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Green-IT: Best Practice: Idee der grünen IT erfolgreich realisiert Hamburger INFO AG senkt Energieverbrauch in Rechenzentren um 20 Prozent

| Redakteur: Ulrich Roderer

Das Hamburger Unternehmen INFO AG demonstriert, dass ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit zusammengehen: Durch den Einsatz innovativer Technologien und kontinuierliche Optimierung der Infrastruktur hat es den den Energieverbrauch seiner Rechenzentren um mehr als 20 Prozent gesenkt.

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Die Info AG optimiert ihre Rechenzentren und senkt Stromvrebrauch um 20 Prozent.
Die Info AG optimiert ihre Rechenzentren und senkt Stromvrebrauch um 20 Prozent.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Unser Konzept vereint Zuverlässigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit mit umweltgerechter Nachhaltigkeit. Wir haben unsere komplette Infrastruktur – von der Gebäudetechnologie über Stromversorgungs-, Kühl- und Kontrollsysteme bis zum Rack-Layout – geprüft und nach Kriterien der Energieeffizienz optimiert“, sagt Thomas Stoek, Vorstandsmitglied der Hamburger INFO AG.

„Bei unserer Analyse“, sagt Frank Wehmeier, Leiter System & Datacenter Services der INFO AG „wurde schnell deutlich, dass lediglich 60 Prozent des Energieverbrauchs durch die IT-Geräte selbst bedingt sind, die restlichen 40 Prozent entfielen auf Klimatisierung und USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung). Es folgte eine umfassende Analyse der thermischen Ist-Zustände und deren Angleichung an den optimalen Soll-Zustand. So konnten wir etwa die Anordnung der Warm- und Kaltgänge mit Kühlluftzuführung über Doppelboden noch einmal verbessern.“

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Sorgfältige Messungen sind dabei unverzichtbar. Für viele Rechenzentren trifft nämlich zu, ein großer Prozentsatz der erzeugten Kühlluft nicht zu ihrem Bestimmungsort gelangt, nämlich zur Hardware in den Racks. Aber die Optimierung der Kühlungsverfahren war längst nicht alles: „Ein weiterer wesentlicher Ansatzpunkt zur Reduzierung des Energieverbrauchs bestand in der konsequent weitergeführten Optimierung der Hard- und Software. Denn jedes Watt an Leistung, das gespart wird, braucht nicht gekühlt werden oder über USV abgesichert werden“, so Wehmeier.

Konsolidierung und Virtualisierung

Serverkapazitäten werden nach ihren Betriebsspitzen austariert – die jedoch nur selten erreicht werden: Ein gängiger Richtwert besagt, dass rund um die Uhr laufende Server durchschnittlich nur bis zu 20 Prozent ausgelastet sind. Niedrige Auslastung aber bedeutet niedriger Wirkungsgrad und unnötigen Stromverbrauch. Hier steuerte die INFO AG bereits früh mittels Virtualisierung und Konsolidierung gegen. Virtualisierung bedeutet Entkopplung von Anwendungen und Hardware, so dass Anwendungen, die bisher auf verschiedenen Rechnern liefen, sich auf wenigen Rechnern konzentrieren lassen. Diese dynamische Ressourcenzuweisung führt zu einer höheren Auslastung und erlaubt Konsolidierung, die effiziente Nutzung der Infrastruktur. So können in Schwachlastzeiten nicht benötigte Server beziehungsweise komplette Schrankreihen abgeschaltet werden.

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