CBS erstellt SAP-Report

Die SAP-Landschaft in der DACH-Region, ein Status quo

| Autor: Robert Horn

Das Beratungsunternehmen CBS hat eine Studie über die SAP-Landschaft in der DACH-Region veröffentlicht.
Das Beratungsunternehmen CBS hat eine Studie über die SAP-Landschaft in der DACH-Region veröffentlicht. (Bild: CBS)

Das SAP-Beratungshaus CBS hat eine umfangreiche Studie zum Globalisierungsstatus des SAP-Anwendungs-Managements in der DACH-Region vorgelegt. Sie zeigt tiefen Einblick in den Ist-Zustand der SAP-IT-Industrie: Wie sieht der typische globale SAP-Industriekunde aus, wie ist er IT-seitig aufgestellt und wie steht er im SAP-Support da?

Internationalisierung und Globalisierung sind vielzitierte Treiber des Wandels auch im SAP-Umfeld. Sie verändern die Anforderungen an die Systemlandschaft, beeinflussen deren Gestaltung und wirken auf den Betrieb. Im Rahmen der Marktstudie „Corporate SAP Application Management“ hat die CBS Corporate Business Solutions GmbH im zweiten Halbjahr 2014 Industrie-Unternehmen aus der DACH-Region zum Thema befragt, 100 Fragebögen ausgewertet und 25 IT-/ SAP-Entscheider persönlich interviewt.

Klar im Fokus standen mittelgroße und große Firmen. 67 Prozent der Teilnehmer waren in der diskreten Fertigung, 27 Prozent in der Prozessfertigung zu Hause. KMU und Großkonzerne mit mehr als 20 Milliarden Euro Jahresumsatz wurden nicht betrachtet.

Alle teilnehmenden Unternehmen haben ihr Headquarter in Deutschland und sind mit mindestens fünf Standorten international vertreten. Die Hälfte (48 Prozent) besitzt sogar mehr als 20 Standorte. Globale Präsenz eint die Teilnehmerschaft: 85 Prozent der Unternehmen sind mit Standorten in allen Regionen der Welt (EMEA, Americas, APAC) vertreten.

Die typische Systemlandschaft

Die Ergebnisse der Studie belegen: Eine globale SAP ERP-Lösung ist der Industrie-Standard. Bei 87 Prozent der Befragten steht ein globales SAP ERP-System im Zentrum der Systemlandschaft. Ein Einmandantensystem („One-System/One-Client“) ist dabei das klar präferierte ArchitekturmodelI (83 Prozent). Nur 1,3 Prozent bezeichnen ihre ERP-Systemlandschaft nicht als global.

Die Konsolidierung der SAP-Systemlandschaft ist allerdings nicht abgeschlossen: mit dem globalen SAP ERP koexistieren eine Vielzahl von SAP- und Non-SAP ERP-Systemen. 12 Prozent der Unternehmen betreiben mehr als fünf SAP ERP-Systeme. Die große Mehrheit (88 Prozent) fährt entweder ein globales ERP oder betreibt heute bis zu fünf SAP ERP-Systeme in der Welt.

Darunter finden sich wenige Mehrmandantensysteme (4 Prozent). Nur punktuell kommen ausgebaute kontinentale 3-ERP-Systemlinien (EMEA, AMERICAS, APAC) oder funktional geschnittene ERP-Systemlinien (zum Beispiel Produktion, Sales&Service, Financials) hinzu. Es zeigt sich: Die Globalisierung der ERP-Systeme ist auf dem Weg, aber nicht am Ende.

Über zwei Drittel der Unternehmen haben nach wie vor auch Non-SAP ERP-Systeme im Einsatz. Die Bandbreite der eingesetzten Herstellerlösungen ist recht groß, darunter sind sehr viele kleine ERP-Lösungen von eingeschränkter Skalierbarkeit und Leistungsfähigkeit. Es gibt also nach wie vor Potential zur Konsolidierung der SAP ERP-Systemlandschaft, zum Rollout eines zentralen ERP-Systems beziehungsweise zur Ablösung lokaler ERP-Systeme.

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