Mehr Effizienz im Rechenzentrum rund um die PUE-Matrix

Entziehungskur für Stromschlucker

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Rätselhafte Strom-Mengen

Der Knackpunkt aller Berechnungen liegt in der Ermittlung des tatsächlichen Stromverbrauchs über einen größeren Zeitraum. Locken Gerätehersteller mit PUE-Werten von 1,1 und darunter, ist Vorsicht angesagt. Das würde nämlich bedeuten, dass 91 Prozent der aufgewendeten Energie direkt von IT-Geräten verbraucht wird und der Facility-Betrieb lediglich neun Prozent erreicht.

Im RZ-Alltag ist es genau umgekehrt: „Realistischer sind Werte um zwei oder höher“, sagt Rob Moult, Vice President Services bei Johnson Controls. Demzufolge verschlingen IT-Geräte etwa 50 Prozent der eingebrachten Stromleistung während die gleiche Strommenge als Betriebskosten für Gebäude und Sicherheit in die Gesamtrechnung einfließt.

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Für Optimierungs-Experten wie Gerd Büttner, Geschäftsführer der Datacenter Infrastructure Munich, gibt es für jedes Datacenter einen optimalen Betriebspunkt. Der Wert freilich ist keine Fixgröße sondern unterliegt Schwankungen je nach Leistungsdichte der Serverschränke, der Raumarchitektur und der Ressourcensteuerung: „Der optimale Betriebspunkt hängt vom Einzelfall ab und unterliegt vielen Einflussfaktoren“, sagt Büttner. „Wir befinden uns erst am Anfang eines langen Weges hin zu Prozess- und Energie-optimierten Rechenzentren.“

Umfassende Kapazitätserfassung

Was macht ein grünes Rechenzentrum aus? Die DCIE-Matrix stellt das Gesamtsystem in den Mittelpunkt. Daraus ergibt sich eine Kapazitätserfassung nicht nur von Servern, Netz und Storage sondern auch aller anderen Komponenten inklusive USV-Anlagen, Klimatisierung und sonstiger Zusatzgeräte wie Überwachungs- und Sicherheitseinrichtungen.

Es gibt nur wenige Tools, die umfassende Einblicke in den energieeffizienten Betrieb skalierbarer Rechenzentren bieten. Durch die Monitoring-Möglichkeiten des „IBM Active Energy Manager“ und der Zuordnung unterschiedlicher IT-Kompontenten durch den „Location Manager“ beispielsweise lassen sich Wärme-Ausstrahlung und Energieverbrauch auf Server-Ebene messen und über „Dynamic Voltage“ und „Frecquency Scaling“ steuern.

Das gilt bislang nur für IBM-Equipment. Durch die Integration der „Rittal PSM“-Stromschiene und Sensorik erweitert der „Active Energy Manager Version 4.2“ den Umfang des Energie-Managements, so dass Server anderer Hersteller ebenfalls in das Infrastruktur-Monitoring einbezogen werden.

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