Grundlagenwissen zur Stromversorgung in Rechenzentren, Teil 3

Die USV – effizient soll sie sein

| Autor / Redakteur: Bernd Dürr* / Ulrike Ostler

Abbildung1: Die Netzstörungen selbst und somit die Netzqualität gliedert man in zehn Kategorien, denen nach ihrer Auswirkung durch unterschiedliche Maßnahmen entgegengewirktwerden muss.
Abbildung1: Die Netzstörungen selbst und somit die Netzqualität gliedert man in zehn Kategorien, denen nach ihrer Auswirkung durch unterschiedliche Maßnahmen entgegengewirktwerden muss. (Bild: Bernd Dürr/ Verlag Bau und Technik)

Statistisch gesehen ist knapp die Hälfte aller Rechnerausfälle und Datenverluste auf Netzspannungsprobleme zurückzuführen. Deshlab sollten RZ-Betreiber- und Einrichter die Probleme kennen und die wirkungsvollste Gegenmaßnahme: die Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV).

Vermeintlich sind die Stromnetze in Deutschland noch die sichersten. Doch gibt es dien Strom heute in einem europäischen Verbund und das führt dazu, dass die Netze immer unsicherer und werden. Auch die Energiewende trägt dazu bei. Außerdem wird es teurer.

Das Abschalten von sieben der 17 Atomkraftwerke in Deutschland führt laut Experten zu einer Strompreiserhöhung von 10 Prozent. Um etwa die Ballungszentren mit hohem Energiebedarf im Süden von Deutschland aus dem windstarken Norden versorgen zu können, müssen 3.500 Kilometer neue Hochspannungsleitungen verlegt werden. Alleine diese Maßnahme verschlingt die enorme Summe von 10 Milliarden Euro. Zudem benötigt das Herstellen und Aufrichten von Windenergieparks Zeit.

Los ist man die Atomkraft dennoch nicht. Beispielsweise wird alleine 15 Prozent der erzeugten Energie aus dem Atomkraftwerk im französischen Fessenheim nach Deutschland exportiert.

Die Standardprobleme im Netz

Jedenfalls werden die Netze immer unsicherer und vor allem unsauberer. Die Spannungs- und Frequenzsprünge werden immer größer und häufiger. Totalausfälle werden nicht mehr nur die Ausnahme bleiben. Doch gerade IT-Geräte haben höhere Ansprüche an die Stromqualität als beispielsweise industrielle Maschinen.

Die unterschiedlichen Störungen zu kennen ist das Eine, die richtigen Lösungen dafür parat zu haben, das Andere. Neben kürzeren oder längeren Stromausfällen sind es auch kurzfristige Spannungs- und Frequenzschwankungen sowie Strom- und Spannungsverzerrungen aufgrund nichtlinearer Lasten, die zu großen Problemen führen können.

Ergänzendes zum Thema
 
Bernd Dürr - der Autor

Netzausfälle rühren meist vom öffentlichen Versorger her. Aber auch Störungen in der eigenen Anlage können für Ausfälle verantwortlich sein. Längere Stromausfälle sind relativ selten.

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