Visionäre Datacenter-Architektur

Neue Design- und Prozess-Konzepte für Rechenzentren

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Fertigbau statt Container-Stapel

Mit ICT Prime will ICT Facilities darauf reagieren. Es soll die Grundforderungen der im Kern langfristig ausgerichteten, auf Verfügbarkeit und Sicherheit bedachten Branche berücksichtigen, aber auch die Anforderungen nach Energie-Effizienz und Skalierbarkeit bei gleichzeitig sparsamer Flächennutzung erfüllen.

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Denn nach wie vor gilt: Das Gebäude eines Rechenzentrums sollte so sorgfältig angedacht, geplant und errichtet werden, genauso wie sein sensibles für den reibungslosen Ablauf der Geschäftsprozesse entscheidendes IT-Innenleben. Dient es doch langfristig als sichere „Hülle“ für die Server- und Speichereinheiten mit ihren wertvollen Daten und zugleich als funktionsgerecht gestaltetes Umfeld für die darin beschäftigten Personen mit den für das Unternehmen wichtigen Arbeitsprozessen.

Mit einem im Wesentlichen vorgefertigten Gebäudesystem lässt sich diese Forderung erfüllen, ist Lang überzeugt, da hier die Vorteile traditionell errichteter fester Gebäude wie Stabilität oder Brandschutz mit den Argumenten für modulare, stapelbare Einheiten und ihrer Flexibilität und Kosteneffizienz intelligent verbunden würden.

Die Prime-Vorteile

Die im Prime Datacenter eingesetzten Gebäudeteile sind aus extern vorgefertigten Gebäude-Modulen aufgebaut, die flexibel gestaltbare Abmessungen aufweisen. Mit ihrer spezifischen Ausgestaltung und Einrichtung bilden die Module spezialisierte Funktionsräume für die IT-Technik, Kühl- und Lüftungsanlage, Büro- oder Lagerräume sowie Gebäude-Einheiten wie Treppenhäuser und Verbindungsgänge.

Die Vorteile einer solchen Bauweise liegen auf der Hand:

  • 1. Die Ausschreibungsphase entfällt.
  • 2. IT-Ausbau und Rechenzentrumsplanung sind eins.
  • 3. Vorgefertigte Bauteile beschleunigen Aufbau und Montage.
  • 4. Auf der Baustelle reduzieren sich Dreck und Lärm.

Heute folgt auf die Planung des Rechenzentrums zumeist noch eine Ausschreibung. Eventuell werden Baupläne modifiziert, zum Beispiel wenn es zu teuer wird.

Zudem werden in aller Regel IT und RZ-Bau getrennt voneinander geplant. Das führt dann dazu, dass etwa der Supercomputer, den IBM in das Rechenzentrum des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zunächst zerlegt werden musste, weil dieser nicht in den Aufzug passte. Dabei ist das Gebäude neu und besonders nachhaltig gebaut.

Zwar hatten Planer und Architekten an einen Rechnerraum im Keller gedacht, doch der eingebaute Doppelboden war schlichtweg zu schwach, um den Supercomputer zu tragen. An die Kühlung hatte man ebenfalls nur einmal gedacht. Als IBM den Auftrag zur IT-Ausgestaltung bekam, gab es das Gebäude und den Keller bereits.

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