Glossar zur Virtual Desktop Infrastructure

Die Geheimnisse der Virtualisierung entschlüsselt

01.07.2008 | Autor / Redakteur: DataCenter-Insider.de / Achim Karpf

Viele neue Begriffe und Technologien sind im Bereich der Virtualisierung von Servern und Desktops entstanden. DataCenter-Insider erklärt sie.

AMD-V

Die von AMD entwickelte Virtualisierungstechnologie AMD-V basiert neben einem erweiterten Befehlssatz für virtuelle Maschinen vor allem auf einer performanten Prozessorarchitektur.

Die Direct-Connect-Architektur mit dediziertem Hauptspeicher pro Prozessor beschleunigt virtuelle Maschinen. Der Tagged TLB (Translation Lookaside Buffer) erlaubt effizientes Switchen zwichen VMs, da die Tags genau angeben, welche Daten zu welcher virtuellen Maschine gehören. Der Hardwarecontroller hat den „Device Exclusion Vector“ (DEV) implementiert, der dem Hypervisor(VMM) mitteilt, ob ein Device Zugriffsrechte auf eine Speicherseite hat oder nicht. Damit erhöht sich die Sicherheit. Eine weitere Verbesserung hat AMD mit Nested Paging integriert, das hardwarebasierte Speichersuche erlaubt.

Betriebssystemvirtualisierung

Im Gegensatz zu Hardware- und Paravirtualisierung erlaubt die Virtualisierung des Betriebssystems es nur, viele virtuelle Instanzen eines Betriebssystems auf einem System zu erzeugen, nicht jedoch unterschiedliche Gast-OSs einzusetzen. Betriebssystemvirtualisierung, auch OS-Level- oder Shared-OS-Virtualisierung genannt, virtualisiert Server auf der Betriebssystem-(Kernel-)Ebene. Diese Virtualisierungsmethode bildet isolierte Partitionen oder virtuelle Umgebungen (Virtual Environments = VEs) auf einer einzelnen physikalischen Server- und Betriebssysteminstanz, so dass Hardware-, Software-, Rechenzentrums- und Verwaltungsressourcen mit maximaler Effizienz genutzt werden können. Zu den führenden Anbietern gehört SWSoft mit Virtuozzo, Sun hat mit der Containertechnik diesen Ansatz in Solaris implementiert und auch das neue AIX von IBM wird Virtualisierung in dieser Richtung bieten. (s. Grundlagen)

Hardwarevirtualisierung

Diese Technik stand am Beginn der Virtualisierungsbewegung. Die x86-Architektur hat Virtualisierung ursprünglich nicht unterstützt. So war es schwierig, virtuelle Maschinen sicher auf einem System zu betreiben, da die Trennung mehrerer Umgebungen nicht möglich war und privilegierte Systemaufrufe der Betriebssysteme zu Konflikten geführt hätten.

Deshalb haben erste Generationen der Virtualisierungslösungen die komplette Hardware für jede virtuelle Maschine emuliert und mussten dabei alle Instruktionen der Betriebssysteme abfangen und umsetzen.

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