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Spezial-Schaumstoff schließt Kabellöcher und spart im Rechenzentrum Energie Hanno-Schaumstoff sorgt für besseres Klima unter den Servern

| Redakteur: Ulrike Ostler

Ungewollter Austausch zwischen Warm- und Kaltgängen zählt derzeit zu den großen Schwierigkeiten in der Klimatisierung von Rechenzentren. Das Unternehmen Hanno bietet Abhilfe an: Mit dem Spezial-Schaumstoff „Clima Tect“ von der Hanno Werk GmbH & Co. KG aus Laatzen können RZ-Betreiber verhindern, dass die für die Server-Kühlung vorgesehene Kaltluft durch Kabelöffnungen entweicht. Das spart richtig Geld.

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Der Schaumstoff „Clima Tect“ spart dichtet Energielöcher in Rechenzentren; Bild Hanno
Der Schaumstoff „Clima Tect“ spart dichtet Energielöcher in Rechenzentren; Bild Hanno
( Archiv: Vogel Business Media )

In einem gewöhnlichen Rechenzentrum gehen 35 bis 50 Prozent der elektrischen Energie für Kühlung drauf. Das schätzt das IT-Marktforschungsunternehmen Gartner.

Zwischen 1998 und 2008 hat sich der Energiebedarf von Rechenzentren in Deutschland verfünffacht, wie eine Studie der TU Berlin ergab. Eine 2006 veröffentlichte Studie der US-Umweltbehörde EPA erwartet für 2011, dass ganze drei Prozent des gesamten Stromverbrauchs der USA auf Rechenzentren entfallen.

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Wie die Gartner-Analysten jedoch behaupten, müssen RZ-Betreiber diesem Umstand jedoch nicht als gegeben hinnehmen. Mit besseren Verfahren ließen sich jährlich sechs- bis siebenstellige Kilowattstunden und die damit verbundenen Energiekosten sparen. Sie haben hierzu einen 11-Punkte-Plan ausgearbeitet. Eine der wichtigsten und am schnellsten wirkenden Maßnahme ist darin, die Öffnungen in Doppelböden zu verschließen. Durch das Abdichten lässt sich bis zu 10 Prozent der gesamten Energie, die für die Kühlung notwendig ist, einsparen.

Doppelter Boden sorgt für Verluste

Doch in Rechenzentren werden nun einmal zumeist Doppelböden für die Verkabelung von Netzwerkschränken benutzt. Dadurch sind Kabeldurchführungen in diesen Böden zur Einführung der Kabel in die Schränke unerlässlich. Das Problem besteht darin, dass ein sehr großer Teil der für die Server-Kühlung vorgesehenen Kaltluft durch die Kabelöffnungen entweicht und den statischen Druck im Doppelboden verringert.

Denn obwohl die Klimageräte zunehmend effizienter werden, strahlen die immer leistungsstärkeren Racks gleichzeitig mehr Wärme ab. Ein Hauptproblem ist dabei die Vermischung der Kühlluft mit der heißen Abluft der Anlagen.

Zudem verändern die Verwirbelungen von Warm- und Kaltluft, vor allem durch offene Kabeldurchführungen im Doppelboden, die Ströme sowie den Druck im Bodenzwischenraum, durch den Austausch wird zudem die Kühlluft erwärmt. Die Kühlung der Server wird gestört und es bilden sich so genannte Hotspots, Hitzeansammlungen, die zu Fehlfunktionen bis hin zum Ausfall der Server führen können.

weiter mit: Die Luft bleibt, wo sie hingehört

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