Sparc M12

Fujitsu und Oracle präsentieren die derzeit höchste CPU-Leistung pro Kern

| Redakteur: Ulrike Ostler

Als so genannte Building Blocks lässt sich das High-end-System des „Sparc M12-2S“ bis zu einem System aus 16 Blocks skalieren.
Als so genannte Building Blocks lässt sich das High-end-System des „Sparc M12-2S“ bis zu einem System aus 16 Blocks skalieren. (Bild: Fujitsu)

Seit drei Jahrzehnten bauen Fujitsu und Oracle zusammen nun Sparc-Rechner. Mit dem Server „Fujitsu Sparc M12“ haben sie nun jüngste Ergänzung zur Reihe der Unternehmens-Server von Fujitsu vorgestellt – für das „Echtzeitgeschäft“.

Mit den Fujitsu-Prozessoren „Sparc 64 XII“ erreichen die Sparc M12-Server derzeit die weltweit höchste CPU-Leistung pro Kern und eine bis zu 2,5-fach bessere Core-Performance im Vergleich zu ihren Vorgängermodellen der „M10“-Serie. Damit bieten sie eine erhebliche Verbesserung der Datenbank-Auslastung – von geschäftskritischen Systemen on-premise bis zur Verarbeitung von Big Data in der Cloud.

Mit der Sparc-Architektur unterstützen die Server die Sicherheit und Skalierbarkeit des Unix-Betriebssystems „Oracle Solaris“ sowie die „Oracle VM Server“ für die Sparc-Virtualisierungssoftware. Die Sparc M12 Server sind ab sofort weltweit als Modell „Sparc M12-2“ mit zwei Prozessoren und als Modell „Sparc M12-2S“, das stufenweise auf bis zu 32 Prozessoren erweitert werden kann, verfügbar.

Der Server „Sparc M12-2“ ist mit mit zwei Prozessoren bestückt.
Der Server „Sparc M12-2“ ist mit mit zwei Prozessoren bestückt. (Bild: Fujitsu)

Mit dem M-12-System adressieren Fujitsu und Oracle insbesondere den Markt für Internet of Things (IoT), Big Data und Artificial Intelligence (AI). Es soll helfen, die riesigen Datenmengen zu verarbeiten und zwar schneller als je zuvor und das zu einem möglichst geringen Preis, der für das Management und den Betrieb aufgewendet werden muss.

Weitere Features von Fujitsu Sparc M12

Dem System liegt unter anderem das Prinzip „System on a Chip” zugrunde, das bereits im Vorgängermodell M10 zu finden war. Dabei übernimmt ein Prozessor, der Sparc 64 XII, Aufgaben, die ansonsten per Software ausgeführt werden: Dezimalarithmetik, Kryptografie und Kopiervorgänge. In der In-Memory-Verarbeitung konnte Fujitsu bereits beim Vorgänger die Anzahl simultaner Suchen auf Basis der der Oracle-Technik verdoppeln werden.

Rechnen ist eine heiße Sache. Deshalb ist die Kühlung der Sparc-Rechner kein unwesentliches Detail. Fujitsu verwendet „Vapor and Liquid Loop Cooling” (VLLC). Die Technik ist in Japan und den Staaten zum Patent angemeldet.

Die Methode umfasst Verdunstungskühlung auf der Basis einer Kühlflüssigkeit, die mithilfe einer Pumpe zirkuliert. Die Flüssigkeit wird dabei zu Dampf und wieder flüssig. Der Effekt ist, dass sich die Effizienz nahezu verdoppelt oder umgekehrt gesagt: Im Vergleich zu den Vorgängersystemen „Fujitsu M10-4“ und „Fujitsu M10-4S“ lässt sich der Temperaturanstieg halbieren, obwohl die CPU eine vergleichbare Hitze erzeugt.

Das High-end-Modell „Fujitsu Sparc M12-2S” erlaubt einen stärkeren Grad der Skalierbarkeit über so genannte Building Blocks. Das Maximum beträgt 16 Building Blocks, die sich zu einem einzigen System zusammenfügen lassen. Damit können über 3.000 CPU-Threads generiert beziehungsweise verarbeitet werden.

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