Lenovo Transform 2.0

Management des Technologie-Stacks und Koop mit Netapp

| Autor: Ulrike Ostler

Netapp und Lenovo arbeiten bei der Entwicklung neuer datenbasierter Datacenter-Technik zusammen. Eine der ersten neuen Produktlinien ist das System „Lenovo Think System DE“
Netapp und Lenovo arbeiten bei der Entwicklung neuer datenbasierter Datacenter-Technik zusammen. Eine der ersten neuen Produktlinien ist das System „Lenovo Think System DE“ (Bild: Lenovo)

Die heute in New York stattfindende Veranstaltung „Transform 2.0“ nimmt Ausrichter Lenovo zum Anlass, Erweiterungen seines Datacenter-Portfolios bekannt zu geben. Generell abergeht es um die „intelligente Transformation“, die dazu führt, dass Produktion, Management und Unternehmensführung sich weltweit neu strukturieren und teilweise neu erfinden. Stichworte sind Augmented Intelligence, Augmented Reality, Internet of Things, Blockchain und 5G.

Die vermutlich wichtigste Ankündigung des Transform-2.0-Tages dürfte die Partnerschaft der Lenovo Data Center Group (DCG) mit Netapp sein. Denn sie ist Multi-Milliarden Dollar wert und Lenovo bislang eine Portfolio-Lücke im High-end-Storage-Segment aufweist.

Die globale strategische Partnerschaft soll Kunden dabei unterstützen, ihre IT-Architektur zu modernisieren und ihre digitale Transformation zu beschleunigen; denn Lenovo und Netapp werden die Stärken beider Unternehmen dazu nutzen, leistungsstarke Flash-Speicherprodukte von und -anwendungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen- also Al-Flash-Daten-Managment von Netapp und „Think-System“-Systeme von Lenovo. Diese sollen vom Edge über das Zentrum des Netzwerks bis hin zur Cloud skalierbar sein.

Die geplanten Produkte werden von Lenovo produziert. Somit können sie von der Lieferkette des Herstellers profitieren, der von Gartner als eine der fünf besten aller Technologieunternehmen weltweit bewertet wurde.

Ziel und Bestandteile der Netapp-Partnerschaft

Die Partnerschaft beinhaltet zudem ein neues Speicher-Joint-Venture in China, um lokalisierte Produkte für den am schnellsten wachsenden Speicher- und Datenmarkt der Welt anbieten zu können. erfahren Sie mehr über das neue Joint-Venture. Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll im Frühjahr 2019 seinen Betrieb aufnehmen, vorbehaltlich ausstehender Genehmigungen.

Kirk Skaugen, Executive Vice President Lenovo und President Data Center Group:„Lenovo setzt seinen Weg fort, den Rechenzentrumsmarkt mit seinen Lösungen nachhaltig zu verändern. Die heutige Ankündigung einer Partnerschaft mit NetApp ist Teil dieses Versprechens.“
Kirk Skaugen, Executive Vice President Lenovo und President Data Center Group:„Lenovo setzt seinen Weg fort, den Rechenzentrumsmarkt mit seinen Lösungen nachhaltig zu verändern. Die heutige Ankündigung einer Partnerschaft mit NetApp ist Teil dieses Versprechens.“ (Bild: Lenovo)

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Kirk Skaugen, Executive Vice President Lenovo und President Data Center Group, sagt: „Lenovo setzt seinen Weg fort, den Rechenzentrumsmarkt mit seinen Lösungen nachhaltig zu verändern. […] Wir bei Lenovo sind bereit, brauchen aber Partner, um das volle Potenzial auszuschöpfen und gemeinsam das Zeitalter der Intelligenten Transformation zu gestalten. Unsere strategischen Investitionen in wichtige Partnerschaften und Lösungen helfen unseren Kunden auf ihrem Weg der Transformation.“

Und George Kurian, Chief Executive Officer von Netapp, ergänzt: „Durch diese Partnerschaft werden Lenovo und Netapp gemeinsam ein umfassendes Portfolio an Produkten, Lösungen und Services anbieten, das heute auf dem Markt einzigartig ist.“

Die ersten gemeinsamen Produkte

Die ersten Produkte dieser Partnerschaft sind Produkte „Lenovo Think System DE“ und „DM“. Die Geräte aus diesen Serien sind ab sofort weltweit erhältlich. Beide Produktserien gibt als Hybrid- und All-Flash-Serien.

Das DE-System ist modular aufgebaut und erleichtert somit eine Skalierung mit vergleichsweise leicht verständlichen Management-Tools. Prinzipielle besteht die DE-Serie im Hybridbereich aus drei Familien, die von ihren Controllern definiert werden und bis zu 2.88 Petabyte Kapazität bereitstellen.

Netapp und Lenovo arbeiten bei der Entwicklung neuer datenbasierter Datacenter-Technik zusammen. Eine der ersten neuen Produktlinien ist das System „Lenovo Think System DE“
Netapp und Lenovo arbeiten bei der Entwicklung neuer datenbasierter Datacenter-Technik zusammen. Eine der ersten neuen Produktlinien ist das System „Lenovo Think System DE“ (Bild: Lenovo)

  • „DE2000H“ stellt das Einstiegssystem dar und ist für Kunden gedacht, die maximale Leistung zu einem guten Preis erzielen wollen.
  • Das System „DE4000H“verwendet hybride Speichermodelle, um die Leistung für gemischte Workloads zu optimieren, mit niedrigen Latenzzeiten.
  • Das DE6000H-System bietet Spitzenleistung im Hybridbereich von Lenovo. Es unterstützt insbesondere die Speicherung von Rohdaten mit Durchsatzraten von bis zu 21 Gigbyte pro Sekunde.

Voll verflasht

Im All-Flash-Bereich bietet Lenovo auf 2 Höheneinheiten das kompakte System „DE6000F“ an. Es zeichnet sich nach Herstellerangaben als „Midrange-Speicher-Array“ an. Das per „Turboaufladung“ den Zugriff auf Daten, ermöglicht: 1 Million IOPS und Reaktionszeiten von unter 100 Mikrosekunden bei 21 GBps an Lesebandbreite. Dazu kommen die Funktionen einer synchronen Spiegelung sowie Datensicherheit für Datenintegrität und -schutz gegen stille Datenkorruption.

Das Voll-Flash-System für Einsteiger „DE4000F“ dehnt sich ebenfalls auf zwei Höheneinheiten aus. Hier kommt es zu 10 GBps an Lesegeschwindigkeit und einer Ansprechzeit von unter 1000 Mikrosekunden. Dazu kommen bei beiden Systemen

  • Redundante Komponenten mit automatisiertem Failover
  • intuitives Speicher-Management
  • Abstimmfunktionen
  • Erweiterte Überwachung und Diagnose mit proaktive Reparatur
  • Erstellung von Snapshot-Kopien, Volumenkopien und asynchrone Spiegelung zur Datensicherung.

Die Serie "Think System DM" gehört zu den ersten Produkten, die aus der Zusammenarbeit von Lenovo und Netapp entstanden sind.
Die Serie "Think System DM" gehört zu den ersten Produkten, die aus der Zusammenarbeit von Lenovo und Netapp entstanden sind. (Bild: Lenovo)

Im All-Flash-System der DM-Serie stecken eine Reihe von Anschlussmöglichkeiten, einschließlich 40Gigabit Ethernet (GbE), 32Gb Fibre Channel, und NVMe über Fibre Channel. Letzteres schlatet laut Lenovo eines der heutigen Probleme aus: Die Flash-Sepicher sind so schnelle, dass die Netze nicht mitkommen. Durch die Nutzung von NVMe über Fibre Channel können Kunden diese Speicherlatenz um bis zu 50 Prozent reduzieren, Bandbreitenengpässe sind passé.

In einem DM-Cluster können bis zu 4M IOPS verarbeitet werden. Durch „Netapp Ontap Flash Essentials“ wird eine und konsistente hohe Leistung erzielt.

Das Speicherbetriebssystem kommt auch im Hybrid-Systeme der DM-Familie zum Einsatz. Um zu skalieren, wachsen die Systeme von von einer Basis aus zwei Knoten aus, zu einem 12-Array-Cluster mit bis zu 28 PB (SAN) oder 57 PB (NAS) der Kapazität. Sie können mit dem Vollblitz der DM-Serie Cluster bilden.

Die Zukunft des Tech Stack Managements

Doch Datacenter-Eqipment von Lenovo umfasst nicht nur Hardware. Denn die IT-Welt hat sich auch für Lieferanten wie Lenovo und die Unternehmenskunden gewandelt. Dazu ein kurzer Blick zurück:

Am Anfang waren die Dinge einfach. Es gab eine Unternehmenswebsite; es gab eine E-Mail. Die beiden gingen Hand in Hand, eventuell um eine Tabellenkalkulation oder anhängige Dokumente erweitert. Irgendwann reichte die Basis-Cloud-Suite des Unternehmens nicht mehr aus. Also wurde eine Buchhaltungssoftware ergänzt und ein Customer-Relationship-Management-Tool hinzugefügt, um die Kundenbindung zu erhöhen und den Umsatz weiter zu steigern. Dann kamen die neue Personalsoftware, Projektmanagementsoftware und weitere Kollaborationswerkzeuge hinzu.

Als der Umfang des Geschäfts weiterwuchs, entdeckten die Teams immer neue und bessere Apps, um verschiedene Anforderungen zu erfüllen. Die Marketingautomatisierung wich dem Heatmapping und dem A/B-Test. E-Mails des Kundensupports führten zu Live-Chat-Apps und Social Media Service-Tools. Websites wurden durch Suchoptimierung und Datenanalyse verbessert.

Ein robuster Mix aus verschiedenen technischen Tools summierte sich zu einem echten Wettbewerbsvorteil; einem Vorteil, der dem Unternehmen half, an die Konkurrenz heranzukommen - bis die Dinge außer Kontrolle gerieten.

Nun gab es mehr Apps als Leute, um diese zu verwalten. Monatliche Abo-Gebühren wurden gezahlt, um Dutzende von Funktionen abzudecken, die nur von einer Handvoll Mitarbeitern wirklich benötigt wurden. In einigen wenigen Fällen wurden sogar zwei oder drei verschiedene Apps von unterschiedlichen Abteilungen gekauft, um dasselbe Ziel zu erreichen. Mit der Vielzahl an verfügbaren Lösungen kann jeder Mitarbeiter mit einer Kreditkarte innerhalb von Sekunden einen neuen SaaS-Service aufbauen.

Software als ROI

In ihrem Vorwärtsstreben haben Unternehmen mehr Technologien integriert, als sie tatsächlich verwalten können. Mittlerweile ist ein Sättigungspunkt erreicht, an dem Manager Tabellenkalkulationen verwenden, um andere Tabellenkalkulationen zu verwalten und so versuchen, ihre Technologielandschaft zu verstehen.

Das durchschnittliche Unternehmen hat heute eine Vielzahl von Jahresverträgen und monatlichen Rechnungen für Software-Tools – aber keinen wirklichen Einblick in den Return on Invest (ROI) für seine Software.

Die meisten Unternehmen nutzen die Technologie nicht ausreichend - und Studien zeigen, dass Entscheidungsträger dazu neigen, zu unterschätzen, wie viel Geld tatsächlich aufgewendet wird. Eine Umfrage(1) ergab, dass CIOs in durchschnittlichen Großunternehmen glauben, dass ihre Unternehmen für 30 bis 40 Cloud-Apps bezahlen, tatsächlich lag die Zahl in diesen Fällen nahe 1.000! Eine weitere Umfrage(2) fand heraus, dass Benutzer den Eindruck haben, dass 30 Prozent ihrer Tech-Ausgaben verschwendet seien; tatsächlich lag die Zahl aber bei 35 Prozent.

Hier kommt der Technologie-Stack ins Spiel, bei Lenovo ein strukturierter „Tech Stack“, um genau zu sein. Sobald alle Technologie eines Unternehmens in einer zusammenhängenden, kohäsiven Einheit organisiert ist, sind, laut Lenovo, erstaunliche Dinge möglich!

Den modernen Tech Stack verstehen

Denn gehet es nach Lenovo, wird 2019 das Jahr sein, in dem Unternehmen die Kontrolle über ihre Technologie zurückerlangen und sie konsequent an die Geschäftsziele und -ergebnisse anpassen.

Software-Suiten. Digitale Plattformen. „Marketing-Sachen“. Egal, wie sie es nennen, Unternehmen nutzen eine Menge an Software und Technologien. Aber wer hat einen Überblick über all diese Dinge?

Ein strukturierter Tech Stack erfasst die gesamte Bandbreite an Technologien und verwandelt sie in eine zusammenhängende, kohäsive Einheit. So wird es ermöglicht zu sehen, wie all diese verschiedenen Lösungen zusammenwirken, um den Erfolg und das Wachstum des Unternehmens voranzutreiben. Es ist also eine Art Organigramm für die Software, die in einem Unternehmen zum Einsatz kommt: Tech Stacks kommunizieren die Beziehung zwischen den digitalen Tools und den kritischen Geschäftsfunktionen, die sie unterstützen.

Tech Stacks: Software als Strategie

Mit einem Tech Stack wird alle vorhandene Technologie überprüft und in einem strukturierten System organisiert, das Integrationen, Fachwissen, Training, Ausbildung und Wissensaustausch maximiert. Richtig umgesetzt, dient der Tech Stack eines Unternehmens als zentrales Nervensystem, das Teams vereint, Silos eliminiert, Innovationen ermöglicht und das Wachstum fördert.

Es steht viel auf dem Spiel: Die Softwareausgaben werden sich nach Blissfully: „SaaS Spending to double by 2020. Will you be ready?“ - bis 2020 voraussichtlich verdoppeln; dann werden 73 Prozent aller Unternehmen fast ausschließlich mit SaaS (Software-as-a-Service) arbeiten – so der BetterCloud Monitor: „The 2017 State of the SaaS-Powered Workplace Report“ Die Unternehmen sollten also besser jetzt die Kontrolle über ihre Tech Stacks zurückzugewinnen.

Mithilfe des Produkts "Aitstack" sollen Lenovo-Kunden ihre Software-Landschaft im Blick behalten können, auch wenn diese als Software as a Service daherkommt.
Mithilfe des Produkts "Aitstack" sollen Lenovo-Kunden ihre Software-Landschaft im Blick behalten können, auch wenn diese als Software as a Service daherkommt. (Bild: Lenovo)

Lenovo Software hat nun „Airstack“ entwickelt. Der Einsatz soll den Unternehmen dabei helfen, notwendige Investitionen in die Software und Tools zu tätigen, ihnen aber auch die Möglichkeit verschaffen, den ROI ihrer Technologieinvestitionen zu verbessern, indem sie einen umfassenden Überblick über die gesamte Software erhalten, einschließlich der Schatten-IT. AirStack wird im besten Fall die verlässliche Quelle mit belastbaren Informationen zur im Unternehmen eingesetzten Software: Vom technischen Know-how, den Datenquellen, dem firmeneigenen Wissen, den Kostenstellen und Trends bis hin zu Compliance und Sicherheit.

Lenovo stellt vorab einen frühen Zugang zu Airstack und exklusive Aitstack-Previews besuchen Sie.

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