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Das half der TUI
Im TUI-Projekt hat sich eine Struktur bewährt, die das Unternehmen mit seinen Abteilungen gespiegelt hat und an den Anwendungsbereichen wie Agenturwesen oder Flugbereich ausgerichtet war. Schrittweise wurden zunächst nachts im Lauf der Woche einzelne Bereiche abgeschaltet und am Morgen danach für das jeweilige Arbeitspaket geschaut, ob es negative Auswirkungen gab.

Dazu gehörten auch kritische Batches, die nachts liefen, und Tausende von Jobs wie Datensicherungen, die im Lauf der Zeit über komplizierte Netze aufgebaut wurden. Dabei zeichneten sich relativ schnell einige Aha-Effekte und Muster ab, auf welche Dinge besonders stark geachtet werden muss. So sollten alle Jobs im Bereich von Datenbanksicherungen mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Ein Job-Steuerungssystem wie „UC4“ hilft bei der Transparenz.
Stellen, an denen es wehtut
Die Online-Anwendungen der TUI waren in CICS (Customer Information Control System) für „IBM z/OS“ implementiert. Bedingt durch die komplexen Strukturen des ehemaligen TUI Reservierungssystems gab es eine Vielzahl von CICS-Systemen mit entsprechend vielfältigen Wechselwirkungen.
Manche Anwendungen oder Transaktionen benötigen mehrere CICS-Systeme für Zugriffe auf remote Ressourcen. Hier müssen kritische Funktionen gegebenenfalls wieder aktiviert werden.
Generell machen besonders Datenbankthemen Probleme. Da die Datenbanken sich selbst optimieren, fallen Abhängigkeiten oft erst dann auf, wenn versucht wird, einzelne Teile abzuschalten. Diese Selbstverwaltung ist für den Anwender schlicht eine Black Box, es macht deshalb Sinn, einen Bogen darum zu schlagen.
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