Pfalzkom Manet eröffnet zweites Rechenzentrum in Mutterstadt

Eines der größten Rechenzentren der Region

| Autor: Ludger Schmitz

Das Detacenter Rhein-Neckar II im Entwurf
Das Detacenter Rhein-Neckar II im Entwurf (Bild: Pfalzkom Manet, Kollage: Ludger Schmitz)

Die Ausstrahlung des inzwischen sehr teuren zentralen IT-Standorts Frankfurt sorgt für einen Boom weit den Rhein hinauf. Ein großes Rechenzentrum entsteht im Raum Mainheim-Ludwigshafen.

Dass Energieunternehmen auf die Idee kommen, sie könnten ja auch gleich in ihrer Nachbarschaft, quasi an der Quelle zum Strom, ein Colocation-Rechenzentrum bauen, ist recht naheliegend – und vermutlich sehr profitabel. Genau das hat jetzt schon zum zweiten Mal die Pfalzwerke AG in Mutterstadt, gleich südwestlich von Ludwigshafen, gemacht. Deren Tochtergesellschaft Pfalzkom Manet betreibt bereits ein Rechenzentrum und hat jetzt das „Datacenter Rhein-Neckar II“ eröffnet.

Das Gebäude ist fertiggestellt, eröffnet hat Pfalzkom Manet das erste Viertel des Projekts. Insgesamt werden in einer riesigen Halle 2350 Quadratmeter Server-Fläche zur Verfügung stehen, ausreichend für bis zu 1000 Racks. Hinzu kommen 700 Quadratmeter Bürofläche im Eingangsbereich. Die RZ-Halle ist in vier Abschnitte von 650 Quadratmetern geteilt. In diesem vier Server-Räumen behindern keine Stützen die Positionierung von Racks und ihren Verschluss in Cages.

PUE-Wert besser als 1,3

Doppelböden gibt es im Server-Bereich nicht. In dem thermisch gedämmten Gebäude erfolgt die Kühlung durch ein Wärmerad in außenstehenden Modulen („Kyoto-Rad“). Der PUE-Wert soll laut Pfalzkom Manet besser als 1,3 sein. Gebäudeöffnungen an den Außenwänden sind bereits für weitere Module vorbereitet, so dass unterbrechungsfrei im laufenden Betrieb weitere Kühlmodule angebaut werden können.

Für die Energieversorgung beider Rechenzentren mit 100 Prozent Ökostrom sorgt die Muttergesellschaft Pfalzwerke. Das Areal liegt außerhalb von als Hochwasser- und erdbebengefährdet klassifizierten Gebieten und ist verkehrstechnisch sehr günstig angeschlossen. Jedes der beiden Rechenzentren hat das TÜV-Zertifikat für die Hochverfügbarkeitsklasse 3+; im Zusammenspiel sind sie für die Klasse 4 ausgezeichnet.

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