Die Kosten für Entwicklung und Betrieb sinken

DevOps zahlt sich aus – mehr als erwartet

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das Managed Cloud Unternehmen Rackspace beauftragte TNS Infratest mit eine Online-Befragung zu den Erwartungen und Erfolgen von DevOps. Das Ergebnis: DevOps ist noch besser als der Ruf.
Das Managed Cloud Unternehmen Rackspace beauftragte TNS Infratest mit eine Online-Befragung zu den Erwartungen und Erfolgen von DevOps. Das Ergebnis: DevOps ist noch besser als der Ruf. (Bild: Rackspace)

Bei der Einführung von DevOps (Development und Operations) verfolgen Unternehmen im Rahmen eines IT-Transformationsprozesses auf ihrem Weg, innovativer und digitaler zu werden, in der Regel klare Ziele. Laut einer Studie von TNS, die im Auftrag von Rackspace durchgeführt wurde, profitieren 43 Prozent und damit fast die Hälfte der befragten deutschen Unternehmen von einer Reduzierung der IT-Kosten.

Auf der Suche nach Erwartungen und Erfolgen im Einsatz von DevOps befragte vom 3. bis 12. Juni 2015 das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag von Rackspace 205 IT-Mitarbeiter und IT-(Mit-)Entscheider aus Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern in Deutschland per Online-Interviews. Auf Platz zwei der Erfolgsrangliste folgen der Kostenreduktion mit jeweils 41 Prozent verbesserte Anwendungsstabilität sowie die Fähigkeit, schnell auf Geschäftsanforderungen zu reagieren.

Weitere Vorteile sind mehr Innovationen (39 Prozent), stabilere Betriebsumgebung (36 Prozent), schnellere Einführung neuer Software-Versionen (33 Prozent), höhere Produktivität mit stärker formalisierter Produktionsumgebung, verbesserte Sicherheit (jeweils 30 Prozent), bessere Zusammenarbeit zwischen Projektteams sowie mehr Verantwortlichkeit von Entwicklung / Betrieb bei der Einführung der Anwendung (jeweils 28 Prozent).

„Es ist durchaus überraschend, wie viele Vorteile Unternehmen aus der Einführung von DevOps ziehen“, sagt Dan Cox, Director of Operations, AWS bei Rackspace. „Auf der einen Seite erzielen sie erwarteten Mehrwert wie eine verbesserte Anwendungsstabilität, stabilere Betriebsumgebung und schnellere Einführung neuer Software-Versionen. Auf der anderen Seite realisieren sie Kosteneinsparungen, obwohl diese gar nicht vorgesehen sind. Möglicherweise wird dieser Effekt häufig gar nicht gemessen, da er nur für 27 Prozent der deutschen Unternehmen ein explizites Ziel darstellt.“

Die Stabilität und Verfügbarkeit sollen sich erhöhen

Stattdessen erhoffen sich deutsche Unternehmen beim Start von DevOps-Projekten vor allem eine verbesserte Anwendungsstabilität (45 Prozent), engere Zusammenarbeit zwischen Projektteams (42 Prozent), stabilere Betriebsumgebung (39 Prozent) und eine schnellere Einführung neuer Software-Versionen (37 Prozent).

Während das Kostenthema für die Einführung von DevOps nur eine geringe Bedeutung besitzt, spielt es für die Auslagerung entsprechender Prozesse eine große Rolle. So sagen 52 Prozent der Befragten, dass Outsourcing von DevOps kostengünstiger für sie ist.

Weitere Gründe sind verbesserte Produktivität (42 Prozent), stärkere Ausrichtung auf Innovationen, schnellere Nutzung von Anwendungen (jeweils 38 Prozent), agilere Infrastruktur (29 Prozent) und fehlendes Fachwissen im Haus (23 Prozent).

Die Vorteile skalieren mit der Unternehmensgröße

Eine ähnliche Studie in Großbritannien hat festgestellt, dass vor allem große Unternehmen von DevOps und entsprechenden Services profitieren können. Sie nutzen nämlich mit 23 pro Jahr fast doppelt so viele neue Anwendungsversionen wie mittelständische Unternehmen. Hier liegt der Schnitt bei zwölf pro Jahr. Dazu kommen mit 127 mehr als viermal so viele Upgrades und neue Funktionen bei bestehenden Anwendungen; Mittelständler zählen 30 pro Jahr.

Zudem berichten 41 Prozent der britischen Unternehmen, die DevOps implementiert haben, von einer schnelleren Bereitstellung neuer Funktionen und 39 Prozent von einer stabileren Betriebsumgebung. Damit liegen die Zahlen etwas höher als in der deutschen Studie mit mittelständischen und großen Unternehmen.

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