Virtualisierung und Management im Rechenzentrum

Die Allokationsfrage: Tipps zur Planung einer virtualisierten Infrastruktur

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Geeignet für Virtualisierung?

Ebenso steht außer Frage, dass nicht für jede Aufgabe die Virtualisierung zusätzlichen Nutzen stiftet. Die Daumenregel lautet hier: Je standardisierter die nachgefragte Leistung, desto besser die Eignung zur Virtualisierung; je spezieller die Aufgabe, desto weniger ist eine Virtualisierung zu empfehlen.

Eine Produktionsanwendung, deren Ausfall die gesamte Wertschöpfungskette im Unternehmen gefährdet und die eine Server-Leistung weitgehend für sich beansprucht, sollte nicht zusätzlich durch das Hinzufügen einer Virtualisierungsschicht belastet werden. Wenn Verfügbarkeit und Leistung höchste Priorität genießen, ist es in der Regel am sinnvollsten, die Nutzlast auf einem dedizierten, bei Bedarf geclusterten physischen Server auszuführen.

Andere Lösungen beispielsweise aus dem Engineering-Segment stellen gesonderte Anforderungen mit direktem Durchgriff auf Spezial-Hardware zur 3D-Beschleunigung o.ä. In einigen Anwendungsfällen muss beachtet werden, dass die benötigte Ablaufumgebung nicht in der Liste der offiziell vom Hersteller unterstützten Konfigurationen aufgeführt ist. Selbst wenn die Anwendung auf der Plattform korrekt funktioniert, stellt dies ein ernsthaftes Hindernis bei der Virtualisierung unternehmenskritischer Ressourcen dar.

Best Practises

Die Quintessenz lautet daher: Nutzen Sie virtuelle Maschinen, wenn Sie können; nutzen Sie dedizierte physische Server, wenn Sie müssen. Eine weitere simple Regel heißt: Wer der Virtualisierung den Vorzug gibt, muss zugleich die Chance zur Konsolidierung ergreifen. Schließlich ist es kontraproduktiv, die vorhandene IT-Infrastruktur einfach 1:1 zu übernehmen und damit den Wildwuchs vergangener Jahre in einer neuen Umgebung weiter zu pflegen.

Der Entwurf von Blaupausen-„Standards“ (Pattern) für Anwendungen und Server ist zugleich ein probates Mittel, die Gefahr des neuen, nun „virtualisierten“ Wildwuchses durch den berüchtigten Server-Sprawl und vergessener VM-„Leichen“ zu begrenzen.

Die angeführten grundsätzlichen Überlegungen verdeutlichen den Bedarf für eine gemeinsame Verwaltung der physischen und virtualisierten Ressourcen, wie sie CA mit seinen Management-Werkzeugen umsetzt. Administratoren erhalten so Karten der gesamten Infrastruktur, die die Beziehungen zwischen physikalischer und virtueller Umgebung visualisieren. Leistungsinformationen der virtuellen und physischen Umgebungen werden ausgewertet und korreliert. Auf diese Weise werden die Anforderungen an das Netzwerk und die Server- und Speicherkapazität sichtbar, die eine Einführung der Virtualisierung nach sich zieht.

Das Wissen über Aufbau, Zusammenhänge und Geschehen in der IT-Umgebung erleichtert es den Administratoren, Ressourcen intelligent am Unternehmensbedarf auszurichten und den sich ändernden Prioritäten zuzuweisen. Nutzlasten lassen sich bedarfsgerecht zwischen physischen und virtuellen Umgebungen hin- und herschieben.

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