90 Millionen Euro und viele gute Ideen für ein effizientes Datacenter

Das schönste Rechenzentrum steht in Portugal

| Redakteur: Ulrike Ostler

Am 23. September eingeweiht, ist das PT-Rechenzentrum in Covihã eines der größten, effizientesten und ökologisch sinnvollsten Rechenzentren weltweit.
Am 23. September eingeweiht, ist das PT-Rechenzentrum in Covihã eines der größten, effizientesten und ökologisch sinnvollsten Rechenzentren weltweit. (Bild: Portugal Telecom)

„Lang lebe Portugal!“ so endete die Rede von Henrique Granadeiro, Vorstandsvorsitzender von Portugal Telecom (PT) anlässlich der Eröffnung des derzeit schönsten Rechenzentrums. 90 Millionen hat es bisher gekostet, steht in Covilhã, auf einem Areal von 75.600 Metern, ist 55 Meter breit und lang, 33 Meter hoch, fasst im ersten Ausbau 12.500 Server und bietet einen PUE-Wert von 1,25.

Für den PT-Chef bedeutet das Rechenzentrum mehr als den Neubau eines IT-Funktionsgebäudes für die eigenen Belange. Es soll dem Konzern die Zukunft sichern, die nicht nur Kommunikation per Mobilfunk und Festnetz umfasst, sondern auch Content-Bereitstellung für das Fernsehen der Zukunft, User-generierte Inhalte, und B2B-Services per Cloud jeglicher Art.

Henrique Granadeiro: "Lang lebe Portugal!"
Henrique Granadeiro: "Lang lebe Portugal!" (Bild: Portugal Telecom)

Bereits jetzt gibt es etwa Verträge mit SAP über HANA-Dienste und M2M-Service-Angebote. Das Angebot gilt weltweit, doch insbesondere für die brasilianische Tochtergesellschaft OI, die ihrerseits 25 Prozent an PT hält, und afrikanische Wachstumsmärkte.

Wie Zeinal Bava, CEO von PT und OI, ausführt, sei der Konzern 2007 noch ein komplett auf das Festnetz fixiertes Unternehmen gewesen, starr in seiner Ausprägung. Doch seither ist ein Umbau im Gange. Beispielsweise bietet der Konzern mit „MEO“ seit 2008 ein eigenes Pay-TV und 1,6 Haushalte können mittlerweile auf Glasfaseranbindungen zugreifen. Das ist nach Angaben des FTTH Council die größte nationale Verbreitung in Europa.

Der PT-Umbau

Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung haben zudem die Möglichkeit per 4G-Netz, LTE, mobil online zu gehen. Schließlich kann PT auf ein komplettes Backbone mit 100 Gigabit pro Sekunde verweisen. Außerdem obliegen PT rund 70 Prozent der Unterseekabel, die in Portugal ankommen. Alle PT-Netze gehorchen der Maxime „All-IP“.

Der Umbau des Telco-Anbieters schlägt sich auch im Umsatz nieder. 51 Prozent der Umsätze, die in Portugal generiert werden, stammen aus dem Datengeschäft, 52 Prozent bezogen auf den B2B-Bereich.

Seit Kurzem bietet der Dienstleister Mit „M4O“ ein konvergentes Angebot für alle Consumer-Dienste zusammen, also ein Quadruple-Angebot. Damit erreicht PT schon rund 1 Million so genannte Revenue Generating Units (RGUs); laut Bava entspricht das zu 40 Prozent einem Neukundengeschäft.

Die Bildergalerie „Das schönste Rechenzentrum Europas“

Inhalt des Artikels:

Was meinen Sie zu diesem Thema?
...Brandschutz mit dem Löschmittel Inergen, einem Gemisch aus Stickstoff, Argon und...  lesen
posted am 14.10.2013 um 15:41 von Unregistriert


Mitdiskutieren
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 42334084 / Design und Umgebung)