Rackspace und Akamai bieten Service für Content Delivery Networking

CDN-Plattform mit einem Klick und ein PUE von 1,15 in UK

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das jüngste Rechenzentrum von Rackspace bietet eine Gesamtkapazität von 6 Megawatt für bis zu 50.000 Server-Einheiten .
Das jüngste Rechenzentrum von Rackspace bietet eine Gesamtkapazität von 6 Megawatt für bis zu 50.000 Server-Einheiten . (Bild: Rackspace)

Rackspace bietet das Content Delivery Network (CDN) auf Basis der Technologie von Akamai an. Kunden erhalten damit per Portal direkten Zugriff auf die CDN-Services. Sie beschleunigen Web-Inhalte und Applikationen. Außerdem ist ein neues Rechenzentrum in Großbritannien online.

Mit diesem CDN-Service erweitern beide Unternehmen ihre langjährige Partnerschaft. Durch den Zugang zur „Akamai Intelligent Platform“ können Unternehmen nun einfach, effizient und zuverlässig ihre Web-Inhalte oder Applikationen mit globaler Reichweite bereit stellen.

Eine Untersuchung von Kiss Metrics hat gezeigt, dass Internet-Nutzer eine Webseite verlassen sowie Suchen oder Käufe abbrechen, wenn die gewünschte Seite nicht innerhalb von maximal drei Sekunden geladen ist. Mit Rackspace CDN stellen Unternehmen sicher, dass Web-Inhalte und Applikationen schneller bereitgestellt werden. Dies erhöht die Zugriffszahlen und die Kundenzufriedenheit.

Matt Johns, Product Manager bei Rackspace, sagt: „Wir haben weltweit eine steigende Nachfrage nach Techniken dieser Art festgestellt. Unternehmen konzentrieren sich heute sehr auf die Optimierung ihrer digitalen Plattformen und wollen ihren Kunden Web-Inhalte schneller und zuverlässiger bereitstellen.“

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Die Bereitstellung maßgeschneiderter Enterprise-Services sei ein Qualitätsmerkmal des „Fanatical Support“ - ein Service, der eine Verfügbarkeit der Infrastruktur von 99,999 Prozent und uneingeschränkten telefonischen Support durch Rackspace garantiert.

Enegie-Effizienz in jüngsten Rackspace-RZ

Seit dem 23. April betreibt Rackspace offiziell sein weltweit zehntes Rechenzentrum, und zwar in Crawley, in der Nähe von London. Das Gemeinschaftsprojekt mit dem Rechenzentrums- und Co-Location-Anbieter Digital Realty Trust ist, wie das Unternehmen mitteilt, eine Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Managed Cloud Services in Europa.

Auf über 12.000 Quadratmetern Gesamtfläche steht eine Rechenzentrumsinfrastruktur auf Basis moderner Umweltstandards und Technik zur Verfügung. Mit einer Gesamtkapazität von 6 Megawatt finden dort bis zu 50.000 Server-Einheiten Platz. Über eine Glasfaserleitung mit Dense Wavelength-Division Multiplexing (DWDM) ist das Rechenzentrum zudem an den Rackspace-Metrofiber-Ring London angebunden.

Mit einem durchschnittlichen jährlichen PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) von 1,15 verglichen mit dem Branchendurchschnitt von 1,71 , zählt das neue Rechenzentrum zu den Energie-effizientesten in Großbritannien. So nutzt es als erste Einrichtung der Insel die innovative Klimatechnik Indirect Outside Air. Diese kommt ohne zusätzliche mechanische Kühlung aus.

Dadurch konnte der Energieverbrauch für die Infrastruktur (ohne Energieaufnahme der Rechner) im Vergleich zum Durchschnitt um fast 80 Prozent gesenkt werden. Damit haben Rackspace und Digital Realty die Richtlinien der American Society of Heating, Refrigeration and Air-Conditioning Engineers (ASHRAE) für eine hohe Ausfallsicherheit bei optimaler Energie-Effizienz umgesetzt.

Das neue Rechenzentrum basiert zudem weitestgehend auf den Open Compute Project-Standards. Die eingesetzten Server sind kompakter und umweltfreundlicher als herkömmliche Hardware.

Mark Roenigk, COO von Rackspace, sagt: „Unser Rechenzentrum bietet die ideale Infrastruktur für Cloud-Lösungen, die für E-Commerce- und Mobile-Payment-Angebote sowie das Internet der Dinge und Big-Data-Anwendungen unerlässlich sind.“

Weiterer Ausbau geplant

Aufgeteilt in zwei IT-Räume wird das Rechenzentrum in der letzten Ausbaustufe aus vier mit einer Kapazität von 12 Megawat bestehen, die auf bis zu 30 Megawatt skaliert werden können. Das gestaffelte Ausbaukonzept ermöglicht es, kontinuierlich neue Technologien einzusetzen und die Energie-Effizienz weiter zu steigern.

Das mehrstufige Sicherheitskonzept umfasst physische Merkmale wie lückenlose Video-Überwachung, die Umzäunung des Geländes und eine automatische Ausweisprüfung der Mitarbeiter sowie Fingerabdruck-Scanner für den Zutritt zu sensiblen Bereichen.

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