Studie von Compuware zum Computing mit Großrechnern

Fachkräftemangel im Mainframe Umfeld – Was tun?

| Autor / Redakteur: Maurice Groeneveld / Ulrike Ostler

Nur wenige junge IT-Absolventen interessieren sich für den Mainframe; die Alten dürfen nicht loslassen.
Nur wenige junge IT-Absolventen interessieren sich für den Mainframe; die Alten dürfen nicht loslassen. (Bild: IBM und Rainer Sturm / pixelio.de)

Vor allem bei vermeintlich älterer Technik wie dem Mainframe ist die Suche nach jungen, gut ausgebildeten Arbeitskräften inzwischen sehr schwierig. Doch die meisten Unternehmen besitzen nach wie vor keine Strategie, um dieser Gefahr zu begegnen, wie eine weltweite CIO-Umfrage von Compuware belegt.

Im Vergleich zu einer Erhebung von 2011 gibt es nur etwas mehr Unternehmen, die einen konkreten Plan gegen den Fachkräftemangel besitzen. Um ausreichend vorbereitet zu sein, sollte zum Beispiel im ersten Schritt durch ein entsprechendes Reifemodell der aktuelle Status analysiert werden, um so Veränderungsprozesse anzustoßen.

Viele Experten glauben, dass die Mainframe-Nutzung sinkt. Doch 81 Prozent der an der Studie teilnehmenden CIOs weltweit sowie 78 Prozent in Deutschland gehen davon aus, dass Mainframe-Anwendungen auch in den nächsten zehn Jahren eine bedeutende Rolle in Unternehmen spielen. Dies liegt vor allem am zunehmenden Einsatz von Cloud Computing.

Ruhestand ist ein Problem

Doch da in Kürze viele Mainframe-Experten in den Ruhestand gehen, befürchten 66 Prozent der Befragten, in Deutschland 62 Prozent, dass sie vorhandene Anwendungen nicht mehr betreiben können und dadurch Geschäftseinbußen erleben. So erwarten weltweit jeweils 61 Prozent eine geringere Produktivität sowie ein höheres Anwendungsrisiko, 56 Prozent häufigere Überschreitungen der Projektlaufzeit.

Trotz dieser Bedenken glauben 40 Prozent sowie in Deutschland sogar die Hälfte der Befragten, sie seien sehr schlecht auf den Mainframe-Fachkräftemangel vorbereitet. Im Vergleich zu 2011 hat sich die Situation nur unwesentlich verbessert, da hier 46 Prozent der CIOs keinen konkreten Plan besaßen.

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