Virtualisierte Container-basierte Workloads

„Kubernetes as a Service“ auf VMware Photon

| Redakteur: Ulrike Ostler

Aufbau der VMware Photon-Plattform
Aufbau der VMware Photon-Plattform (Bild: VMware-Blog: http://blogs.vmware.com/cloudnative/photon-platform-announcement/)

Operative IT-Teams können den Entwickler-Teams nun „Kubernetes as a Service“ zur Verfügung stellen. VMware integriert die Unterstützung für das Orchestrierungs-Werkzeug „Kubernetes“ für die „Photon“-Plattform.

Der VMware Photon werden zudem Netzwerk- und Storage-Services hinzugefügt, welche durch „VMware NSX“ und „VMware Virtual SAN“ bereitgestellt werden. Durch diese zusätzlichen Services biete die Plattform eine „End-to-End Cloud-Native Enterprise Infrastruktur für den produktiven Betrieb moderner containerisierter Anwendungen mit dem Support von VMware“.

Um die Anwendungsentwicklung zu beschleunigen, nutzen Entwickler heute Cloud-native-Methoden, -Architekturen und -Technologien. VMware Photon bietet jetzt Zugang zu solchen Services für die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen, einschließlich Kubernetes als On-Demand-Service in den Rechenzentren der Kunden. Die Plattform hilft bei der Automatisierung der Bereitstellung von IT-Infrastrukturen.

Photon für Cloud-Natives

Das im August 2015 von VMware vorgestellte Photon ist eine für Container und moderne Anwendungen optimierte Cloud-native Infrastruktur-Plattform. Sie wurde speziell für die Nutzung in API-gesteuerten, mandantenfähigen und hochskalierbaren Umgebungen entwickelt.

Sie basiert auf einem hyperkonvergenten Infrastruktur-Modell und bietet eine vereinfachte Hardware-Architektur, mit der Kunden ihre Server- und Storage-Ressourcen schrittweise skalieren können. Sie bindet Kubernetes, Netzwerk- und Storage-Services mit ein, wodurch die IT den Entwicklern eine wachsende Anzahl von On-Demand-Services liefern kann. Entwickler können aus einem von der IT verwalteten Katalog von Maschinengrößen, Container-, und Betriebssystem-Base-Images rasch Kubernetes-Cluster, Container und virtuelle Maschinen bereitstellen.

Die Photon-Plattform eignet sich somit auch für Unternehmen, die auf DevOps-Implementierungen und agile Entwicklungspraktiken setzen und Technologie-Stacks benötigen, die modernen Methoden der Anwendungsentwicklung entsprechen. Außerdem unterstützt die Photon-Plattform operative IT-Teams, die Workloads aus der Public Cloud in Private Clouds verschieben oder OPEX-Kosten verringern wollen, ohne auf die Vorteile hochverfügbarer IT-Ressourcen zu verzichten.

Die frischen Funktionen

Auf der heute endenden „VMworld 2016 Europe“ in Barcelona kündigte der Hersteller weitere Funktionen für Photon an:

Kubernetes as a Service: Mit der VMware Photon-Plattform können operative IT-Teams Entwicklern Kubernetes as a Service mandantenfähig und als isolierte Workloads zur Verfügung stellen.

Kubernetes-Cluster – die von einem einzelnen Node-Cluster auf mehrere Hundert Nodes skaliert werden können –lassen sich innerhalb weniger Minuten bereitstellen, so dass Entwickler ihre Cluster je nach Bedarf und ohne Ausfallzeiten skalieren können. Die robuste Photon-Plattform ist hochverfügbar und verfügt über Funktionalitäten wie automatische Fehlerbehebung zur Reduzierung von Ausfallzeiten der Kubernetes-Services. VMware stellt einen lückenlosen Support für die Photon-Plattform zur Verfügung, darunter auch eine kommerziell unterstützte Distribution von Kubernetes.

VMware NSX unterstützte virtuelle Netzwerke: Die Photon-Plattform bietet auf Basis der branchenführenden VMware NSX-Lösung auch Netzwerk-Services an. Zunächst werden Switching- und Routing-Services bereitgestellt. Mit der Zeit wird die vollständige Bandbreite logischer Netzwerk-Funktionen und -Services angeboten.

VMware Virtual SAN unterstützter hyperkonvergenter Storage: Die Photon-Plattform stellt nun Block-Storage-Services bereit. Dieser Service biete laut VMware flexible, programmierbare und langlebige Storage-Ressourcen für containerisierte und Cloud-Native Anwendungen. Er zeichne sich durch einen elastischen und hochskalierbaren Speicher aus, der durch Skalierungsoptionen die rasche Implementierung von Anwendungen ermöglicht. Workloads profitierten unter anderem von robusten Services wie Deduplizierung, Stretched Clusters und Erasure Coding. Die Photon-Plattform kann sich auch mit externen NAS- und SAN-Arrays verbinden.

Die Verfügbarkeit

Die VMware Photon-Plattform ist voraussichtlich im vierten Quartal 2016 verfügbar. Preise und Lizenzierungen werden mit der allgemeinen Verfügbarkeit der Plattform bekannt gegeben.

Einige Komponenten der VMware Photon-Plattform – beispielsweise der „Photon Controller“ und das „Photon OS“ – sind ab sofort als Open-Source-Software verfügbar und bereits über die GitHub-Seite für VMware zugänglich.

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