Optimierung der GNU- und GPL-Lizenzkonformität

Initiative für mehr Fairness und Transparenz bei Open-Source-Lizenzen

| Autor / Redakteur: Otto Geißler / Ulrike Ostler

Die GPL-3.0 soll Anwendern die Möglichkeit bieten, Lizenzverletzungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu korrigieren.
Die GPL-3.0 soll Anwendern die Möglichkeit bieten, Lizenzverletzungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu korrigieren. (Bild: gemeinfrei: elianemey/pixabay / CC0)

Suse, CA Technologies, Cisco, Facebook, Google, HPE, IBM, Microsoft, Red Hat und SAP arbeiten daran, Open Source-Lizensierungen besser in den Griff zu bekommen. Dafür sollen zusätzliche Rechte zur Behebung von Open-Source-Compliance-Verletzungen eingeräumt werden.

Die GNU General Public License (GPL) und die GNU Lesser General Public License (LGPL) gehören zu den am weitesten verbreiteten Open Source-Software-Lizenzen. Damit werden neben dem Linux-Kernel auch viele weiter wichtige Softwareprojekte abgedeckt.

Mit der GPL-3.0 wurde ein neuer Kündigungsansatz eingeführt, der den Anwendern die Möglichkeit bietet, Lizenzverletzungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu korrigieren. Der Ansatz soll die Durchsetzung der Lizenzkonformität im Einklang mit den entsprechenden Regularien weiterentwickeln.

Denn Aktivitäten, die auf eine kommerzielle Gewinnerzielung ausgerichtet sind, sind im Open-Source-Bereich nicht vorgesehen. Damit soll das Handling von Open-Source-Lizenzen insgesamt optimiert und die Partizipation an der Entwicklung und Implementierung von Open Source-Software verbessert werden.

Mehr Innovation durch Konformität

„Wir sind davon überzeugt, dass die Förderung von mehr Fairness bei der Einhaltung von Open Source-Lizenzen sowohl die Open Source-Community für Entwickler und Anwender attraktiver machen als auch den Nutzen von Open Source-Software erhöhen wird“, so Nils Brauckmann, CEO von Suse. „Mit der Akzeptanz dieses Lizenzierungsansatzes durch andere GPLv2-Urheberrechtsinhaber wird das daraus resultierende Wachstum im Bereich der Entwicklung und Einführung von Open Source-Software wiederum zu mehr Innovation führen.“

Eileen Evans, stellvertretende General Counsel von Micro Focus, der Muttergesellschaft von Suse, und Vorstandsmitglied der Linux Foundation, sagte: „Es ist ermutigend zu sehen, wie so unterschiedliche Unternehmen hinter dieser gemeinsamen Sache stehen und Fairness bei der Einhaltung von Lizenzrechten begrüßen. Die Initiative wird sowohl das Vertrauen in Open Source stärken als auch das zukünftige Wachstum in diesem Bereich unterstützen.“

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