CBS erstellt SAP-Report

Die SAP-Landschaft in der DACH-Region, ein Status quo

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Plan-Build-Run – der typische SAP’ler ist Mädchen für alles

SAP-bezogene IT-Tätigkeiten lassen sich grob den Kategorien Planung (Plan), Aufbau (Build) und Betrieb (Run) der Systeme bzw. Anwendungen zuordnen. Die logische Unterscheidung ist Theorie. In der Praxis wird keine strikte organisatorische Trennung nach Plan-Build-Run vorgenommen. Ausnahmslos für alle teilnehmenden Unternehmen gilt: Die SAP-Mitarbeiter werden übergreifend eingesetzt. Im Mittel überwiegen Projekttätigkeiten leicht vor Betriebsthemen (40 Prozent Build, 32,5 Prozent Run); maximal 20 Prozent wird für Planungsaufgaben verwendet.

Die Aufgaben eines typischen SAP-Mitarbeiters umfassen demnach sowohl die Projektarbeit als auch Betriebsaufgaben. Build und Run halten sich in etwa die Waage. Wesentliche Einflussfaktoren sind die Anzahl der Projektvorhaben und ein eventuelles Outsourcing des System- und Infrastrukturbetriebs. Den Spagat zwischen Projektarbeit und Betriebsaufgaben zu schaffen, ist ein typisches Dilemma in den Unternehmen.

IT-Budget – Löwenanteil für SAP

Bei 82 Prozent der Unternehmen bewegt sich das IT-Budget zwischen ein und drei Prozent des Umsatzes. Dabei wird der größte Teil des IT-Budgets für SAP verwendet. Die Hälfte der Unternehmen setzen zwischen 30 und 50 Prozent des IT-Budgets für SAP ein. Bei 15 Prozent sind die SAP-Ausgaben der höchste IT-Budgetposten (größer 50 Prozent).

Der für das SAP Application Management eingesetzte Budgetanteil schwankt sehr stark. Hier kommen offenbar zum einen konjunkturell unterschiedliche Schwerpunktsetzungen im Projekt- und Betriebsgeschäft der einzelnen Unternehmen sowie generell die bipolare Grundausrichtung innerhalb der SAP-Supportorganisationen, für „Build“ und „Run“ gleichermaßen zuständig zu sein, zum Tragen.

IT-Betriebsstrategie

Hybride Strategien kennzeichnen den IT-Betrieb. Drei von vier Unternehmen vergeben einzelne Betriebsaufgaben an Dritte. 19 Prozent betreiben ihre IT-Systeme ganz in Eigenregie. 8 Prozent der Teilnehmer geben den Betrieb komplett nach außen.

Die Aufgaben, die an Dritte vergeben werden, sind vielfältig. Das Thema SAP hat einen sehr hohen Anteil daran. Insbesondere das System-Hosting (18 Prozent) wird nach außen gegeben. Im Bereich der SAP-Projekte (15 Prozent) und des SAP Application Managements (14 Prozent) lassen sich die Unternehmen ebenfalls extern unterstützen.

Im SAP-Umfeld ist externe Unterstützung die Regel (85 Prozent). Nur 15 Prozent der Unternehmen geben an, im SAP-Umfeld ohne externe Unterstützung auszukommen. Die große Mehrheit setzt auf SAP-Dienstleister und lässt sich bevorzugt fallweise und gezielt von ihren Lieferanten helfen.

Lediglich 7 Prozent haben das Anwendungs-Management komplett an externe Dienstleister vergeben. 65 Prozent nutzen fallweise und spezifische Unterstützung durch externe Dienstleister.

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