Stulz Cyber-Cool 2 für Rechenzentren

Kälte-Erzeugung für eine hohe Dichte im Rechenzentrum

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Firma Stulz hat sich auf präzise Klimatisierung spezialisiert und produziert in Deutschland.
Die Firma Stulz hat sich auf präzise Klimatisierung spezialisiert und produziert in Deutschland. (Bild: Stulz)

Lag die Nennleistung eines Server-Schrankes bis vor Kurzem noch bei fünf bis acht Kilowatt (kW), bringen es hochdichte Blade-Server heute schon auf bis zu 40 kW je Rack. Dieser Trend zu immer mehr Leistung auf möglichst kleinem Raum stellt auch die Rechenzentrumskühlung vor neue Herausforderungen.

Bei zunehmender Wärmedichte wird eine präzise Klimatisierung gefordert, hochverfügbar, 8.760 Stunden im Jahr. Damit die Kühlung nicht zum begrenzenden Faktor wird, muss moderne Kälte-Erzeugung heute möglichst kompakt sein, über ein modulares Baugrößenkonzept verfügen und eine hohe IT-spezifische Optionsvielfalt bieten. Genau hier setzt das Konzept des neuen Kaltwassersatzes für Rechenzentren an: „Stulz Cyber-Cool 2“.

Die Kaltwassersätze aus der Cyber-Cool-2-Serie sind derzeit als luftgekühlte Varianten, mit und ohne Freikühleinrichtung, in einem Leistungsbereich von 10 bis 1.400 kW erhältlich. Wassergekühlte Baureihen sind in der Vorbereitung. Die Fertigung der Anlagen befindet sich am Standort Hamburg und ist eingebettet in ein strenges Qualitäts-Management nach ISO 9001 mit abschließender Funktionsprüfung.

Schon bei der Entwicklung der neuen Serie wurden die hohen Ansprüche an eine moderne Rechenzentrumsklimatisierung im Detail berücksichtigt: Alle Systemkomponenten sind kältetechnisch aufeinander abgestimmt und für einen zuverlässigen Dauerbetrieb bei maximaler Betriebssicherheit und Energie-Effizienz ausgelegt. Großflächige EC-Ventilatoren mit niedriger Drehzahl und Schalldämpfern sowie eine gekapselte Verdichterkammer sorgen zudem für einen leisen Betrieb und ermöglichen einen Einsatz innerhalb von Stadtgebieten.

Kaltwassersatz mit energiesparender Freikühloption

Im Rechenzentrumsumfeld werden Kaltwassersätze vor allem auf Grund ihrer EnergieEffizienz und ihrer robusten technischen Eigenschaften geschätzt. Um den Energieverbrauch der Kälte-Erzeugung nachhaltig zu reduzieren, sind alle Cyber-Cool-2-Kaltwassersätze mit einer Freikühloption erhältlich. Im Mischbetrieb müssen dann die Verdichter während der meteorlogischen Übergangszeiten nur unterstützend zur Freikühlleistung arbeiten.

Auf diese Weise lassen sich zusätzliche Einsparungen im Energieverbrauch erreichen. Hohe Kaltwassertemperaturen und frühe Umschaltzeitpunkte ergeben so beste Effizienzwerte und einen insgesamt kostenschonenden Betrieb.

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Microchannel-Wärmetauscher

Microchannel-Wärmetauscher in korrosionsbeständiger Voll-Aluminium-Ausführung schaffen unter anderem gute Betriebsbededingungen für einen Energie-effizienten Kompressorbetrieb der Stulz-Technik. Damit die inneren Registerelemente stets bestens durchströmt werden, sind die Kondensatormodule mit speziellen Luftleitblechen bestückt; diese verhindern strömungstechnische Turbulenzen und Abrisskanten.

Neben einer verbesserten Wärmeleitfähigkeit und geringem Gewicht bieten Microchannel-Wärmetauscher auch Vorteile hinsichtlich der Nachhaltigkeit; denn sie benötigen eine deutlich geringere Kältemittelfüllmenge als herkömmliche Lösungen. Zusätzlich dazu ermöglichen klappbare Ventilatoren eine funktionserhaltende Reinigung der Register entgegen der Luftrichtung.

IT-spezifische Optionsvielfalt

Die Cyber-Cool-2-Kaltwassersätze sind mit einem Kältekreislauf oder zwei -kreisläufen erhältlich. Dabei sind die Zirkel symmetrisch ausgelegt und mit identischen Verdichtern bestückt. Dies reduziert die Kosten für die Ersatzteilbevorratung und vereinfacht die elektrische und mechanische Wartung.

Die Verdichter sind bis zu einer Leistung von ca. 590 kW als Scroll-Kompressoren erhältlich. Höhere Leistungsstufen sind mit robusten Schraubenverdichtern und Druckgasleitung aus Edelstahl ausgestattet - auf Wunsch auch drehzahlgeregelt.

Das flexible Baugrößenkonzept und die kompakte Bauweise erlauben so den Aufbau einer Kälte-Erzeugung mit nahezu beliebigem Redundanzgrad. Auf Wunsch sind die Kaltwassersätze mit doppelter Netzeinspeisung (A+B Einspeisung) und manueller oder automatischer Umschaltung erhältlich. Ergänzend sind auch separate Lastabgänge zur elektrischen Versorgung von Pumpen oder Rückkühlern vorgesehen. Ausgestattet mit der von Stulz entwickelten dynamischen Regel- und Steuertechnik unterstützen die Cyber-Cool-2-Anlagen darüber hinaus eine nahtlose Integration in alle gängigen Gebäude-Management-Software und DCIM-Systeme.

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