Jenseits der Hyperscaler Gartner traut Neoclouds 20 Prozent des KI-Cloud-Marktes zu

Von Daniel Schrader 2 min Lesedauer

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Spezialisierte GPU-Clouds sollen Hyperscalern bis 2030 ein Fünftel des KI-Cloud-Marktes abnehmen. Auch bei Souveränität könnten Neoclouds punkten. Gartners Prognose entspricht rund 53 Milliarden US-Dollar Umsatz, andere Analysten sind noch optimistischer.

Spezialisierte Neoclouds bieten einen scharfen KI-Fokus und suchen sich damit von dem breiten Portfolio der Hyperscaler abzusetzen. Ihr Marktanteil wächst beständig. (Bild:  Daniel Schrader / KI-generiert)
Spezialisierte Neoclouds bieten einen scharfen KI-Fokus und suchen sich damit von dem breiten Portfolio der Hyperscaler abzusetzen. Ihr Marktanteil wächst beständig.
(Bild: Daniel Schrader / KI-generiert)

Gartner prognostiziert, dass „Neocloud“-Anbieter bis 2030 auf 20 Prozent des weltweiten KI-Cloud-Marktes kommen. Das entspräche rund 53,4 Milliarden US-Dollar eines auf 267 Milliarden US-Dollar geschätzten Gesamtmarktes. Als Neoclouds bezeichnet Gartner Cloud-Anbieter, deren Infrastruktur vor allem für KI und High Performance Computing ausgelegt ist.

Die Prognose beschreibt damit einen erheblichen Bedeutungsgewinn spezialisierter GPU-Clouds gegenüber den großen Hyperscalern. Offen bleibt dabei, ob Gartner ausschließlich vermietete Infrastruktur oder auch Plattformdienste und verwaltete KI-Angebote einrechnet. Das erschwert den Vergleich mit anderen Marktprognosen.

Als Wettbewerbsvorteile von Neonclouds nennen Gartner-Analysten eine auf KI zugeschnittene Infrastruktur, flexiblere Bereitstellungsmodelle sowie teilweise niedrigere Preise. Diese Angebote könnten Unternehmen schneller Zugang zu knappen GPU-Kapazitäten verschaffen. Auch eine höhere Leistung bei KI-Workloads sei möglich. Die Prognose weist Neoclouds damit eine Rolle zu, die über kurzfristige Kapazitätsengpässe hinausgeht.

Souveränität bleibt wichtiges Verkaufsargument

Die Gartner-Analyse sieht die Nachfrage nach Datenhoheit als weiteren Wachstumstreiber. Einige Neoclouds böten vertragliche Zusagen, nach denen Daten, Betrieb oder Governance innerhalb nationaler Grenzen verblieben. Solche souveränen Angebote könnten Unternehmen vor extraterritorialen Zugriffen ausländischer Behörden schützen.

Als regulatorischen Treiber führt Gartner neben der Datenschutz-Grundverordnung die ab August 2026 geltenden Transparenzpflichten des EU AI Act an. Die Garnter-Formulierung umfasst allerdings solche vermeintlich souveräne Cloud-Angebote, welche auch Hypercaler anbieten. Auch bei Neoclouds wird es entscheidend bleiben, nicht nur wo die Daten lagern, sondern welchem Rechtsrahmen das Unternehmen angehört.

Gartner empfielt Diversifizierung, Synergy rechnet mit nochmals größerem Wachstum

Gartner empfiehlt Infrastruktur- und Betriebsverantwortlichen, bei der Beschaffung von KI-Kapazität spezialisierte Anbieter zu prüfen. Das könne die Abhängigkeit von einzelnen Hyperscalern verringern und den Zugang zu GPUs verbessern. Zugleich seien zusätzliche technische Kontrollen für Compliance, Datenhoheit und Betriebsstabilität erforderlich.

Andere Marktforscher sind dabei noch einmal optimistischer. Synergy Research Group erwartet bei Neoclouds bis 2030 knapp 180 Milliarden US-Dollar Umsatz. Die Analysten gehen von einem durchschnittlichen Marktwachstum bei Neocloud von 69 Prozent jährlich in den nächsten vier

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