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Confidential Computing für Cloud und KI IBM und AMD entwickeln bald gemeinsam

Redakteur: Ulrike Ostler

IBM und AMD kündigen gemeinsames Entwicklungen an. Bei dem mehrjährigen Abkommen geht um `Confidential Computing´ in hybriden Umgebungen. Dabei wollen die Partner auf einem offenen Software-Ökosystemen für Künstliche Intelligenz (KI) aufbauen und Arbeitslasten in der Cloud beschleunigen.

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Die AMD-Prozessoren, insbesondere die „Epyc“-CPUs kommen ohnehin bereits in HPC-Installationen zum Einsatz. Allerdings besitzt IBM mit den „Power“-Prozessoren auch eigene Komponenten.
Die AMD-Prozessoren, insbesondere die „Epyc“-CPUs kommen ohnehin bereits in HPC-Installationen zum Einsatz. Allerdings besitzt IBM mit den „Power“-Prozessoren auch eigene Komponenten.
(Bild: AMD)

Die gemeinsame Entwicklungsvereinbarung zur Verbesserung und Erweiterung der Angebote beider Unternehmen im Bereich Sicherheit und KI soll auf Open-Source-Software, offenen Standards und offenen Systemarchitekturen aufbauen, um zum Beispiel eine breite Palette von Beschleunigern für das High-Performance Computing (HPC) sowie für unternehmenskritische Fähigkeiten wie Virtualisierung und Verschlüsselung zu unterstützen.

Für viele Unternehmen stellt die Sicherung hochsensibler Daten nach wie vor eine Herausforderung dar. Nach Daten des IBM Institute for Business Value ist Cyber-Sicherheit derzeit sogar die größte Hürde für die Einführung sowie das wichtigste Kriterium für die Auswahl von Cloud-Anbietern.

Auch laut Angaben von Gartner-Analysten beseitigt Confidential Computing potenziell die verbleibende Hürde für die Einführung einer hybriden Cloud für stark regulierte Unternehmen oder Organisationen, die sich Sorgen über den unbefugten Zugriff Dritter auf Daten machen, die in der öffentlichen Cloud genutzt werden. Insofern erschließt Confidential Computing für die hybride Cloud insbesondere in regulierten Branchen wie dem Finanz-, Gesundheits- und Versicherungswesen ein neues Potenzial.

Durch Hardware gestützte Vertraulichkeit

Nach Definition von IBM und AMD ist Confidential Computing eine durch Hardware ertüchtigte Technologie, die es ermöglicht, die mit einer laufenden virtuellen Maschine (VM) verbundenen Daten zu verschlüsseln, auch während der Ausführung von Arbeitslasten. Diese Fähigkeit trage dazu bei, den Zugriff von Möchtegernangreifern und böswilligen Akteuren auf vertrauliche Informationen zu verhindern, selbst im Falle eines Einbruchs.

Dario Gil, Director of IBM Research, kommentiert: „Das Engagement von AMD für technologische Innovation steht im Einklang mit unserer Mission, die Hybrid-Cloud zu entwickeln und ihre Einführung zu beschleunigen, um unsere digitale Welt zu verbinden, zu sichern und mit Strom zu versorgen.“ IBM konzentriere sich darauf, den Kunden durch Forschung, Entwicklung und Skalierung neuer Technologien Wahlmöglichkeiten, Flexibilität und Sicherheit in den hybriden Cloud-Angeboten zu bieten.

Mark Papermaster, Executive Vice President und CTO von AMD. Setzt hinzu: „AMD freut sich darauf, unsere Zusammenarbeit mit IBM im Bereich KI auszuweiten, die Arbeitslasten im Rechenzentrum zu beschleunigen und die Sicherheit in der Cloud zu verbessern.“

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