Sourcing-Alternative für Datacenter Facility as a Service - ein neues HP-Betriebsmodell für Rechenzentren

Redakteur: Ulrike Ostler

HP stellt mit „Facility as a Service“ (FaaS) eine Sourcing-Alternative für Rechenzentren vor. Der Dienst soll Unternehmen in der Lage versetzen, ihre IT und Rechenzentrumsfläche selbst zu betreiben, ohne ein eigenes Rechenzentrum bauen zu müssen.

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Eigene Rechenzentren sind teuer - HP bietet nun Facility as a Service (FaaS)
Eigene Rechenzentren sind teuer - HP bietet nun Facility as a Service (FaaS)
(Bild: HP Deutschland)

Die Idee: Mit HP FaaS können Unternehmen die eingesparten Mittel in andere Unternehmensbereiche investieren oder damit die Betriebskosten des Rechenzentrums abdecken. Dazu wird der Service nach Angaben von HP ausschließlich von professionellen, lizensierten Ingenieuren erbracht. Generell ist HP FaaS ab sofort weltweit verfügbar. In den USA etwa werden diese Serviceleistungen von EYP Mission Critical Facilities, Inc. ("EYP MCF") angeboten, einer Tochtergesellschaft von HP.

FaaS gehört zu den professionellen Ingenieursdienstleistungen von HP.
FaaS gehört zu den professionellen Ingenieursdienstleistungen von HP.
(Bild: HP Deutschland)

Zum Hintergrund: Cloud-Strategien, Big Data und andere Trends in der IT erhöhen den Bedarf an Rechenzentren, die den heutigen IT-Anforderungen gerecht werden. Unternehmen stehen vor der Wahl: Sie können ihre Rechenzentren modernisieren oder neue aufbauen; alternativ nutzen sie Cloud-Lösungen, Colocation oder eine Kombination aus beidem.

Wegen der hohen Investitionskosten, die für den Aufbau eines eigenen Rechenzentrums anfallen, entscheiden sich viele Unternehmen dafür, dieses auszulagern. Bei Co-Location-Modellen fallen keine Erstinvestitionen an, sondern monatlich festgelegte Raten. Solche Modelle sind allerdings oft unflexibel und erlauben Nutzern wenig Kontrolle.

Die Alternative zu Cloud und Co-Location

Ein Rechenzentrum selbst zu bauen ist jedoch teuer: Nach Angaben von Forrester belaufen sich die anfänglichen Kosten oftmals auf mehrere Millionen Dollar. Diese decken den Aufbau des Rechenzentrums sowie den Ausbau der IT-Kapazitäten ab. Zusätzlich zu den Erstausgaben fallen laufende Betriebskosten für Strom, Personal und Instandhaltung an.

Forrester schätzt die Gesamtkosten für Aufbau und Verwaltung eines traditionellen Rechenzentrums auf über 59 Millionen Dollar. Die Angaben beruhen auf der Untersuchung von Forrester „Build or co-locate? The ROI of your next data center vom August 2013.

HP FaaS soll eine kostengünstige Alternative zu einem unternehmenseigenen Rechenzentrum oder Colocation sein. Durch einen modularen Ansatz werden die Rechenzentren entsprechend den aktuellen spezifischen Kundenanforderungen hinsichtlich Kapazität, Ausfallsicherheit und Bereitstellung aufgebaut.

IT- und Facility-Ressourcen nach Bedarf

Die Maxime: Sie bieten den gewünschten Umfang zum gewünschten Zeitpunkt. Dafür zahlt der Kunde im Rahmen des Servicevertrags eine monatliche Rate. Er betreibt sein Rechenzentrum selbst und verfügt über alle Vorteile des unternehmensgeführten Modells wie Kontrolle und Sicherheit.

Zusätzlich hat der Kunde die Möglichkeit, das Rechenzentrum nach Bedarf zu skalieren. HP übernimmt die Instandhaltung des Rechenzentrums, so dass ein Unternehmen seine IT-Ressourcen auf Innovationen ausrichten kann, die das Geschäft vorantreiben.

Ein so geannter "POD": Performance Optimized Data Center von HP
Ein so geannter "POD": Performance Optimized Data Center von HP
(Bild: HP Deutschland)

Mit HP Facility as a Service sparen Kunden Anfangsinvestitionen in Millionenhöhe ein. Die Kosten für den Aufbau eines Rechenzentrums sind im Servicevertrag enthalten, der auf fünf Jahre ausgelegt ist. HP bedient dabei mit seinem modularen Rechenzentrum die genauen Kundenanforderungen hinsichtlich Kapazität und Bereitstellung. Das Angebot umfasst das „HP Flexible Data Center“, das „HP Performance Optimized Data Center“ (POD) sowie weitere modulare Lösungen, um wichtigen Anforderungen hinsichtlich Stellfläche, Leistung, Kosten und der Zeit für die Inbetriebnahme gerecht zu werden.

"Früher hatten Unternehmen bei der Wahl der richtigen Sourcing-Strategie für ihr Rechenzentrum zwar einige Optionen. Jedoch hatten alle ihre Nachteile", sagt Rick Einhorn, Vice President des Bereichs Technology Services Data Center Consulting bei HP. "Heute bietet HP Facility as a Service Unternehmen und Behörden neue Möglichkeiten: CFOs können die Beträge, die zuvor für Investitionen vorgesehen waren, zur Deckung von Betriebskosten einsetzen. CIOs erhalten ein selbst betriebenes Rechenzentrum, das sich flexibel an das Unternehmenswachstum anpasst."

Ein POD im Modell; das steht im HP-Labor Grenoble.
Ein POD im Modell; das steht im HP-Labor Grenoble.
(Bild: Ostler)

HP verfügt über erfahrene Berater für den Bereich kritische Anlagen und Ingenieure, die über 6 Millionen Quadratmeter Rechenzentrumsfläche und über zwei Drittel aller Rechenzentren mit LEED-Gold- und LEED-Platin-Zertifizierung konzipiert haben.

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