Colt erweitert das isländische Datacenter von Verne Global

Noch einmal ftec-Rechenzentrumstechnik für 12.000 Quadratmeter

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das erste Verne-Global-Rechenzentrum von Colt auf dem Weg nach Island. Es befindet sich auf einem 18 Hektar großen, ehemaligen NATO-Gelände. Strom für rund 120 Megawatt stammt zu 100 Prozent aus zwei alternativen Ernergiequellen: Wasserkarft und Geothermie.
Das erste Verne-Global-Rechenzentrum von Colt auf dem Weg nach Island. Es befindet sich auf einem 18 Hektar großen, ehemaligen NATO-Gelände. Strom für rund 120 Megawatt stammt zu 100 Prozent aus zwei alternativen Ernergiequellen: Wasserkarft und Geothermie. (Bild: Colt)

Einfach und komplikationslos: Tate Cantrell, Chief Technology Officer bei Verne Global, vergab den Auftrag, 12.000 Quadratmeter Rechenzentrum zu bauen, einfach ´mal per Telefon an Colt. Denn das Unternehmen fabriziert ganze Datacenter wie andere Hersteller Computer.

Das Rechenzentrum von Verne Global im isländischen Keflavik ist allerdings nicht das erste, für das Colt ftec-Rechenzentrumsmodule liefert. Das aber macht den Bestell- und Lieferprozess einfach. Die Ausstattung der jetzt anstehende Erweiterung gleiche bis auf minimale Veränderungen bei den UPS-Systemen, also Anlagen für die unterbrechungsfreie Stromversorgung, der bestehenden stark, erläutert CTO Cantrell.

Verne Global, ein Entwickler energiesparender Rechenzentrumseinrichtungen aus Großbritannien, reagiert mit der Erweiterung seiner vor einem Jahr eröffneten Rechenzentrumsanlage, die zu 100 Prozent mit Wasserkraft und Erdwärme betrieben wird, auf eine steigende Kundennachfrage. Insgesamt errichtet Verne Global einen rund 178.000 Quadratmeter großen Rechenzentrums-Campus auf dem Gelände des ehemaligen NATO-Kommandozentrums.

Zu den Kunden in Island zählt beispielsweise die BMW Group. Der Konzern lagert einige Anwendungen mit hohem Energiebedarf, wie Applikationen für die Unfallsimulation und zur Aerodynamikberechnung sowie CAD/CAE-Programme (Computer Aided Design/Computer Aided Engineering), in das Co-Location-Rechenzentrum aus.

BMW ist schon Kunde

HPC wird für gewöhnlich vor allem mit hohen Leistungs- und Kühlungsanforderung der für diese Applikationen notwendigen High-Density-Server in Verbindung gebracht, die einen hohen Stromverbrauch und entsprechend hohe Kohlendioxidemissionen verursachen. Durch die Portierung von zehn seiner HPC-Cluster (Energieverbrauch 6,31 GW-h jährlich) von den Standorten in Deutschland in das emissionsfrei arbeitende Rechenzentrum in Island reduziert BMW seinen jährlichen Kohlendioxidausstoß um 3.570 Tonnen.

Dies entspricht etwa der Menge an Kohlendioxid, die beim Verbrennen von 1,46 Millionen Litern Benzin freigesetzt werden. Gleichzeitig wird es dadurch möglich, dass BMW seine Energiekosten für den Betrieb der HPC-Applikationen um bis zu 82 Prozent reduziert.

Durch die Erweiterung wird das Datacenter zu dem größten, das Colt außerhalb des eigenen Konzerns errichtet. Nur innerhalb der eigenen Unternehmensgruppe nutzt die Company die ftec-Module extensiver.

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