Edgepresence, Schneider und Accu-Tech Edgepods - modulare Rechenzentren in Containergröße

Redakteur: Ulrike Ostler

Edge Computing ist zweifelsfrei ein Megatrend, der Edge-Rechenzentren in unterschiedlichen Größen erfordert. Schneider Electric und Accu-Tech wollen in einer Technologiepartnerschaft direkt bei Mobilfunkmasten modulare Rechenzentren in Containergröße platzieren. Der Plan stammt von Edgepresence und gilt für die USA.

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Die modularen Edge-Datacenter von Edgepresence, die mit Technik von Schneider Electric ausgetstattet werden, tragen die Bezeichnung „Edgepod“.
Die modularen Edge-Datacenter von Edgepresence, die mit Technik von Schneider Electric ausgetstattet werden, tragen die Bezeichnung „Edgepod“.
(Bild: Edgepresence)

Zur Erweiterung seines traditionellen Rechenzentrumsportfolios hatte Databank im Oktober eine strategische Investition von 30 Millionen Dollar in Edgepresence bekannt gegeben, seinerseits ein Unternehmen, dass Eigentümer und Betreiber von modularen Multi-Tenant-Rechenzentren ist, die Platz, Strom, Bandbreite und Verbindungen in den wichtigsten US-Märkten bereitstellen.

Die Edgepresence-Rechenzentren (EDCs) sind kompakt konstruiert und befinden sich an Standorten wie der Basis von Mobilfunkmasten. Um die Latenzzeiten zu den Kunden zu reduzieren will sich Databank nun auch diesen Markt erschließen. Doug Recker, CEO von Edgepresence, sagt: „Wir entwickeln unbemannte, modulare Rechenzentren an der Edge, um Kunden in verschiedenen Märkten in den USA den Netzwerkzugang und die Konnektivität zu bieten, die sie benötigen.“

Früher unter dem Namen „Modular Life Solutions“ bekannt, hatte Edgepresence Pläne im Jahr 2019 angekündigt seine Rechenzentren in 20 US-Märkten einzurichten. Zu diesem Zweck war das Unternehmen etwa eine Partnerschaft mit American Tower eingegangen, um lokale Rechenzentren in Atlanta aufzubauen, die das „Colo-Atl“-Rechenzentrums von American Tower ergänzen.

Der Bedarfs an Edge-Rechenzentren

Mit der zunehmenden Verbreitung von IoT-, 5G-, KI- und Analyse-Anwendungen brauchen Unternehmen eine IT-Infrastruktur, die höhere Geschwindigkeiten und größere Zuverlässigkeit unterstützt, um mit der digitalen Transformation Schritt halten zu können. Die Nachfrage nach Rechenzentren war noch nie so hoch wie heute, was zur Entstehung von Edge-Rechenzentren führt, die Daten näher am Endbenutzer sammeln und verarbeiten, um die Effizienz und Latenz zur Unterstützung geschäftskritischer Geschäftsanwendungen zu verbessern. Tatsächlich wird laut Grand View Research erwartet, dass der Markt für Edge-Computing bis 2027 rund 43,4 Milliarden Dollar erreichen wird, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 37,4 Prozent entspricht.

Edgepresence aber braucht Partner, die das Unternehmen bei der Vereinfachung der Bereitstellung und Verwaltung seiner „Edgepods“ unterstützen. Schneider Electric wird insbesondere durch die Software „Ecostruxure“ die Bereitstellung durch den IT-Distributor Accu-Tech vereinfachen. Zu den Edgepods werden auch unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) von Symmetra, Rack-PDUs und „Netshelter“-Racks von APC by Schneider Electric sowie das Überwachungs- und Management-System „Netbotz“ gehören.

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