Frischzellen für alte Hardware; breite Unterstützung von Virtualisierung und Protokollen

Im Test: IGEL Universal Desktop Converter 720LX macht aus PCs Thin Clients

08.03.2010 | Autor / Redakteur: Dr. Götz Güttich / Ulrich Roderer

Igel Universal Desktop verwandelt PCs in Thin Clients
Igel Universal Desktop verwandelt PCs in Thin Clients

Beschließt eine IT-Abteilung, eine Rechnergeneration – beispielsweise wegen des Umstiegs auf ein neues Betriebssystem wie Windows 7 – in den Ruhestand zu schicken, landen die alten Desktops häufig auf dem Müll oder werden verkauft. IGEL bietet mit dem Universal Desktop Converter 720LX eine zweite Karrierechance als Thin Client. Die gleiche Lösung eignet sich auch dazu, ältere Thin Clients diverser Hersteller mit einer aktuellen Desktop-Umgebung zu versorgen.

Stehen der IT-Abteilung noch ältere PC-Systeme oder Thin Clients zur Verfügung, so ist der Universal Desktop Converter 720LX (UDC) die Lösung. Diese Software kommt auf einem USB-Stick und ermöglicht es den Administratoren, auf den alten Rechnern eine Linux-basierte Umgebung zu installieren, die einem IGEL Thin Client entspricht und die den Mitarbeitern alle Funktionen dieses Thin-Client-Systems bereitstellt.

Vor allem die Zahl der serverbasierten Protokolle ist sehr groß, denn die Lösung unterstützt nicht nur RDP, ICA und NX, sondern auch Citrix XenDesktop, Powerterm, SAP, SSH, Thinlinc, Vmware View, Vworkspace und vieles mehr. Darüber hinaus verfügt der Universal Desktop über eine zentrale Management-Suite, um den Verwaltungsaufwand für die IT-Mitarbeiter deutlich zu reduzieren.

Der Test

Im Test installierten wir den UDC zum einen in einer Vmware-basierten Virtual Machine, zum anderen auf einem alten PC mit einer Pentium-III-CPU mit 600 MHz Taktfrequenz, 512 MByte RAM und einer Festplattenkapazität von 30 GByte. Anschließend bauten wir mit dem neu aufgesetzten System Verbindungen zu RDP-Servern unter Windows Server 2003, Windows Server 2008 R2 und Windows 7 auf. Darüber hinaus griffen wir auch noch auf einen NX-Server zu, der unter Centos 5.4 lief. Zum Abschluss des Tests arbeiteten wir dann mit Citrix XenApp-Umgebungen sowie diversen virtuellen Maschinen, die unter Citrix XenServer, Microsoft Hyper-V und VMware ESX zum Einsatz kamen.

Installation

Der UDC 720LX kommt auf einem USB-Stick mit dem IGEL Universal Desktop OS und einer SIM-Karte, die die Lizenzen enthält, die zum Betrieb der Lösung auf den Zielsystemen benötigt werden. Zur Installation der Software ist es zunächst erforderlich, die SIM-Karte in den USB-Stick einzusetzen und dann den Zielrechner von dem USB-Stick zu booten.

Sollte das BIOS des Zielrechners keinen Systemstart von USB-Medien unterstützen, so können die zuständigen Mitarbeiter alternativ auf eine Boot-CD zurückgreifen - ein dafür geeignetes ISO-Image steht auf dem USB-Token ebenfalls bereit. Der UDC benötigt mindestens 512 MByte RAM und läuft ansonsten auf praktisch jedem x86-kompatiblen PC. Darüber hinaus unterstützt das System auch diverse Thin Clients von IGEL, Neoware, Dell und HP. Dank dieser Unterstützung lässt sich auch ältere Hardware (zumindest die letzte Generation) von IGEL und den genannten Dritterstellern auf den aktuellen Universal-Desktop-Stand bringen und in eine homogene Managementumgebung eingliedern.

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