternehmensgründer von ICT Facilities: Stephan Lang, Geschäftsführer, und Holger Zultner (rechts), Mitglied der Geschäftsleitung.
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ICT Facilities gehört zum Bau- und Technikkonzern Zech-Group, der mit rund 8.000 Mitarbeitern als eines der führenden Unternehmen für Planung, Engineering und Ausführung von komplexen Industrie- und Infrastrukturprojekten bezeichnet werden kann. Der Leistungsumfang von Zech erstreckt sich dabei – in wählbaren Abstufungen - von der Konzeptentwicklung über verschiedene Dienstleistungen bis zur schlüsselfertigen Komplettlösung. Als besonderes Merkmal verweist Zech auf eine hohe Kompetenz in den Bereichen Prozesstechnologie, Automatisierungstechnik und komplexer Gebäudeinfrastruktur bis zu integrierten Gesamtlösungen.

Es gibt zwei Gründer: Stephan Lang arbeitete zuvor bei Weiss Klimatechnik und Holger Zultner bei IBM und Imtech.

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Die Allinfra-Box– ein Rack mit Extras

Für IT-Umgebungen wie Rechenzentren, Server- oder Backup-Räume sowie dezentrale Unternehmensstrukturen mit externen Standorten, Niederlassungen und Filialen bietet die ICT Facilities das Rack „Allinfra Box“ an. Das Produkt umfasst den Server-Schrank, Produkte für die Stromversorgung, Kühlung, Überwachung und aktiven Brandschutz. Angeboten werden die Systeme von Partner-Unternehmen, IT-Händler, Systemhäuser und Systemintegratoren, die IT-Systeme wie Server, Storage, Netzwerk- und Kommunikationsgeräte passgenau in die ICT AllInfra-Box einfügen, so dass die Systeme vom Kunden direkt nach der Installation von Klima-Anlage und Stromversorgung eingesetzt werden können.

Kleinst- und Klein-Unternehmen machen rund 95 Prozent der deutschen Wirtschaft aus. Gerade sie benötigen eine sichere und effiziente Ausstattung ihrer IT, weil sie keinen großen Mitarbeiterstab für die in steigender Zahl anfallenden IT-Aufgaben haben. Ihre Systeme und Daten sind ebenso wichtig wie die größerer Unternehmen mit ihren Rechenzentren.

Nach Darstellung von ICT Facilities bietet Allinfra Box folgende Vorteile:

  • Hohe Sicherheit und Verfügbarkeit durch standardisierte und aufeinander abgestimmte und getestete Komplettangebote
  • Schnelle Betriebsbereitschaft durch vorgefertigte, vormontierte und bereits verkabelte Module als komplett geliefertes Gesamtsystem
  • Hohe Energie-Effizienz und niedrige Betriebskosten der Systeme durch Kühlsysteme mit differenzierbarer Leistung
  • Schutz durch ein geschlossenes, kompaktes und flexibles Gesamtsystem mit geringstem Platzbedarf, bei Bedarf ausgestattet mit elektrischen Türschlössern
  • Geringe Planungskosten und Projektierungsaufwand, da keine aufwändigen Anpassungen oder Ertüchtigungen von Raum und Infrastruktur vor Ort.

Die ICT AllInfra-Box ist in drei verschiedenen Leistungs- und Ausstattungsvarianten von 3 Kilowatt über 6 Kilowatt bis hin zu 8 Kilowatt erhältlich. Die beiden größeren Leistungsvarianten können auch in weiteren Racks mit je 43 Höheneinheiten untergebracht werden, sofern es der vorhandene Platz beim Kunden erlaubt.

Allen gemeinsam ist die „Unterbringung“ in einem standardisierten IT-Rack mit den Dimensionen 800 x 1.200 x 2.000 Millimeter (BxTxH). Für die aktive Bedienung und Überwachung der IT-Komponenten hat das Rack eine Sichttüre mit Sicherheitsglas frontseitig und auf der Rückseite eine doppelflügelige Türe aus Stahlblech.

Was passt hinein?

Die AllInfraBox erlaubt mit ihrer standardisierten Bauhöhe von 2.000 Millimetern die Belegung von 43 Höheneinheiten (HE). Die Basisversion mit 3 Kilowatt ist dafür in einem einzigen Rack und 34 freien HE untergebracht. Die 6 Kilowatt-Version kommt als Standard mit einem Rack und 32 freien HE. Sollte das nicht ausreichen, kann ein zweites Rack mit 43 freien HE hinzu bestellt werden. Das große 8 Kilowatt-Gerät ist immer mit zwei Racks und 27 / 43 freien HE – optional auch mit drei Racks in der Konfiguration mit 27 / 43 / 43 freien HE erhältlich.

Die „ICT Power Box“ dient zur redundanten Stromversorgung der Verbraucher im Rack inklusive der Infrastruktur und IT-Systeme. Über jeweils fünf Sicherungen mit Bypass-Regelung und manueller Abschaltung können alle Geräte an einer Stelle stromseitig zusammengeführt werden. Für den störungsfreien Betrieb der in der AllInfraBox ein-gebauten IT-Geräte ist eine für die maximale IT-Leistung angepasste USV mit eigenem Batteriepack im unteren Bereich des Racks eingebaut.

Temperaturregelung

Die IT-Systeme nutzen den vorhandenen Strom nur zu einem ganz geringen Teil für ihre eigentliche Aufgabe der Abarbeitung von IT-Befehlen. Die restliche Energie wird in Wärme umgewandelt, die aus dem Rack entfernt werden muss. Dafür wurde eigens eine sehr schmale Einheit entwickelt, die rechts oder links neben der 19“-Ebene Platz findet. Im Falle einer redundanten Auslegung werden jeweils rechts und links von der IT-Ebene zwei voneinander unabhängige Kühlregister, ohne jede Änderung des Racks oder der darin eingesetzten Einheiten, eingebaut.

Die Temperatur im Schrank wird über das serienmäßig vorhandene RTM-System und dessen Sensorik überwacht. Im Fall einer Übertemperatur meldet das System den Fehler weiter.

Für erhöhte Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen stehen neben einer automatischen Türöffnung bei Übertemperatur weitere Redundanz-Optionen beispiels-weise für die Klima-Anlage mit einem zweiten, vollkommen unabhängigen Kühlgerät sowie eine geprüfte und VdS-zugelassene Brandfrüherkennung mit Löschoption für die aktive Sicherheit zur Verfügung.

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