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AMD Epyc 7F32, 7F52 und 7F72 Epyc-Hochgeschwindigkeits-CPUs für HPC, HCI und Datenbanken

Autor: Klaus Länger

Für bestimmte Server-Anwendungen ist eine hohe Taktfrequenz wichtiger als viele Prozessorkerne. Diesen Markt will AMD mit den „Epyc“-CPUs der „7Fx2“-Modellreihe bedienen, die beim Basistakt bereits zwischen 3,2 und 3,7 Gigahertz (GHz) erreichen.

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Weniger Kerne, aber dafür höhere Frequenz: Die Epyc-7Fx2-Modelle mit 8, 16 oder 24 Cores arbeiten mit einem um 500 MHz höheren Boost-Takt.
Weniger Kerne, aber dafür höhere Frequenz: Die Epyc-7Fx2-Modelle mit 8, 16 oder 24 Cores arbeiten mit einem um 500 MHz höheren Boost-Takt.
(Bild: AMD)

AMD hat derzeit bei der maximalen Anzahl von Prozessorkernen in Server-Prozessoren klar die Nase vorn. Bis zu 64 Cores und 128 Threads stecken in den Epyc-Prozessoren der Zen-2-Generation mit dem Codenamen „Rome“.

Es gibt aber auch Server-Anwendungen, die eher nach einer möglichst hohen Taktfrequenz verlangen, statt nach vielen Kernen. Dazu zählen einige Workloads aus dem kommerziellen HPC-Bereich, hyperkonvergente Infrastrukturen und auch relationale Datenbanken. Hier spielt auch eine Rolle, dass die Lizenzen pro Core abgerechnet werden und so eine CPU mit hohem Takt und weniger Cores erheblich Geld spart.

Epyc-7Fx2-CPUs mit 8, 16 und 24 Cores

AMD bringt drei Epyc-Modelle mit stark erhöhter Basis-Taktfrequenz auf den Markt: „7F32“, „7F52“ und „7F72“. Der 7F32 mit 8 Cores arbeitet mit einer Basis-Taktfrequenz von 3,7 GHz und einem Boost-Takt von bis zu 3,9 GHz.

Der 128 MB große L3-Cache entspricht dem Epyc 7262, der aber mit einer 500 MHz geringeren Taktfrequenz arbeitet. Der 7F52 ist im Prinzip eine Variante des 7302 mit 3,5 statt 3,0 GHz Basis-Takt und 3,9 statt 3,3 GHz Max Boost Clock. Der L3-Cache ist hier 256 GB groß.

Der 7F72 verfügt mit 24 über die meisten Cores, arbeitet dafür aber mit der niedrigsten Taktfrequenz: 3,2 GHz Basis- und 3,7 GHz Turbo-Takt. Auch der L3-Cache ist mit 192 MB kleiner als der des 7F52. Dafür ist er mit 2.450 Dollar sogar günstiger als der 16-Kerner, für den AMD 3.100 Dollar aufruft.

Für den 7F32 gibt AMD einen Preis von 2.100 Dollar an. Die Preise liegen damit generell deutlich über denen der CPUs mit der gleichen Anzahl Kerne, aber niedrigerer Taktrate.

Unterstützung durch die Server-Hersteller

Laut AMD gibt es seitens der Systemhersteller eine breite Unterstützung. Dell, HPE, Lenovo und Nutanix werden die Epyc-7Fx2-CPUs in ihren Servern unterstützen. Von Supermicro kommt die erste Blade-Plattform für Epyc-2-Prozessoren, in der dann gleich von Anfang an ebenfalls die hochgetakteten Modelle laufen werden.

IBM wird als erster Cloud-Dienstleister Bare-Metal-Server mit Epyc-7F72-Prozessoren anbieten. Damit ergänzt IBM das kürzlich angekündigte Angebot mit Epyc-7642-CPUs.

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