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Von Kubernetes bis serverless CNCF liefert Statusbericht zur Adaption von Cloud-Native Technologien

| Redakteur: Ulrike Ostler

Seit gestern läuft die Konferenz der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) „CloudNativeCon/KubeCon“. Pünktlich veröffentlicht die Organisation die jüngsten Zahlen zum Status der Cloud-Native-Entwicklungen: Der bestehende Trend setzt sich ungebrochen fort, denn In den vergangenen sechs Monaten hat die weltweite Einführung von Cloud-basierten Technologien, insbesondere von Containern und Container-Orchestrierungswerkzeugen, erheblich zugenommen.

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Die gesamte Entwicklergemeinde umfasst weltweit rund 6,5 Millionen Cloud-Native-Entwickler. 1,7 Millionen davon verwenden Kubernetes und 4 Millionen serverless Architekturen.
Die gesamte Entwicklergemeinde umfasst weltweit rund 6,5 Millionen Cloud-Native-Entwickler. 1,7 Millionen davon verwenden Kubernetes und 4 Millionen serverless Architekturen.
(Bild: CNCF)

Die Art und Weise, wie Software entwickelt wird, hat sich drastisch verändert, seit es Container gibt und Cloud-Native an Popularität gewonnen hat. Der „State of Cloud Native Development Report" ist von Slashdata für CNCF entwickelt worden und der aktuelle Bericht folgt dem ersten, der für das 2. Quartal 2019 erstellt wurde.

Slashdata erhebt dafür Daten aus Fragen an mehr als 17.000 Software-Entwicklern zur Entwicklung von Backend-Diensten und den von ihnen verwendeten Technologien. Der erste Bericht enthielt demnach Daten aus dem zweiten Quartal 2019, während der zweite Bericht zwischen November 2019 und Februar 2020 erstellt wurde und Antworten von 4.179 Umfrageteilnehmern enthält.

Obwohl die Datenbasis vergleichsweise groß ist, besteht die gesamte Entwicklergemeinde aus 6,5 Millionen Cloud-Native-Entwicklern weltweit, 1,8 Millionen mehr als im zweiten Quartal 2019. Von diesen Entwicklern verwenden 1,7 Millionen Kubernetes, und 4 Millionen verwenden Serverless-Architekturen und Cloud-Funktionen.

Cloud Native ist berist in Europa, Amerika und Oceania weit verbreitet, wächst aber auch im Nahen osten und Afrika sowie Asien sehr schnell. (Angaben in Prozent richten sich nach Zahl der Backend-Entwickler jeder Region (Q2 2019 N-4.096 und Q4 2019 n 0 4179)
Cloud Native ist berist in Europa, Amerika und Oceania weit verbreitet, wächst aber auch im Nahen osten und Afrika sowie Asien sehr schnell. (Angaben in Prozent richten sich nach Zahl der Backend-Entwickler jeder Region (Q2 2019 N-4.096 und Q4 2019 n 0 4179)
(Bild: CNCF)

Der Bericht stellt zudem fest, dass 60 Prozent der Backend-Entwickler inzwischen Container verwenden. Im Vergleich zur ersten Untersuchung hat die Verwendung von Containern demnach im Durchschnitt um 10 Prozentpunkte (pp) zugenommen.

Die Verwendung von Tools zur Container-Orchestrierung hat im Durchschnitt um etwa 7 Prozentpunkte zugenommen, während die Verwendung von Cloud-Funktionen und serverloser Architektur relativ stabil geblieben ist. Die Regionen mit den höchsten Adoptionsraten für Cloud-Funktionen und serverlose Architekturen liegen in Nord-Amerika mit 36 Prozent, in Südasien mit 32 Prozent und in Ozeanien mit 29 Prozent,am höchsten, während Osteuropa mit 19 Prozent die niedrigste Adoptionsrate aufweist.

Obwohl Container bei Backend-Entwicklern beliebt sind, haben längst nicht alle von Kubernetes gehört oder verwenden Kubernetes als Verwaltungswerkzeug. Während 59 Prozent der Backend-Entwickler in den letzten zwölf Monaten Container verwendet haben, haben nur 27 Prozent der Entwickler Kubernetes zu deren Verwaltung benutzt.

Viele der populären Container-as-a-Service-Angebote (CaaS) basieren auf Kubernetes (n = 200, Prozentangaben zu den Backaend-Entwicklern, die Orachstrierungs-Tools statt hernehmen, statt Kubernetes selbst zu vewalten)
Viele der populären Container-as-a-Service-Angebote (CaaS) basieren auf Kubernetes (n = 200, Prozentangaben zu den Backaend-Entwicklern, die Orachstrierungs-Tools statt hernehmen, statt Kubernetes selbst zu vewalten)
(Bild: CNCF)

Die Studienmacher führen das darauf zurück, dass sich die Entwickler nicht bewusst sind, dass bei vielen der beliebtesten Orchestrierungsmaschinen Kubernetes unter der Haube sitzt. tatsächlich sind neun von zehn mit Kubernetes vertraut, wenn es um native Cloud-Entwickler geht, die aktiv Container-Orchestrierungswerkzeuge verwenden,

Nach Studienangaben ist es wahrscheinlich, dass Cloud-native-Entwickler, die sich um Backend-Aufgaben kümmern, diese Techniken in allen Betriebsvarianten von Cloud einsetzen. Die Daten Daten zeigen, dass 3,2 Millionen Entwickler (49 Prozent) Backend-Code in einer öffentlichen Cloud ausführen, 2,7 Millionen (41 Prozent) in einer privaten Cloud, 3 Millionen (46 Prozent) auf Servern vor Ort, 1,8 Millionen (28 Prozent) auf Hybrid-Clouds und 1,6 Millionen (25 Prozent) auf Multi-Clouds.

Die Nutzung privater und hybrider Clouds hat sowohl für native als auch für nicht-native Cloud-Entwickler abgenommen.
Die Nutzung privater und hybrider Clouds hat sowohl für native als auch für nicht-native Cloud-Entwickler abgenommen.
(Bild: CNCF)

Auf den ersten Blick scheint es im Vergleich zu vor sechs Monaten einen Rückgang bei der Nutzung öffentlicher Wolken zu geben. In der ersten Umfrage war jedoch die Option Multi-Cloud nicht vorhanden.

Entwickler, die in Software-Unternehmen arbeiten, führen ihren Code mit hoher Wahrscheinlichkeit eher in öffentlichen oder Multiclouds (71 Prozent) aus als in privaten Clouds oder on premises 40 beziehungsweise 49 Prozent. Das kann unter anderem daran liegen, mutmaßen die Studienmacher, dass Entwickler dazu neigen dazu, gleichzeitig an der Entwicklung diverser Software zu arbeiten, weshalb sie große Rechenressourcen benötigen.

Öffentliche Clouds senken in der Regel die Verwaltungskosten im Vergleich zu lokalen Servern und privaten Clouds, , so dass sie die Entwicklung effizienter und kostengünstiger gestalten. Darüber hinaus können Unternehmen, sobald die Software implementiert ist, die Skalierbarkeit und Portabilität von Public Clouds nutzen. Fehler lassen sich leichter beheben und neue Versionen veröffentlichen.

Branchen, in denen aufgrund der Handhabung sensibler Daten ein hohes Maß an Sicherheit erforderlich ist, wie Regierungs- und Verteidigungseinrichtungen,sowie in der Telekommunikation und Netzwerk-Bramche, zeigen degen ein ganz anderes Verhalten. On-premises liebt in den Bereichen mit 64 Prozent liegt deutlich über dem Durchschnitt anderer Industriezweige, während ihre Nutzung von Public oder Multiclouds mit 64 Prozent beziehungsweise 65 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt liegt.

In welchen Industrien laufen die Cloud-Native-Anwendungen in welcher Art von Cloud?
In welchen Industrien laufen die Cloud-Native-Anwendungen in welcher Art von Cloud?
(Bild: CNCF)

Klassische Industriezweige hingegen, wie Energie, einschließlich Öl, Gas, Elektrizität und Wasser, und die Automobilindustrie nutzen sowohl öffentliche Clouds (64 Prozent und 67 Prozent) und Server vor Ort (jeweils 60 Prozent). Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Branchen tatsächlich bereit sein könnten, die Skalierbarkeit und Flexibilität auszunutzen, die Cloud-Native Technologien ihnen bieten. Allerdings könnten die großen Datenmengen, die sie in lokalen Servern gespeichert haben, möglicherweise deren vollständige Migration in die Cloud verlangsamen, so der Report.

Branchen, in denen Inhalte und Daten für Endbenutzer leicht verfügbar und leicht zugänglich sein müssen, wie im Unterhaltungsbereich, Immobilien-, Tourismus- und Non-Profit-Organisationen sprechen sich hingegen nachdrücklich dafür aus, ihre Software auf Cloud-Infrastrukturen laufen zu lassen, sei es in öffentlichen, multiplen, hybriden oder sogar privaten Umgebungen.

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