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Sicherer Datenaustausch nach Referenzmodell German Edge Cloud ist IDS-ready und Gaia-X-konform

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die German Edge Cloud GmbH & Co. KG ist Spezialist für IIoT-, Cloud- und Edge-Computing. Das Angebot zielt mit dem Produkt „Oncite“, ein Edge-Cloud-Rechenzentrum, auf den sicheren und souveränen Datenaustausch für Unternehmen. Nun unterstützt das Unternehmen die Initiative „International Data Spaces“ (IDS) der Fraunhofer-Gesellschaft.

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Die International Data Spaces-Initiative hat die Souveränität über der Untermehmensdaten im Blick.
Die International Data Spaces-Initiative hat die Souveränität über der Untermehmensdaten im Blick.
(Bild: gec.io)

Die IDS-Initiative ist inzwischen zur Verstetigung der Aktivitäten in einen eingetragenen Verein, der International Data Spaces Association (ISDA) überführt worden. Dieser wurde am 26. Januar 2016 in Berlin gegründet. Sie ermöglicht die Kennzeichnung „IDS-ready“, wenn ein Produkt der Referenzarchtiktur der Intitiative entspricht.

Die IDS-Architektur ermöglicht es, Daten in einem sicheren Datenraum auszutauschen und deren Verwendung auf den vereinbarten Einsatzzweck zu beschränken. IDS-Teilnehmer entscheiden selbst, wer die Daten sieht, wer sie nutzen darf, wie sie genutzt werden oder was sie kosten.

Ertan Mutlu, Sales- und Marketing-Director der German Edge Cloud, erläutert: „In vielen Branchen ist zunehmend ein Supply-Chain-übergreifender Datenaustausch erforderlich.“ Bisher scheuten sich noch viele Unternehmen davor, ihre Daten zu teilen. Doch Gerade in der Automobilindustrie sei dies eine zentrale Anforderung; denn die Zulieferer stünden vor der Herausforderung, ihre Daten künftig an digitale Produktionsplattformen von Automobilherstellern wie VW und BMW übertragen zu müssen. „Daraufhin ergibt sich für viele Zulieferer die Frage, wie sie die Anforderungen der Hersteller erfüllen können“, so Mutlu.

Ein kompaktes Rechenzentrum

Oncite könne einen Baustein dafür liefern. Das Plug-and-Produce-Produkt basiert auf einer hochverfügbaren und skalierbaren Edge-Cloud-Technologie in Form eines kompakten Rechenzentrums.

Es ermöglicht, Daten vernetzter Fabriken in Echtzeit und hochsicher für digitale Prozesse wertschöpfend nutzbar zu machen, zum Beispiel industrielle KI und Industrial Track and Trace. Dabei lassen sich die generierten Daten zum einen vor Ort in Oncite verarbeiten und speichern. Zu anderen lässt sich auf Wunsch ein Datenaustausch mit einer Public-Cloud bewerkstelligen, obwohl die Unternehmen die volle Souveränität über ihre Daten behalten.

Onsite darf nun diese Kennzeichnung tragen. Damit agiert die German Edge Cloud GmbH & Co. KG zudem konform zur Mission der Gaia-X-Organisation, deren Gründungsmitglied sie ist, stellvertretend für seine Muttergesellschaft Friedhelm Loh Group.

Ein Connector für Vertraulichkeit

German Edge Cloud hat nun den IDS-Prüfungsprozess erfolgreich durchlaufen und darf die Kennzeichnung „IDS-ready“ tragen. Außerdem hat das Unternehmen mit dem „IDS Connector“ eine spezielle Benutzerschnittstelle entwickelt, die den Datenaustausch überwacht und kontrolliert. Schnittstellen und Datenformate werden dann über den so genannten Trusted Supplier Connector abgefragt.

Mit der IDS-Schnittstelle können Auswertungen vor Ort in einem „Trusted Execution Environment“ ausgeführt werden, um die Daten für eigene und OEM-seitige Systeme verwertbar zu machen. Die Ergebnisse lassen sich über auditierbare, sichere Übertragungswege über den IDS-zertifizierten Trusted Supplier Connector auch an Dritte, zum Beispiel OEMs undProdukthersteller übermitteln, womit etwa die Anforderung an die Zulieferer der Automobilindustrie erfüllt wird. Mit dem „Integration Service“ lassen sich so beispielsweise Zulieferwerke einfach an die Industrial Clouds der OEMs und anderer andocken.

Mitbegründer der Gaia-X-Organisation

German Edge Cloud unterstützt damit auch die Ziele und Weiterentwicklung des europäischen Digital-Großprojektes Gaia-X. Die Friedhelm Loh Group, respektive Professor Dr. Friedhelm Loh hat das im vergangenen Herbst von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gestartete europäische Großprojekt mit ins Leben gerufen. Neben der German Edge Cloud gehören elf weitere deutsche und elf französischen Unternehmen, Institutionen und Vereinigungen zu den Gründungsmitgliedern. Dazu zählen unter anderem die Fraunhofer-Gesellschaft, Atos, Bosch, die Deutsche Telekom, SAP, BMW und Siemens.

Das Ziel ist der Aufbau einer europäischen Dateninfrastruktur zur sicheren Digitalisierung und Vernetzung der Industrie, des Finanz- und Gesundheitswesens. Seit dem 4. Juni hat sich zu diesem Projekt eine handlungs- und rechtsfähige Organisation formiert.

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