Produkte und Services als Geschäftsbereiche Aus drei mach zwei: Fujitsu strukturiert um

Autor Sylvia Lösel

Fujitsu macht aus seinen drei Gesellschaften künftig zwei. Der Hersteller will damit Prozesse vereinfachen und eine klare Positionierung des Produkt- und Services-Geschäfts in Deutschland erreichen. Die Mitarbeiter sollen entsprechend ihrer Funktion neu zugeordnet werden.

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Fujitsu baut in Deutschland seine Konzernstruktur um. Künftig gibt es eine Einheit für Produkte und eine für Services.
Fujitsu baut in Deutschland seine Konzernstruktur um. Künftig gibt es eine Einheit für Produkte und eine für Services.
(Bild: Patrick P. Palej - stock.adobe.com)

Fujitsu Deutschland konsolidiert seine Geschäftsbereiche. Aus bislang drei Gesellschaften werden künftig zwei.

Rupert Lehner, Head of Central and Eastern Europe & Products Europe bei Fujitsu.
Rupert Lehner, Head of Central and Eastern Europe & Products Europe bei Fujitsu.
(Bild: © Christoph Vohler Munich Germany)

Die FTDS, die IT-Dienstleistungs-Sparte, die seit 2007 zum Fujitsu-Konzern gehört, wird es formal dann nicht mehr geben. Die FTDS hat ihren Hauptsitz in Neckarsulm und beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter. Sie sollen „entsprechend ihrer Funktionen“ in die beiden weiterhin bestehenden Gesellschaften Fujitsu Technology Solutions (FTS) und Fujitsu Services (FS) integriert werden.

Mit diesem Schritt trennt der Anbieter künftig sein Produkt- und Services-Geschäft deutlicher. Dieser Prozess soll, vorbehaltlich der Konsultationen mit allen relevanten Gremien, zum 1. April 2022 abgeschlossen sein. Als Ergebnis der angestrebten Zuordnung soll in Zukunft das Services-Geschäft von der Fujitsu Services GmbH (FS) und das Produktgeschäft inklusive der Support-Funktionen (HR, Marketing, Finance etc.) von der Fujitsu Technology Solutions GmbH (FTS) erbracht werden.

Rupert Lehner, Head of Central and Eastern Europe und Products Europe bei Fujitsu: „Die digitale Transformation erfordert eine stetige Überprüfung und Ausrichtung der Prozesse. Unser Ziel ist es, unsere Prozesse zu vereinfachen und Komplexität weiter zu reduzieren. Damit wollen wir eine noch stärkere Markt- und Kundenorientierung als bisher realisieren und unsere Kunden bei ihrer Digitalisierung umfassend beraten und unterstützen.“

Wie die dedizierten Organisationseinheiten in den operativen Gesellschaften aussehen werden, ist in Abstimmung. In Bezug auf die Services-Einheit: „Fujitsu wird weiterhin die Ausrichtung auf Multicloud-, Applikations- und Consulting-Services vorantreiben. Im gleichen Zug werden wir die bestehenden Partnerschaften mit Microsoft, SAP und Service Now weiter ausbauen.

Nach der Neuaufstellung sollen die beiden Gesellschaften eng zusammenarbeiten. Ziel sei auch, in diese Bereiche weiter zu investieren und neue Stellen zu schaffen. Das bisherige Management Team wird auch zukünftig wesentliche Positionen innerhalb der beiden operativen GmbHs einnehmen. Rupert Lehner bleibt als Head of Central & Eastern Europe and Products Europe an Bord, bestätigte Fujitsu auf Nachfrage.

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