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150 Prozent mehr Cloud-Kapazitäten am Standort Biere Grundsteinlegung bei T-Systems für Ausbau des Cloud-Datacenter

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Telekom-Cloud wächst und braucht mehr Platz: Rund 600 Großkunden nutzen derzeit Cloud-Dienste von T-Systems, die Großkundensparte der Deutschen Telekom, darunter Konzerne wie Shell und Daimler. Im Jahr 2014 gingen die Zwillings-Rechenzentren in Biere und dem nahen Magdeburg in Betrieb. Heute war erneut Grundsteinlegung, und zwar für die Erweiterung des Cloud-Rechenzentrums in Biere.

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Heute war Grundseinlegung für die Rechenzentrumserweiterung der Telekom in Biere. Es zeigt von links nach rechts: Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident Sachsen-Anhalt, Dr. Ferri Abolhassan, Geschäftsführer T-Systems & Telekom Security, sowie Johannes Graf, Ed. Züblin AG. Eine Drohne transportiert die Zeitkapsel zum Grundstein.
Heute war Grundseinlegung für die Rechenzentrumserweiterung der Telekom in Biere. Es zeigt von links nach rechts: Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident Sachsen-Anhalt, Dr. Ferri Abolhassan, Geschäftsführer T-Systems & Telekom Security, sowie Johannes Graf, Ed. Züblin AG. Eine Drohne transportiert die Zeitkapsel zum Grundstein.
(Bild: Deutsche Telekom AG)

Im Verbund der weltumspannenden Rechenzentrums-Infrastruktur der Deutschen Telekom nimmt nach Angaben des Unternehmens der Zwillingsstandort Magdeburg/Biere die Rolle eines wichtigen Datendrehkreuzes ein. Mit der Errichtung von drei weiteren Rechenzentrums-Modulen werden die Cloud-Kapazitäten am Standort Biere um 150 Prozent erweitert. Die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2018 geplant.

T-Systems baut an.
T-Systems baut an.
(Bild: T-Systems International)

Ferri Abolhassan, Geschäftsführer T-Systems, verantwortlich für IT Division und Telekom Security, führt aus: „Das Rechenzentrum in Biere hat sich im nationalen und internationalen Markt so gut etabliert, dass die derzeitigen Kapazitäten schon ausgebucht sind.“ Er setzt hinzu: „Das zeigt, dass High-Tech-Projekte wie unser digitales Herz Europas am Standort Deutschland möglich sind. Wir beweisen damit auch, dass sich solche Investitionen hierzulande auszahlen und dadurch Technologie-Kompetenz in Deutschland gehalten wird. Jetzt konzentrieren wir uns weiter darauf, eine IT ohne jegliche Ausfälle zu bieten. Das ist der Wunschtraum unserer Branche und wir wollen diejenigen sein, die dem am nächsten kommen.“

Höchster Datenschutz und niedrigster Energieverbrauch

Für den zweiten Bauabschnitt des „High-Tech Fort Knox“ gelten unverändert strenge Datenschutz-Maßstäbe: Die Gebäude sind durch moderne Sicherheitsanlagen geschützt und der Zutritt wird streng kontrolliert. Der Zugang zu den Servern ist nur über Hochbrücken möglich. Leistungsstarke Notstromaggregate sichern die Stromversorgung ab. Darüber hinaus schütze die Telekom ihre Netze und Rechenzentren auf höchstem technischen Niveau vor Hacker-Angriffen und Cyber-Attacken, so das Unternehmen.

Der Neubau wird mit knapp 30 Prozent weniger Energiebedarf gegenüber vergleichbaren Einrichtungen auskommen und einen Energiemix mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien nutzen. Das Niedrigenergie-Rechenzentrum erreicht einen PUE-Wert (Verhältnis der insgesamt verbrauchten Energie zum Energieverbrauch der Rechner) von 1,3. Ältere Rechenzentren kommen auf 1,8 und mehr.

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Deutsche Telekom führender Cloud-Anbieter

In der aktuellen Cloud-Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner ist T-Systems zum sechsten Mal in Folge im Führungsquadranten für Europa platziert. Dabei werden die Anbieter von Cloud-Diensten anhand der Kriterien strategische Weitsicht und Umsetzungsfähigkeit bewertet. T-Systems zählt im Bereich der Kundenzufriedenheit im dritten Jahr in Folge zu den besten zehn Prozent aller ICT-Service Provider.

Auf der Huawei-Hausmesse "Connect 2016" kündigte T-Systems an, man wolle mithilfe der technischen Partnerschaft in Belangern der Open Telekom Cloud (OTC) mit dem chinesicshen IT-Infrastrukturanbieter die Nummer 5 der B2B-Cloud-Anbieter werden.

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Telekom bringt Salesforce zum Kampfpreis

Ab Herbst will die Deutsche Telekom die CRM-Lösungen Salesforce Sales Cloud und Service Cloud aus zertifizierten, deutschen Rechenzentren anbieten – und das zur Einführung teilweise 50 Prozent billiger als üblich.

Mit Sonderkonditionen will die Deutsche Telekom kleine und mittlere Unternehmen für die ab Herbst angebotenen Salesforce-Anwendungen begeistern. Folgende Produkte werden aus zertifizierten deutschen Rechenzentren bereitgestellt und richten sich an Firmen mit maximal 2.500 Mitarbeitern:

„Sales Cloud“, eine Lösung mit der Nutzer ihr Kundenkontaktmanagement kostenbewusst professionalisieren sollen. Das umschließe einen detaillierten Überblick über Kunden, einschließlich Angaben zu Aktivitätsverlauf sowie wichtige Kontakte, Kundenkommunikation und interne Account-Besprechungen. Vertriebsmitarbeiter könnten zudem auch von unterwegs ihre Projekte vorantreiben. Sie haben Zugriff auf ihre Vertriebsaktionen, protokollieren Gespräche, erstellen und aktualisieren Verkaufschancen oder schließen Vertriebsaufgaben ab.

„Service Cloud“, eine Support-Anwendung mit der Anwender ihren Kunden immer die richtigen Antworten auf ihre Fragen geben könnten – über alle Kanäle, inklusive Mobilgerät. Noch besseren Kundenservice gebe es über Tools für den vorausschauenden Support, mit denen Unternehmen Probleme beheben, bevor sie auftauchen.

Pro Nutzer und Monat verlangt die Deutsche Telekom 47,00 Euro für das jeweilige Standard-Komplettpaket respektive 59,50 Euro für das Komfort-Komplettpaket – das entspreche Ersparnissen von teilweise über 50 Prozent. Das Angebot gilt bis zum 15. Januar 2017 und bei einer Abnahme von 20 bis 300 Lizenzen – Bestandskunden sollen auch nach dem Stichtag weitere Lizenzen zum Sonderpreis nachträglich buchen können.

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