100-Gigabit-Ethernet und Open Networking

Dell EMC stellt einen Switch für Container- und virtualisierte Umgebungen vor

| Redakteur: Ulrike Ostler

Ab kommenden Freitag zu erwerben : Der Datacenter-Switch Dell EMC „Z9264ON“
Ab kommenden Freitag zu erwerben : Der Datacenter-Switch Dell EMC „Z9264ON“ (Bild: Dell EMC)

Dell EMC stellt unter der Bezeichnung „Z9264F-ON“ einen weiteren 100-Gigabit-Ethernet-Fabric-Switch der „Z“-Serie vor. Das System bietet gegenüber dem Vorgänger „Z9100“ doppelte Kapazität und ein Set an Software-Optionen.

Der Einsatz von Virtualisierung und Automatisierung verändert die Architekturen von Rechenzentren grundlegend, da sie komplette Ebenen des Equipments verdrängen und die Verbindungen zwischen Rechen- und Speicherelementen beschleunigen. Dies zeigt sich sowohl bei hyperkonvergenten wie auch bei Hyperscale-Umgebungen.

Die Networking-Plattform Z9264F-ON von Dell EMC, die mit dem Ethernet-Switch-Chipsatz „StrataXGS Tomahawk II“ von Broadcom mit einer Übertragungsrate von 6,4-Terabit pro Sekunde ausgestattet ist, wurde speziell für High-Performance-Anwendungen in Rechenzentren entwickelt und stellt eine Netzwerkverbindung zwischen Rechenzentrums-Racks zur Verfügung. Sie bietet 64 Ports mit 100 Gigabit Ethernet (GbE) bei einem kompakten 2HE-Formfaktor und eignet sich nach Herstellerangaben für Unternehmen, die große und teure ältere Chassis-Switching-Systeme aufgeben und gleichzeitig den Übergang von 40 GbE auf 100 GbE beschleunigen möchten.

Der Wandel in der Architektur wird von wachsenden Anforderungen der Unternehmen und Service Provider begleitet, die unabhängige Kaufentscheidungen rund um die von ihnen gewählte Netzwerkhardware und -software treffen wollen. Dieser Grad der Disaggregation von Hardware und Software, den Dell EMC mit „Open Networking“ bezeichnet, ist von zentraler Bedeutung für die Umstellung auf Software-Defined Networking (SDN), da die Optionen und Fähigkeiten von Netzwerk-Software drastisch zunehmen.

Der Switch Z9264F-ON unterstützt dieses Modell und bietet Anwendern mehr Software-Optionen – egal ob kommerziell oder Open Source –, die laut Anbieter mehr Innovation, mehr Einsparungen und letztlich mehr Kontrolle ermöglichen.

Open Networking und 100GbE

Vor mehr als vier Jahren stellte Dell EMC mit Open Networking den Status quo der Branche in Frage und entkoppelte die grundlegenden Hardware- und Softwarekomponenten. Seither hat Dell EMC seine gesamte Produktlinie auf dieses Konzept umgestellt (siehe: ´„100GbE for the Open Networking Era“)

Alternative kommerzielle Angebote mit gleicher Dichte sind, so Dell EMC, nur in „geschlossenen“ Konfigurationen verfügbar, die die Nutzung nur mit der Software des jeweiligen Herstellers erlauben. Open Networking löse diese Einschränkungen auf und erlaube jeweils eine auf die geschäftskritischen Anforderungen und Funktionalitäten zugeschnittene Lösung.

Die Ausgangsfrage hier lautete: "Welcher der folgenden Faktoren ist die primäre Motivation für die Berücksichtigung oder Implementierung von SDN im Rechenzentrum?"
Die Ausgangsfrage hier lautete: "Welcher der folgenden Faktoren ist die primäre Motivation für die Berücksichtigung oder Implementierung von SDN im Rechenzentrum?" (Bild: IDC Whitepaper: How Network Disaggregation Facilitates Datacenter and IT Modernization)

In den Rechenzentren werden zunehmend physische Netzwerke mit virtuellen verknüpft, um virtuelle Maschinen und Container zu verbinden und ein softwaredefiniertes Rechenzentrum zu schaffen. So liegt es für Dell EMC nahe, eng mit VMware zusammenzuarbeiten und die Automatisierung voranzutreiben.

Peder Ulander, Vice President of Product Marketing, Networking and Security Business Unit, VMware, erläutert: „Das mit VMware NSX aufgebaute Virtual Cloud Network ermöglicht es Kunden, eine durchgängige softwarebasierte Netzwerkarchitektur zu erstellen, die allgegenwärtig, offen, programmierbar und standardmäßig sicher ist, und die Dienste für Anwendungen und Daten unabhängig vom jeweiligen Standort bereitstellen kann.“

Open Source und VMware

Darüber hinaus aber gewinnen Open-Source-Netzwerktechniken gewinnen an Reife. Diese Software-Alternativen müssen, so Dell EMC, auf einer offenen Hardware-Plattform aufbauen. Dafür sei insbesondere der Switch Z9264F-ON geeignet: Anwender können wählen, ob sie das „OS10 Open Edition Package“ von Dell EMC, das auf der OpenSwitch-Software der Linux Foundation basiert, ausführen wollen. Als Alternative stehen ihnen frei verfügbare Versionen von OpenSwitch oder SONiC aus dem Open Compute Project zu Verfügung.

Alexander Thiele, Director Enterprise Solutions, Networking bei Dell EMC Deutschland, sagt: „Unsere Unternehmens- und Service-Provider-Kunden wünschen sich innovative und offene Netzwerklösungen für ihre Rechenzentrumsinfrastrukturen“, sagt. „Der neue Z9264F-ON passt genau zu diesen Anforderungen, weil er die leistungsfähigste 100GbE-Switching-Plattform der Branche zur Verfügung stellt und ihnen die Möglichkeit der Automatisierung ihrer Infrastruktur ermöglicht.“

Den Switch Z9264F-ON stellt Dell EMC derzeit auf der „VMworld-Americas" vor, die vom 26. bis 30. August in Las Vegas stattfindet. Außerdem kann das Produkt kommenden Freitag, den 31. August 2018 weltweit bezogen werden.

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