Mehr Effizienz im Rechenzentrum rund um die PUE-Matrix

Entziehungskur für Stromschlucker

| Autor / Redakteur: Andreas Beuthner / Ulrike Ostler

Die Stromzufuhr wird intelligent und hilft beim Stromsparen.
Die Stromzufuhr wird intelligent und hilft beim Stromsparen.

Bislang wurde Total Cost of Ownership (TCO) im Rechenzentrum vor allemvon Datendurchsatz, Speichervolumen und Hochverfügbarkeit definiert. Doch heute geht es auch um optimierte Energiebilanzen und das Aufspüren von Einsparpotenzial. Dabei kommen sich Betriebswirtschaft und Klimaschutz näher.

Deep-Green-CEO Andy Reinhardt fasst den springenden Punkt in seine Worte: „Die größten Kostenreduktionen lassen sich durch ein nachhaltiges Energiekonzept erzielen.“ Der Schweizer Rechenzentrumsdienstleister plant ein Datacenter (DC) mit 200.000 Servern in 5.100 Racks mit Wasserkühlung aus dem nahegelegenen Walensee.

Die größten Einsparbrocken liegen im Bereich des Stromverbrauchs für die Server-Hardware, gefolgt von den Kosten für die Kälte-Erzeugung. Jede Maßnahme hat Einfluss auf den DCIE-Wert. Die Datacenter Indrastructure Efficiency (DCIE) ist ein Messwert für die Produktivität eines Rechenzentrums hinsichtlich Energieverbrauch und IT-Auslastung.

Generell gilt hier: Wird die die Stromlast reduziert, entsteht weniger Kühlaufwand. In der Praxis geht es folglich darum, die Stromschlucker zu identifizieren und deren Durst zu zügeln und zwar ohne die Systemperformance einzuschränken.

Auf der Jagd nach der PUE

Aus dieser Sicht hängt der Wirkungsgrad eines Datacenter eng mit der Server-Auslastung und deren elektrischer Verlustleistung zusammen. Darauf konzentriert sich vor allem die Power Usage Effectiveness (PUE). Dieser Key Performance Indicator (KPI) wurde vom Green Grid, einem Zusammenschluss von Hardware-Herstellern, entwickelt, wobei der DCIE-Wert lediglich der in Prozent ausgedrückte reziproke PUE-Wert ist.

Der PUE-Wert verkörpert somit die derzeit entscheidende Größe für strombasierte Energiebilanzen, indem die im Rechenzentrum eingesetzte Strommenge ins Verhältnis zu der Leistungsaufnahme der IT-Hardware gesetzt wird.

Doch die Leistungsmessung ist alles andere als trivial. Das Beratungsunternehmen McKinsey hat gemeinsam mit dem US-amerikanischen Data-Center-Spezialisten Uptime Institute noch eine dritte Richtgröße ins Spiel gebracht:

CADE (Corporate Average Data Efficiency). In diesem Fall wird eine ganzheitliche Betrachtung von Gebäude- und Computereffizienz angestebt. Der CADE-Wert ist ein Produkt der Faktoren Facility Energy Efficiency, Facility Utilization, IT Energy Efficiency und IT Utilization.

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