Standort Spanien im Fokus Spaniens Rechenzentrummarkt wächst weiter – und damit auch die Kritik

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

Spanien zieht weitere Investitionen in Rechenzentren an. Während Edge Mode mehrere Entwicklungsprojekte verkauft und Ferrovial einen Milliarden-Campus plant, wächst an anderen Standorten der Widerstand gegen den Ausbau.

Spanien gewinnt als Rechenzentrumsstandort weiter an Bedeutung. Projekte entstehen längst nicht mehr nur im Raum Madrid, sondern auch in weiteren Regionen des Landes.(Bild: ©  leonidkos - stock.adobe.com)
Spanien gewinnt als Rechenzentrumsstandort weiter an Bedeutung. Projekte entstehen längst nicht mehr nur im Raum Madrid, sondern auch in weiteren Regionen des Landes.
(Bild: © leonidkos - stock.adobe.com)

Edge Mode hat den Verkauf mehrerer Entwicklungsprojekte an Pure Data Centres vereinbart und verhandelt zudem über den Verkauf eines weiteren KI-Rechenzentrumsprojekts an Spark AI Foundry. Parallel steigt der spanische Infrastrukturkonzern Ferrovial mit einem eigenen Milliardenprojekt in den Markt ein.

Pure Data Centres soll vier Entwicklungsstandorte in Cáceres, Vianos sowie Córdoba und Palma del Río übernehmen. Die Projekte befinden sich noch in der Genehmigungsphase und sollen nach Erreichen des Ready-to-Build-Status weiterentwickelt werden. Allein die Standorte Córdoba und Palma del Río könnten langfristig eine Anschlussleistung von bis zu 1,5 Gigawatt (GW) erreichen.

Darüber hinaus hat Edge Mode eine Vereinbarung mit Spark AI Foundry über den geplanten Verkauf eines 300-MW-Rechenzentrumscampus in Mora bei Toledo geschlossen. Das Projekt soll nach Erreichen des Ready-to-Build-Status vollständig übernommen werden.

Ferrovial plant ein 40-MW-Rechenzentrum

Zeitgleich investiert Ferrovial über seine Tochter Ferrovial Digital Infrastructure rund eine Milliarde Euro in einen Rechenzentrumscampus in Alcobendas bei Madrid. Die erste Ausbaustufe umfasst ein Rechenzentrum mit 60 Megawatt (MW) Gesamtleistung, davon 40 MW IT-Leistung. Das Projekt erhält in der Region Madrid den Status eines Vorhabens von besonderem Interesse, wodurch sich das Genehmigungsverfahren beschleunigen soll.

Protest gegen Meta-Rechenzentrum

Der Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten in Spanien stößt allerdings nicht überall auf Zustimmung. Vor allem große Hyperscale-Projekte stehen wegen ihres Flächen-, Energie- und Wasserbedarfs in der Kritik. So protestierten Umweltverbände und Bürgerinitiativen bereits gegen das von Meta geplante Rechenzentrum in Talavera de la Reina, da sie angesichts wiederkehrender Dürreperioden Belastungen für die regionale Wasserversorgung befürchten.

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