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Ori Industries kooperiert mit Edgeconnex Für eine föderierte IoT-Cloud

| Autor: Ulrike Ostler

Es soll der Grundstein für den Aufstieg einer neuen Generation von Internet of Things (IoT), 5G, Gaming und anderen Edge-abhängigen Diensten in Europa sein: Edgeconnex, Pionier in der Entwicklung von Edge-nahen Rechenzentren, und Ori Industries, das Unternehmen hinter der Edge-Cloud-Plattform OGE (Ori Global Edge), arbeiten zusammen. Ori wird seine Plattform in drei Edgeconnex Rechenzentren in Amsterdam, München und Warschau einsetzen.

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In dem Münchner Rechenzentrum „EDCMUC01“ stehen laut Website insgesamt 2,4 Megawatt N+1 Kapazität zur Verfügung.
In dem Münchner Rechenzentrum „EDCMUC01“ stehen laut Website insgesamt 2,4 Megawatt N+1 Kapazität zur Verfügung.
(Bild: Edgeconnex)

Die Partnerschaft von Edge Connex und Ori Industries soll dazu beitragen, viele der gemeinsamen Herausforderungen zu erleichtern, mit denen Entwickler konfrontiert sind, wenn sie versuchen, auf Rechen-, Speicher- und Netzwerkressourcen zuzugreifen und diese über verteilte Netzwerke verschiedener Anbieter zu orchestrieren. Denn die Bereitstellungen in Warschau, München und Amsterdam seien lediglich die ersten.

Das Angebot adressiert insbesondere Entwickler. Die Ori-Plattform ermöglicht Anwendungsentwicklern den Zugriff auf Tausende von hochverfügbaren und weit über mehrere Regionen verteilten Edge-Computing-Ressourcen. Sie können die infrastrukturunabhängige Softwareplattform nutzen, um Workloads nahtlos entlang eines Spektrums, das von der Cloud bis zum Netzwerkrand reicht, zu platzieren. Durch die Partnerschaft mit Kommunikationsdienstleistern (CSPs), Unternehmen, privaten und öffentlichen Clouds und intelligenten Städten führt Ori mehrere Computerressourcen in einer föderierten Cloud-Umgebung zusammen, die die Entwickler zur Bereitstellung der Anwendungen der Zukunft nutzen können.

Ori-Industries-CEO Mahdi Yahya ist ein Unternehmer, Investor und Führungskraft im Bereich Telekommunikation. Er hat über zehn Jahre lang Netzwerke in Rechenzentren auf der ganzen Welt aufgebaut und hochkarätige Teams in Branchen wie Telekommunikation, Design und Technologie geleitet.
Ori-Industries-CEO Mahdi Yahya ist ein Unternehmer, Investor und Führungskraft im Bereich Telekommunikation. Er hat über zehn Jahre lang Netzwerke in Rechenzentren auf der ganzen Welt aufgebaut und hochkarätige Teams in Branchen wie Telekommunikation, Design und Technologie geleitet.
(Bild: Ori Industries)

Mahdi Yahya, CEO von Ori Industries, sagt: „Wir glauben, dass die Art und Weise, wie Software und physische Infrastruktur zusammenwirken, autonom, intelligent und flexibel sein muss. Die nächste Generation der Cloud wird durch Zusammenarbeit vorangetrieben. Im Moment klafft jedoch eine Lücke zwischen den Bedürfnissen von IT-Entwicklern und den Geschäftsmodellen von MNOs und anderen Telekommunikationsunternehmen. Unsere Technologie verschmilzt beide und schafft ein Ökosystem, das Infrastrukturanbietern die notwendigen Werkzeuge an die Hand gibt, um ihren Fußabdruck in verteilte Edge-Clouds zu verwandeln, die sofort bereit sind, Anwendungen auf schnelle, flexible und intelligente Weise zu betreiben.“

Von hyperlocal bis hyperscale

Edge Connex stellt weltweit eine Palette von Rechenzentrumsdiensten bereit, von Hyperlocal bis Hyperscale, von zweckbestimmt bis maßgeschneidert, um eine Auswahl an Standorten, Größen und Anlagentypen zu bieten. Das Unternehmen will Flexibilität, Konnektivität für ein breites Spektrum an Branchen, wie Content, Cloud, Netzwerke, Gaming, Automotive, SaaS, IoT, HPC und Security bieten.

Im Dezember vergangenen Jahres kündigte das Unternehmen Verbindungen zu „Microsoft Azure Express Route“, um Performance-Herausforderungen, im Sinne von „Cloud Access to the Edge“ für Münchner Unternehmen.

Azure Express Route ermöglicht Benutzern private Verbindungen zwischen ihren IT-Implementierungen und den globalen Rechenzentren von Microsoft. Mit dem Carrier-neutralen Edgeconnex-Angebot in München fungiert der Anbieter jetzt als „Direct Edge Cloud-On-Ramp“-Knoten, der es Kunden ermöglicht, Verbindungen zu Microsoft-Services, darunter „Microsoft Office 365“ und „Microsoft Dynamics 365“, herzustellen.

Das ist durchaus nicht selbstverständlich. „Historisch gesehen mussten sich lokale Unternehmen in München für eine direkte, private Anbindung an Microsoft Azure an den nächsten Cloud-On-Ramp-Knoten in Frankfurt anschließen, der über 400 Kilometer entfernt ist“, so Phillip Marangella, Chief Marketing Officer bei Edgeconnex. Seinen Ausführungen zufolge hat sich das auf die Kosten, die Leistung und die Zuverlässigkeit der Anwendungen ausgewirkt, was letztlich zu einer begrenzten Nutzung von Cloud-Services geführt habe.

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Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin, DataCenter-Insider