Die Wolke wird größer

Chance Cloud Computing?

29.12.2010 | Autor / Redakteur: Thorsten Riedl / Rainer Graefen

IT-Dienste in der Wolke stellen Anbieter und Anwender vor große Herausforderungen. Vorbehalte sind unvermeidbar.
IT-Dienste in der Wolke stellen Anbieter und Anwender vor große Herausforderungen. Vorbehalte sind unvermeidbar.

Anbieter wie Anwender stellt der Aufbau von IT-Diensten in der Wolke vor große Herausforderungen. Erst langsam gewinnt das junge Thema an Fahrt.

On Demand Computing, Utility Computing, Services oriented Architectures, Software as a Service oder Application Service Provider. Michael Kranz kennt alle diese Schlagworte der IT-Branche aus dem vergangenen Jahrzehnt samt den zugehörigen Akronymen aus drei oder vier Buchstaben zu Genüge.

Für den CIO von Krones geht es seit langem darum, die IT flexibler und skalierbarer zu machen – und dabei noch Geld zu sparen. Auch der neueste Hype-Begriff Cloud Computing aus diesem Bereich ist dem IT-Chef des Herstellers von Abfüllanlagen kein Fremdwort: „Der Begriff Cloud Computing ist in meinen Augen nur eine Umschreibung von etwas, was wir längst haben“, erklärt er.

Natürlich müssten interne und externe IT-Welten künftig noch enger verschmelzen. „Die Grenze zwischen dem Eigenbetrieb und Outsourcing wird verschwimmen.“ Der Übergang vom Rechenzentrum zur Private Cloud kann dabei helfen.

Die Cloud stellt vieles in Frage

Fest steht, dass Cloud Computing die Grundfesten der IT-Industrie erschüttern wird: Viele Anbieter müssen sich auf die Suche nach einem neuen Geschäftsmodell machen, weil ihr traditionelles in der neuen Cloud-Computing-Welt obsolet wird.

Wer braucht in Zukunft noch ein Systemhaus, wenn der Dienst in der Wolke konfiguriert wird? Aber auch Big Shots der IT-Branche wie Hewlett Packard, IBM oder T-Systems stellt der Paradigmenwechsel vor große Herausforderungen.

Sie müssen ihre Angebote durchforsten, neu zusammenstellen – und dürfen nicht der Gefahr verfallen, nur Marketinghülsen zu liefern. Die Analysten der Experton Group haben sich daher fast ein Dutzend Anbieter angeschaut, die sich Cloud Computing bereits auf die Fahnen geschrieben haben.

Alle bieten im Moment ein breites Spektrum an Diensten. Die Experten rechnen jedoch damit, dass der Wettbewerb zwischen den Anbietern künftig intensiver wird. Dann werden sich die Unternehmen auf Bereiche in der Cloud-Computing-Welt spezialisieren – und die Anwender profitieren von geringeren Kosten.

Noch viel Überzeugungsarbeit notwendig

Die hohen Preise könnten erklären, wieso IT-Manager wie CIO Kranz von Krones noch verhalten auf das Thema reagieren. Laut einer Studie von A. T. Kearney hat nur jeder zehnte IT-Anwender Cloud Computing in seine strategischen Überlegungen aufgenommen.

Jeder vierte prüft noch. Und mehr als jeder Dritte sieht in dem Thema noch gar keine Bedeutung für sein Unternehmen. Auch für Anwender bedeutet es einen großen Schritt weg vom Rechenzentrum, hin zur Bereitstellung der gesamten IT-Ressourcen quasi aus der öffentlichen Wolke des Internets.

Die Private Cloud kann da ein brauchbares Vehikel auf dem Weg zu einer weitergehenden Cloud-Computing-Architektur sein. Es handelt sich dabei um eine IT-Infrastruktur, die unternehmensweit im Einsatz ist und durch eine Firewall geschützt wird.

Im Gegensatz zur Turnschuh-Administration der frühen IT-Jahre, hat der Admin bei der Private Cloud aber Zugriff auf die gesamte Infrastruktur von einem einzigen Punkt aus und kann von dort aus die Ressourcen steuern.

weiter mit: Ist Opex eigentlich besser als Capex?

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