Cannabis im bargeldlosen Handel

Die THC-Blockchain

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der Start des öffentlichen Verkaufs von „Bitcanna“ mit einer Laufzeit von 7,5 Monaten war am 15. November 2018.
Der Start des öffentlichen Verkaufs von „Bitcanna“ mit einer Laufzeit von 7,5 Monaten war am 15. November 2018. (Bild: Bitcanna)

Mit „Bitcanna“ hat im Herbst 2018 ein niederländisches Startup eine Blockchain-Plattform eingeführt, die der globalen Cannabis-Branche einen bargeldlosen und sicheren Handel ermöglichen soll.

Nach Mitteilung des Bitcanna-Anbieters ergibt sich aufgrund des aktuellen exponentiellen Wachstums sowohl der globalen Cannabis-Branche als auch der Blockchain-Technologie eine potenzielle Partnerschaft, von der beide Bereiche profitieren können. Innerhalb der Cannabis-Branche besteht eine wachsende Nachfrage nach Zahlungslösungen, Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe und vertrauenswürdigen Mechanismen.

Bitcanna will sich durch die Einführung seiner Blockchain-Plattform und der damit verbundenen Kryptowährung diesen Anspruch erfüllen. Im vergangenen Jahr hat ein Team von 20 engagierten Spezialisten in enger Zusammenarbeit mit der Cannabis-Branche an der Entwicklung der Plattform und ihrer globalen Expansion gearbeitet. Eine große und wachsende Anzahl führender internationaler Marken hat ihre Partnerschaft bereits bestätigt und ab dem 1. November läuft das ICO für interessierte Investoren.

Die meisten Banken und Finanzdienstleister weigern sich aufgrund der hohen regulatorischen Unsicherheit, die in der Cannabis-Branche weiterhin herrscht, entsprechende Transaktionen auszuführen. Führende Experten und Unternehmer aus der Finanz- und Cannabis-Branche sehen nun darin eine große Chance, eine globale digitale Zahlungslösung für Cannabis-Einzelhändler aufzubauen, die traditionelle Finanzinstitutionen umgehen kann.

Das Angabot von Bitcanna umfasst unter anderem die Mitgliedschaft in einer Community, eine Plattform und eine Kryptowährung.
Das Angabot von Bitcanna umfasst unter anderem die Mitgliedschaft in einer Community, eine Plattform und eine Kryptowährung. (Bild: Bitcanna)

Jan Scheele, Geschäftsführer von Bitcanna, erläutert: „Es ist sehr schwierig, mit den sich ständig ändernden Cannabis-Gesetzen Schritt zu halten.“ Banken, Kreditkartenunternehmen und Online-Zahlungsanbieter weigerten sich deswegen entweder, sich am Cannabis-Markt zu beteiligen oder verlangten zu hohe Transaktionsgebühren. „Das bringt Unternehmen, die Cannabis-Produkte legal verkaufen, in eine heikle Situation – sie müssen herausfinden, wie sie ihre Geschäfte bargeldlos durchführen und wie sie online verkaufen können, ohne gegen Gesetze zu verstoßen. Dabei wird ihnen Bitcanna helfen."

Ergänzendes zum Thema
 
Über Bitcanna

Banken bieten keine Alternative

Bitcanna ist ein globales Blockchain-Technologieunternehmen, das Cannabis-Unternehmen hilft, sicher und legal bargeldlos und kostengünstig arbeiten zu können. Das Unternehmen beansprucht für sich, Transaktionen mit seinem Bitcanna-Token fast sofort und gegen eine Gebühr von nur wenigen Cent bearbeiten zu können. Ebenso ermöglicht es Lieferanten, ihre Lieferkette zu verwalten und alle Kundenidentifikationsdaten zu erfassen. Es ist ein inkrementeller technologischer Durchbruch für die gesamte globale Branche.

Jan Scheel ist der Geschäftsführer von Bitcanna.
Jan Scheel ist der Geschäftsführer von Bitcanna. (Bild: Bitcanna)

„Es spielt keine Rolle, ob es um eine 10-Euro- oder 100-Euro-Transaktion geht. Unsere Kunden zahlen nur eine kleine Pauschale“, legt Scheele dar. „Wir führen ein Bezahlsystem ein, das es allen Cannabis-Unternehmen kosteneffizient und sicher ermöglicht, digitale Zahlungen zu akzeptieren – unabhängig davon, ob sie online oder im Ladengeschäft verkaufen.“

Nicht nur Online-Händler können von der Blockchain-Technologie profitieren. Manche konventionelle Cannabis-Einzelhändler geben bis zu 10 bis 15 Prozent ihrer Einnahmen für Sicherheit und Personal aus, um ein reines Bargeldgeschäft aufrechtzuerhalten. Wenn diese Unternehmen mit Technologien zur Zahlungsverarbeitung ausgestattet werden, können sie Sicherheitsrisiken reduzieren und gleichzeitig die gesetzlichen Vorgaben einhalten.

Viele Branchenexperten glauben, dass der Cannabis-Markt trotz des Wachstums, das wir in den letzten Jahren gesehen haben, gerade erst Gestalt annimmt. Allein in den USA wird sich der Cannabis-Markt voraussichtlich von 22 Milliarden Dollar im Jahr 2017 auf 44 Milliarden Dollar im Jahr 2020 verdoppeln. Laut der europäischen Investmentbank Bryan, Garnier & Co. wird der Weltmarkt bis 2027 voraussichtlich ein Gesamtvolumen von 140 Milliarden Dollar erreichen.

Bitcanna ist gut positioniert, um von dieser wachsenden Branche zu profitieren. Das Unternehmen wird im dritten Quartal 2019 direkt in einige der größten Online-Cannabis-Shops integriert. Es wird Pilotprojekte in Ladengeschäften in den Cannabis-Hauptstädten Amsterdam und Barcelona durchführen. Zudem hat sich Bitcanna bereits mit Dutzenden von Cannabis-Unternehmen verknüpft, um die Bitcanna Alliance zu gründen. Die Mitglieder dieser Allianz sind in 27 Ländern aktiv und ziehen monatlich bis zu 10 Millionen individuelle Website-Besucher an.

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