Google reicht Service-Mesh-Lösung ein Istio soll Inkubationsprojekt bei CNCF werden

Von Stephan Augsten

Google und das Istio Steering Committee haben „Istio“ als Inkubationsprojekt bei der Cloud Native Computing Foundation eingereicht. Mit Blick auf die Zukunft der eigenen Cloud will Google als Maintainer und Kontributor weiterhin aktiv bleiben.

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Auf Wunsch von Google segelt das „Istio“-Projekt künftig unter der Flagge der Cloud Native Computing Foundation.
Auf Wunsch von Google segelt das „Istio“-Projekt künftig unter der Flagge der Cloud Native Computing Foundation.
(Bild: Google)

Istio ist neben Kubernetes und „Knative“ ein wichtiges Cloud-Native-Projekt und soll deshalb künftig unter der Flagge der CNCF segeln. So zumindest stellt sich Google die Zukunft des Projekts vor, und spricht von einem bedeutenden Meilenstein für Istio und dessen Community.

Istio funktioniert sowohl mit Kubernetes-basierten als auch mit herkömmlichen Workloads und bietet standardisiertes, universelles Traffic-Management, Telemetrie und Sicherheit für komplexe Bereitstellungen. Das Projekt geht auf Googles Zusammenarbeit mit Teams von IBM und Lyft zurück, die im Jahr 2016 begann.

In seiner „vollendeten“ Form wurde Istio dann im Mai 2017, also vor fast fünf Jahren vorgestellt. Version 0.1 bot bereits ein Sidecar-gestütztes Traffic Management sowie Observability- und Richtlinienfunktionen, wie es im Bereich der Service-Meshes üblich ist. Die Version 1.0 erblickte im Juli 2018 das Licht der Welt.

Mit der Veröffentlichung von v1.5 führte Google eine umfassende Umstrukturierung durch und vereinheitlichte die Steuerungsebene in einem einzigen Dienst. Diese Änderung, die auf dem Feedback der Nutzer basiert, reduzierte den Verwaltungsaufwand. „Webassembly“-Plug-ins für Envoy vereinfachten zudem die Erweiterbarkeit des Inzwischen wird von mehr als 20 Anbietern als verwalteter oder gehosteter Dienst angeboten.

Die Einreichung als Incubator Project bei der CNCF soll Istio näher an Kubernetes heranführen. Da Istio für die Zukunft der Google Cloud von zentraler Bedeutung sei, wolle Google nach eigener Aussage weiterhin strategisch in das Projekt investieren: „Wir bei Google glauben, dass die Nutzung von Open Source mit der Verantwortung einhergeht, zum Ökosystem beizutragen, es zu erhalten und zu verbessern.“

Als eines der Mitglieder der Istio-Community begrüßt Solo.io die Entscheidung als einen wichtigen Schritt zur Anerkennung von Istio als „De facto“-Service-Mesh-Lösung. Für die Gründerin und CEO Idit Levine tritt Istio damit in die Fußstapfen von Kubernetes, dem Standard für die Container-Orchestrierung.

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