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Bei der Ratenzahlung kommt es auf die Rate an
In Zeiten knapper IT-Budgets hat dieses Konzept für den CIO einen entscheidenden Vorteil: In einer Private Cloud können Rechenzentren bei steigendem Bedarf hochgefahren werden, indem virtuelle Maschinen einfach zum Cloud-Computing-Dienstleister ausgelagert werden.
Das Konzept zielt darauf, interne und externe Cloud-Infrastrukturen durch sichere Netzwerke miteinander zu verbinden. Flacht die Last ab, lassen sich die Server wieder „zurückholen“. Das macht flexibles Outsourcing möglich.
Variable Kosten werden in Fixkosten umgewandelt, die Kapitalbindung sinkt. Außerdem behält das Unternehmen weiterhin die Oberhand über seine Daten. Die Sicherheit ist eines der wichtigsten Hindernisse bei der Umstellung auf Public Cloud Computing.
So sei die Idee an sich zwar überzeugend, sagt etwa Heribert Kraus. Er ist zuständig unter anderem für die IT bei dem Home-Shopping-Sender QVC. Kraus schränkt aber im gleichen Atemzug ein: „Der externe Einkauf von Services wie Rechner- oder Speicherkapazitäten ist mir noch zu vage und intransparent.
Beim Thema Datensicherheit hätte ich große Bedenken aufgrund der wenigen belastbaren Erfahrungen in diesem Umfeld.“
Amazon macht echtes Cloud Computing
Manchem Anbieter gefällt das Modell Private Cloud naturgemäß auch nicht. So sagt Andy Jassy, Verantwortlicher beim Cloud-Computing-Service des Internethändlers Amazon: Ein Private-Cloud-Modell, in dem Unternehmen weiterhin über Rechenzentren verfügten, sei in seinen Augen „kein echtes Cloud Computing“.
„Wenn man so etwas als Cloud bezeichnet, verwirrt mich das.“ Die Verwirrung hat geschäftliche Gründe. Amazon gilt als einer der prominentesten Anbieter im Cloud-Computing-Bereich.
Früh hat es Amazon-Chef Jeff Bezos verstanden, überflüssige Kapazitäten in den eigenen Rechenzentren des Händlers an interessierte Unternehmen weiterzuvermieten. Viele junge Internetfirmen nutzen das schon.
Anwender bevorzugen die Kontrolle
Die Anwender lassen sich von der „Verwirrung“ des Amazon-Managers allerdings nicht verunsichern. Sie ziehen das Konzept der Private Cloud dem der Public Cloud zumindest im Moment vor.
Noch in den nächsten zwei Jahren, so schätzt Thomas Bittmann vom Marktforschungsinstitut Gartner, würden die Unternehmen mehr Geld ausgeben für die private Form der Cloud als für die öffentliche.
Der Analyst empfiehlt, anfangs intern einen Katalog der möglichen Dienstleistungen aufzustellen, sofern noch nicht geschehen:
- Auf diese Weise würden Services entdeckt, die redundant seien und die Kosten könnten besser abgeschätzt werden.
- Im nächsten Schritt sei dann ein Vergleich mit den Dienstleistungen von externen Cloud-Anbietern möglich.
„Eine Private Cloud ist nicht die beste Antwort für jeden Service“, erklärt er. Sie sei allerdings die richtige Strategie, um zukünftig einfacher auf eine Public Cloud zu migrieren.
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