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Fortlax lockt mit Hydro-Energie und kleinen Preisen BMW verlagert HPC-Computing an den Nordpol

| Redakteur: Ulrike Ostler

Zugegeben: Eine Pressemitteilung mit der Ortsangabe „The North Pole“ flattert auch bei DataCenter-Insider nicht jeden Tag ins Haus. Anlass ist die Neuigkeit, dass der schwedische Rechenzentrumsbetreiber Fortlax die BMW Group als neuen Kunden gewonnen hat.

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HPC bei BMW findet nun auch am Nordpol statt.
HPC bei BMW findet nun auch am Nordpol statt.
(Bild: © elizalebedewa - Fotolia)

Das Hochsicherheits-Rechenzentrum von Fortlax wird mit 100 Prozent erneuerbarer Hydro-Energie betrieben und stellt der BMW Group High Performance Computing (HPC) Hosting und Services zur Verfügung. Die Arbeiten starten umgehend.

Fortlax ist ein wachsendes Unternehmen mit ehrgeizigen Zielen und befindet sich in der Rechenzentrums-Region „The Node Pole“, im Norden von Schweden. Dort bedient das Unternehmen rund 400 Kunden aus verschiedenen Branchen, von Behörden bis zum großen europäischen Energieversorger E.ON, aber auch zahlreiche kleinere nationale Akteure.

Fortlax expandiert dort ebenso wie andere große Rechenzentrumsbetreiber wie zum Beispiel Facebook. Das Unternehmen will skalierbare und kosteneffiziente Lösungen für Kunden bieten, die besonders hohe Anforderungen an Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit haben.

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Das Rechenzentrum am Polarkreis

Erst kürzlich hat der Datacenter-Betreiber seinen Standort in Zusammenarbeit mit dem Rechenzentrumsentwickler Enaco und der Gemeinde Piteå (siehe: Abbildung 2) erweitert und ein zweites, 1.000 Quadratmeter großes Rechenzentrum (siehe: Abbildung 1) aufgebaut. Diese wurde im November 2015 eröffnet.

Die BMW Group habe sich „nach einem sorgfältigen Auswahlprozess sich für das Rechenzentrum von Fortlax entschieden, teilen die Unternehmen mit. In Schweden werden so genannte High Performance Computing Cluster (HPC Cluster) des Unternehmens gehostet. HPC Cluster werden für anspruchsvolle Simulationen und Big-Data-Analysen verwendet, zum Beispiel in der Fahrzeugentwicklung oder bei der Einrichtung von gemeinsamen Cloud-Rechenplattformen für große Unternehmen.

Die heutige Meldung reflektiere den anhaltenden Trend bei internationalen Unternehmen aus vielen Industrien, die Verwaltung ihrer Daten in effizientere Cloud-Lösungen zu verlagern, so Fortlax. Anders Berglund (siehe: Abbildung 4), CEO des Unternehmens, drückt das wie folgt aus: „In letzter Zeit hat sich ein deutlicher Anstieg in der Nachfrage bemerkbar gemacht. Dies gilt insbesondere für Anfragen aus Deutschland, wo Energie knapp und die Kosten im Vergleich zu unserem Angebot fast drei Mal so hoch sind. Im Hinblick darauf zeigt die heutige Nachricht, in welche Richtung die Entwicklung geht.”

Hinweis:

Im Frühjahr 2013 sorgte BMW mit der Auslagerung von HPC an ein nordisches Rechenzentrum schon einmal für Aufsehen: damals richtete sich der Automobilbauer im isländischen Datacenter von Verne Global ein:

Colt erweitert das isländische Datacenter von Verne Global, Noch einmal ftec-Rechenzentrumstechnik für 12.000 Quadratmeter

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