Studie von Honeywell: Die Hälfte aller Datacenter sind betroffen Die Rechenzentrumsausfälle im Jahr 2020

Autor Ann-Marie Struck

Ein Stromausfall ist privat schon eine heikle Sache, für ein Rechenzentrum gehört es zu den schlimmeren Katastrophen. Dabei haben einer Studie von Honeywell zufolge im vergangenen Jahr rund die Hälfte der Rechenzentren einen Ausfall zu verzeichnen gehabt.

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Nach einer Studie von Honeywell gab es in den meisten Rechenzentren in den letzten 12 Monaten mindestens einen disruptiven Vorfall.
Nach einer Studie von Honeywell gab es in den meisten Rechenzentren in den letzten 12 Monaten mindestens einen disruptiven Vorfall.
(Bild: sdecoret-stock.adobe.com)

Bemerkenswert ist, dass 91 Prozent der befragten Manager in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Störfall erlebt haben. Dazu gehören Ausfallzeiten im Zusammenhang mit einem Stromausfall (54 Prozent), eine Verletzung der Cyber- oder physischen Sicherheit (38 Prozent) oder ungeplante Downtime (34 Prozent). Das ergibt die Umfrage „Rethinking Data Centers as Resilient, Sustainable Facilities“ von Honeywell unter rund 400 Rechenzentrumsmanagern in USA, China, Deutschland und Saudi-Arabien.

33 Prozent der befragten Gebäudemanager wünschen sich geringere Ausfallzeiten. Ferner erwarten 32 Prozent mehr Cyber-Sicherheit in der Betriebstechnologie (OT) und 29 Prozent die Fähigkeit zur Vorhersage oder Erkennung von Problemen.

Außerdem ergibt die Umfrage, dass Betriebszeit und Cyber-Sicherheit die wichtigsten Anliegen der Befragten sind. 93 Prozent machen sich Sorgen über die Überwachung von Sperrungen und 72 Prozent über mögliche Ausfallzeiten sowie Abschaltungen. Ebenso viele haben Bedenken bei der OT-Cyber-Sicherheit (72 Prozent) und 68 Prozent bei der Aufrechterhaltung der Betriebszeit.

Intelligente Gebäudesoftware für das Rechenzentrum

Der Fokus liegt daher bei vielen auf 'intelligentem' Gebäude-Management. 96 Prozent geben an, dass Fernverwaltung für ihre Einrichtung wichtig ist oder wäre; den bis jetzt haben lediglich 34 Prozent der Befragten ein solches System im Einsatz. Darüber hinaus setzen 38 Prozent der Teilnehmer ihrer obersten Prioritäten in naher Zukunft auf die Verbesserungen in der Automatisierung, der Effizienz und der Nachhaltigkeit.

So betrachten 34 Prozent die Verbesserung der Energie-Effizienz als eine ihrer obersten Prioritäten für die kommenden 12 bis 18 Monate. Zudem ziehen 54 Prozent in Betracht, den Energieverbrauch von Gebäuden zu reduzieren, um Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.

Honeywell zufolge könne alles durch Fernverwaltungstechnik verbessert werden. Auf die Frage, welche Aspekte eines „smarten“ Gebäudes am wichtigsten sind, nennen 58 Prozent die Verwaltung aller Gebäudesysteme über eine einzige Plattform mit einheitlichen Daten und Einblicken.

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