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Software as a Service als Wettbewerbsvorteil verstehen Mit Cloud Computing der Finanzkrise trotzen

Autor / Redakteur: Dr. Joachim Philippi * / Florian Karlstetter

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten suchen Firmen Lösungsansätze, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu sparen – Software as a Service im Rahmen von Cloud Computing ist eine Möglichkeit. 81 Prozent der Fach- und Führungskräfte wollen durch Prozessoptimierung besser für wirtschaftliche Unsicherheiten aufgrund von Kapitalmarktschwankungen gerüstet sein.

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Klar kalkulierbare Kosten sind ein Vorteil von standardisierter Software aus der Cloud.
Klar kalkulierbare Kosten sind ein Vorteil von standardisierter Software aus der Cloud.
(© K.-U. Häßler - Fotolia.com)

Prozessoptimierung bedeutet für die Unternehmen vor allem den Einsatz von Standardsoftware. Das ist das Ergebnis des Managementkompass „Ertragssicherung in der Finanzkrise“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Rund die Hälfte der Großunternehmen ab 5.000 Mitarbeitern erwartet für die Zukunft einen risikoreichen Einfluss von Kapitalmarktschwankungen auf ihr Unternehmen, im Schnitt aller Befragter liegt dieser Wert bei 35 Prozent. Denn Finanz- und Staatskrise halten weiter an und treiben nicht nur Banken, sondern auch Unternehmen anderer Branchen trotz guter deutscher Konjunkturlage in eine kritische Situation.

Doch die meisten hiesigen Unternehmen haben bereits reagiert und ihr Unternehmen wetterfest gemacht. Trotz der widrigen Bedingungen in Europa fühlen sich 66 Prozent der Befragten gut für die Zukunft gerüstet - vor allem, weil sie Prozessoptimierung betreiben wollen. 90 Prozent der Firmen, die sich gut gewappnet fühlen, setzen auf dieses Vorgehen.

Software: Standard statt individuelle Entwicklung

Besonders viele Befragte planen, ihre Prozesse zu optimieren, in dem sie die Kostenstrukturen bei der IT überprüfen. 40 Prozent wollen ihre IT-Anwendungen konsolidieren und 33 Prozent setzen auf die Modernisierung der Anwendungslandschaften (siehe Grafik in der Bildergalerie). Mit diesen Maßnahmen wollen sie ihr Unternehmen effizienter gestalten und Kosten sparen, um in der Krise flexibler reagieren zu können.

Bildergalerie

Die Hälfte der Firmen, die sich gut gerüstet fühlen, setzen auf Standardsoftware statt auf teure und aufwändige Eigenentwicklungen. Insgesamt wollen 42 Prozent der befragten Entscheider ihre Prozesse optimieren, indem sie Standardsoftware einsetzen. Das entspricht dem Trend, dass Einsparungen bei den Anwendungen zunehmend durch Softwareablösungen erzielt werden. Um Kosten zu sparen, setzen Unternehmen immer häufiger auf die Implementierung von Standardlösungen mit geringer Individualisierung.

Auch die Konsolidierung der IT-Infrastruktur ist heute eng verknüpft mit dem Thema Virtualisierung. Physische Server können in virtuelle Maschinen oder virtuelle Umgebungen konsolidiert werden und dies ermöglicht deutliche Energie- und Raumeinsparungen. Außerdem erlaubt diese Virtualisierung eine schnellere Inbetriebnahme von Systemen.

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