Wenn die Software zum Online-Service wird LIS AG nimmt neues Rechenzentrum in Betrieb

Redakteur: Ulrike Ostler

Die LIS Logistische Informationssysteme AG hat sich an ihrem Hauptsitz in Greven einen größeren Serverraum zugelegt. Es ist nach der DIN-Norm EN 50600 geplant sowie gebaut und dient der Online-Bereitstellung Transport Management Systems (TMS) „Winsped“ für die Unternehmenskunden.

Firmen zum Thema

Mit dem dem neuen Rechenzentrum reagiert die LIS Logistische Informationssysteme AG auf die gestiegene Nachfrage von Kunden nach seiner Cloud-basierten Anwendung.
Mit dem dem neuen Rechenzentrum reagiert die LIS Logistische Informationssysteme AG auf die gestiegene Nachfrage von Kunden nach seiner Cloud-basierten Anwendung.
(Bild: LIS AG)

Mithilfe des TMS-Angebots Winsped können Spediteure und Verlader ortsunabhängig ihre Touren planen und verfolgen. 64 Unternehmen nutzen die servergestützte Variante und dank des vergrößerten beziehungsweise neuen Rechenzentrum verfügt der Anbieter nun über eine erhöhe Kapazitäten für zusätzliche User.

„Mit dem Zugriff auf Winsped über eine einfache Internet-Verbindung helfen wir Logistikunternehmen, flexibel und unabhängig zu agieren“, sagt Rolf Hansmann, Vorstand der LIS Logistische Informationssysteme AG und verweist auf die Folgen der Pandemie. Doch neben der gewonnenen Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit profitierten die Nutzer des Rechenzentrumsangebots von weiteren Vorteilen. Sicherungs- und Update-Services werden beispielsweise automatisiert aufgespielt.

Zudem entstünden den Kunden keine Hardwarekosten, wenn sie das LIS-Online-Angebot nutzten. Und der Aufwand für die Implementierung sowie das Personal für die Datensicherung entfiele ebenfalls. Trotzdem sei die Anbindung von Arbeitsstationen und anderer Geräte problemlos.

Die Ausstattung

Das Rechenzentrum besteht derzeit aus zehn Racks am Hauptsitz des Unternehmens. Zusammengenommen verfügen sie über 7,5 Terabyte Arbeitsspeicher, mehr als 100 Terabyte Speicherplatz und 240 CPU-Kerne (Central Processing Unit). Auch ausreichend Platz für zukünftige Erweiterungen sei gegeben, lässt die LIS AG wissen. Aktuell seien fünf Serverschränke lediglich zur Hälfte belegt.

Eine Zertifizierung nach der DIN-Norm EN 50600 ist für das erste Quartal dieses Jahres angestrebt. Für Sicherheit sorgen zum einen Einbruch- und Brandschutzanlagen. Zum anderen verfügt das System über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), die über eine Stunde unsere Systeme bei Stromausfall mit Energie versorgen kann. So bleibt es auch während eines Stromausfalls einsatzfähig. Im unwahrscheinlichen Fall eines Blackouts greift ein Notstrom-Aggregat.

Neben der Stromversorgung ist auch die Kühlung redundant ausgelegt. Zwei unabhängige Systeme kühlen den Kaltgang herunter. Zusätzlich sind die Server so dimensioniert, dass auch der Ausfall zweier Maschinen verkraftet würde: In einem zweiten Serverraum in einem separaten Gebäude stellt LIS eine ähnliche Serverleistung bereit, um bei Verlust des Hauptserverraums die IT-Umgebung wiederherstellen zu können. Dieses Szenario wird einmal im Monat geprobt.

(ID:47113857)