Mithilfe von anonymisierten Patientendaten Dell Technologies unterstützt Long-Covid-Forschung an digitalen Zwillingen

Redakteur: Ulrike Ostler

Dell Technologies unterstützt die „i2b2 Transmart Foundation", eine gemeinnützige Forschungsorganisation, beim Einsatz großer Mengen anonymisierter Patientendaten in der Long-Covid-Forschung. Wissenschaftler wollen aus den Daten virtuelle Modelle der Patienten, so genannte digitale Zwillinge, erzeugen, an denen sie Millionen individueller Behandlungsoptionen simulieren können.

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Bei schätzungsweise 1 von 20 COVID-19-Überlebenden treten langfristige Symptome wie starke Müdigkeit, Gehirnnebel, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Fieber und Kurzatmigkeit auf.
Bei schätzungsweise 1 von 20 COVID-19-Überlebenden treten langfristige Symptome wie starke Müdigkeit, Gehirnnebel, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Fieber und Kurzatmigkeit auf.
(Bild: Dell Technologies)

Es wäre keine gute Idee, unterschiedliche Behandlungsmethoden an echten Patienten auszuprobieren. Doch an einem digitalen Abbild echter Personen geht das.

Die i2b2 Transmart Foundation erstellt nun in Zusammenarbeit mit Dell Technologies solche digitale Zwillinge. Ziel ist die Erforschung der Langzeitfolgen von Covid-19 und die Entwicklung von Behandlungen, die präzise auf die Patienten und ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.

Die benötigte Rechenleistung und Speicherkapazität stellt Dell Technologies in einer sicheren, abgeschotteten Umgebung bereit, in der die Forscher mit KI- und Machine-Learning-Anwendungen die digitalen Zwillinge erstellen und Behandlungen erproben. Die geschützte „Daten-Enklave“ basiert auf „Poweredge“-Servern, „Powerstore“- und „Powerscale“-Storage-Systemen von Dell EMC sowie „VMware Workspace One“ und Integrationsdiensten von Boomi.

Aktuell können die Forscher in dieser Umgebung die Gesundheitsdaten sammeln, speichern und auswerten. Künftig sollen sie aber auch die Möglichkeit erhalten, ihre digitalen Zwillinge in Echtzeit durch Daten von Beatmungsgeräten und Vitaldatenmonitoren zu aktualisieren.

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Bei etwa einem von 20 Menschen mit COVID-19 treten langanhaltende Symptome auf, die von starker Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen über Herzrhythmusstörungen bis zu Fieber und Kurzatmigkeit reichen. Sie leiden an 'Long Covid' oder 'Post Covid'. Bislang ist wenig über diese Langzeitfolgen bekannt und darüber, warum einige Menschen von ihnen betroffen sind, obwohl das Virus sich schon nicht mehr im Körper befindet.

Um Long Covid genauer zu untersuchen, haben die zum US-Gesundheitsministerium gehörenden National Institutes of Health vor kurzem eine vierjährige, mit mehr als einer Milliarde Dollar geförderte Forschungsinitiative angekündigt. Allerdings erfordern derartige Forschungsvorhaben sehr große Mengen an Patientendaten.

Neuland

In Zusammenarbeit mit dem 4CE Consortium – einem internationalen Zusammenschluss von mehr als 200 Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen weltweit, darunter auch in Deutschland – trägt die i2b2 tranSMART Foundation daher Daten von Long-Covid-Patienten zusammen. Vor der Übermittlung werden diese anonymisiert, um die Privatsphäre der Patienten zu schützen.

Zunächst wollen die Forscher in der von Dell Technologies geschaffenen Umgebung Tests, Simulationen und Analysen für 70.000 Patienten durchführen. In den nächsten vier Jahren könnten aber bis zu zwei Millionen digitale Zwillinge erstellt werden.

Shawn Murphy, Vorstandsmitglied der i2b2 Transmart Foundation, erläutert die Bedeutung: „Mit der Entwicklung und Bewertung von Covid-19-Behandlungen betreten die Mediziner gerade Neuland. Die KI-unterstützte Plattform hilft ihnen, die vielen neuen Forschungsergebnisse für eine bessere Versorgung und punktgenaue Behandlung ihrer Patienten zu nutzen. Durch die digitalen Zwillinge heben wir die klinische Forschung auf eine ganz neue Ebene.“

Progress Made Real: Wie Dell Technologies bis 2030 die Gesundheits-, Bildungs- und Wirtschaftschancen für eine Milliarden Menschen verbessern will

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